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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Ich bin 54 Jahre alt. seit 22 Jahren verheiratet. Ich bin

Kundenfrage

Ich bin 54 Jahre alt. seit 22 Jahren verheiratet.
Ich bin Frührentner bekomme 700€ Rente, und 50 € Werksrente von einer Firma wo ich 20 Jahre gearbeitet Habe. Meine Frau geht geringfügig arbeiten. Sie möchte sich scheiden lassen.
Es ist kein Besitz vorhanden. Auch kein großes Kapital. Etwas auf einem Sparbuch.
Es gibt nur eine Lebensversicherung von mir.
Wie sieht der Versorgungsausglei aus? wasbleibt von meiner Rente für mich übrig.

Auf eine Antwort hoffend, verbleibe ich


Hochachtungsvoll

G. Rodenbücher [email protected]
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Einzelheiten und genaue Zahlen zum Versorgungsausgleich kann ich hier nicht machen. Daher nur ein paar allgemeine Informationen:

Hinsichtlich der von den Eheleuten erworbenen Rentenanwartschaften (gesetzliche Renten und auch Betriebsrenten / Zusatzversorgungen) werden diese automatisch im Scheidungsverfahren im Rahmen des Versorgungsausgleiches auseinandergesetzt. Zum 01.09.2009 hat der Gesetzgeber das Verfahren vereinfacht. Soweit in etwa gleich hohe Anwartschaften erzielt wurden (bis 25 €) oder die Ehe nur von kurzer Dauer war (drei Jahre) findet der Versorgungsausgleich nicht mehr statt, es sei denn, einer der Ehegatten beantragt dies. Weiter wird den Beteiligten bei dem Abschluss diesbezüglicher Eheverträge mehr Autonomie zugestanden.


Nach der bisherigen Rechtslage erfolgte die Verrechnung der in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften auf Altersvorsorge aus allen Versorgungen (gesetzliche Rentenversicherung, VBL, betriebliche Altersversorgung, private Rentenversicherung etc.). Der Versorgungsausgleich wurde durch den Ausgleich der Wertdifferenz der Anwartschaften über die gesetzliche Rentenversicherung durchgeführt.


Dadurch erhielt besonders der Ehegatten, der in der Ehezeit ein Anrecht auf eine betriebliche Altersversorgung erworben hat, Vorteile, da die betriebliche Altersversorgung erst aufwendig umgerechnet (dynamisiert) wurde und im Regelfall mit geringeren Werten als die Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung in die Berechnung des Versorgungsausgleichs eingestellt wurden.


Nun werden alle Versorgungen / Anwartschaften, die ein Ehegatte während der Ehe erworben hat, im entsprechenden Versorgungssystem zwischen den Ehegatten geteilt, ohne dass eine Umrechnung der Anwartschaften in Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung erfolgt.
Der ausgleichsberechtigte Ehegatte bekommt dann einen eigenen Anspruch auf Versorgung bei dem Versorgungsträger des ausgleichspflichtigen Ehegatten. Folglich werden künftig auch Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung mit den wirklichen Werten berücksichtigt.


Ansonsten kommt hier der Trennungsunterhalt und nach der Scheidung der nacheheliche Unterhalt in Betracht.