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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 886
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

guten tag ich habe vor ca. einer woche an dem auto eines bekannten

Kundenfrage

guten tag ich habe vor ca. einer woche an dem auto eines bekannten
die scheibenwischer verbogen - er hat strafanzeige erstattet - mit welcher
strafe muss ich rechnen ?
vgCustomer
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ihre Frage beantworte ich gern wie folgt:

 

Durch das Verbiegen der Scheibenwischer an dem Auto ihres Freundes haben Sie eine strafbare Sachbeschädigung begangen. Diese Sache wird von der Amtsanwaltschaft wegen Geringfügigkeit mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit gegen eine Geldauflage eingestellt, wenn Sie und das zuständige Amtsgericht einer solchen Einstellung zustimmen (§ 153a StPO). Die Auflage wird gemäß § 153 a Abs.1 Nr.1 StPO darin bestehen, dass Sie entweder zur Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens eine bestimmte Leistung erbringen müssen oder gemäß § 153 a Abs.2 Nr. 2 StPO einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung oder der Staatskasse zu zahlen haben. Die Höhe des hier zu leistenden Geldbetrages setzt die Amtsanwaltschaft fest, ich gehe davon aus, dass dieser Betrag bei EUR 100,- bis 150,- liegen wird.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 27.01.2010 um 17:55 Uhr EST
K. Severin und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller, ich muss einen Tippfehler korrigieren: Die Möglichkeit zur Verfahrenseinstellung gegen Zahlung einer Geldauflage zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung oder an die Staatskasse folgt aus § 153 Abs.1 Nr.2 StPO.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Dieser "Bekannte" droht jetzt damit das ganze meinem Arbeitgeber weiterzuerzählen,
um so evtl. zu erreichen, dass der Arbeitgeber mir kündigt ....
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ihr Arbeitgeber kann Ihnen nicht einfach kündigen, wenn ihr Bekannter diesen Sachverhalt ihrem Arbeitgeber anträgt und ihr Arbeitsverhältnis unter das Kündigungschutzgesetz fällt. Das Kündigungsschutzgesetz gilt für ihr Arbeitsverhältnis, wenn dieses vor dem 31.12.2003 begründet wurde und mehr als fünf Arbeitnehmer in ihrem Betrieb beschäftigt sind. Wenn das Arbeitsverhältnis nach dem 31.12.2003 begründet wurde gilt zu ihren Gunsten das Kündigungsschutzgesetz dann, wenn mehr als 10 Arbeitnehmer in diesem Zeitpunkt in ihrem Betrieb beschäftigt gewesen sind. Sollte der Arbeitgeber Ihnen ordentlich wegen der Sachbeschädigung kündigen, stellt dieser Sachverhalt keinen Kündigungsgrund im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes dar, weil die Straftat nicht am Arbeitsplatz begangen wurde. In diesem Fall müssen Sie innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigungserklärung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Das Selbe gilt, wenn Ihnen der Arbeitgeber fristlos kündigen sollte. In diesem Fall ist die fristlose Kündigung zwar rechtwidrig und führt nicht zur Beendigung des Arbeitsvertrages. Sie müssen gegen diese aber in der selben Frist Kündigungsschutzklage erheben, damit die fristlose Kündigungserklärung nicht wirksam wird und schließlich doch das Arbeitsverhältnis beendet. Sollte Ihnen gekündigt werden, müssen Sie sofort einen Rechtsanwalt aufsuchen, der Sie in dieser Sache vertritt. Sie können die Kosten für den Rechtsanwalt als Schaden von ihrem Bekannten ersetzt verlangen, weil in der Bekanntgabe des Sachverhalts hinsichtlich der von Ihnen begangenen Sachbeschädigung gegenüber ihrem Arbeitgeber in der Absicht, dass Ihnen durch den Arbeitgeber gekündigt wird, eine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung durch ihren Bekannten liegt.

 

Vor diesem Hintergrund müssen Sie ihren Bekannten sofort mitteilen, das Sie ihn auf Schadensersatz wegen einer vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung in Anspruch nehmen, wenn Ihnen der Arbeitsvertrag infolge der Bekanntgabe der Sachbeschädigung gegenüber ihrem Arbeitgeber von diesen gekündigt wird

und Ihnen daraus irgendwelche Vermögensschäden entstehen sollten. Am Besten wäre es natürlich, wenn dies schriftlich durch einen Rechtsanwalt geschieht. Ich gehe davon aus, dass diese Ankündigung bei ihrem Bekannten zu der Einsicht führt, besser nicht ihren Arbeitgeber über die Sachbeschädgung zu informieren, um sich Ihnen gegenüber nicht schadensersatzpflichtig zu machen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 28.01.2010 um 10:07 Uhr EST

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