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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo ich habe 2004 eine Dpooelhaush lfte gebaut. Die andere

Kundenfrage

Hallo ich habe 2004 eine Dpooelhaushälfte gebaut. Die andere Haushälfte wurde ca. 7 monate später fertiggestell. Die Regen und Schmutzwasserschächte musste ich erstellen lassen und habe für beide hälften die Versogungen bezahlt. Die Anschlüsse sind zu 1/4 auf meinem Grundstück. Der Eigentümer von der anderen hälfte hat sich ohne mein Erlaubniss sich an die Schächte angeschlossen. Das Grundstück ist nach sondernutzungsrecht geteilt... Nun meine Frage Wie bekomme ich meine ca. 1900€ oder kann ich Nutungsgeld geltend machen. oder ist es wirklich so das alles was in Grund und Boden ist nicht zu mein Eigentum gehört.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:

In Ihrem Fall gibt es eigentlich nur zwei rechtliche Möglichkeiten. Entweder hat der Nachbar ein so genanntes Noteleitungsrecht Ihnen gegenüber. Dann wären Sie zur Duldung verpflichtet, könnten aber analog zum so genannten Notwegerecht gem. § 917 BGB ein so genanntes Noteleitungsrecht verlangen.

Sie könnten also für die Nutzung Ihres Grundstückes bzw. der Rohrleitungen die über Ihr Grundstück verlaufen, eine Entschädigung in Geld von dem Nachbarn verlangen.

Die andere Variante wäre, dass dieses Noteleitungsrecht nicht besteht und Sie demgemäß gegenüber dem Nachbarn eine Unterlassunganspruch aus § 1004 BGB sowie einen Schadensersatzanspruch aus § 823 Abs. 1 BGB hätten.

Im Endeffekt ist also die Kernfrage bei Ihnen, ob der Nachbar sich auf dieses so genannte Noteleitungsrecht berufen kann. Voraussetzung hierfür wäre, dass für den Nachbarn die einzige Möglichkeit darin besteht, sein Abwasser ordnungsgemäß abzuleiten, indem er Ihren Schacht benutzt.

Dies wäre nur dann der Fall, falls ein Anschluss an das öffentliche Wassersystemen für den Nachbarn unmöglich wäre. Dies hängt natürlich von den konkreten örtlichen Gegebenheiten ab und kann leider im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne ohne Kenntnis der genauen örtlichen Gegebenheiten nicht abschließend beurteilt werden.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagmorgen und ein erholsames Wochenende!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774