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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 920
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Hallo, habe einen Kunden der mich beauftragt hat einen Holzheizkamin

Kundenfrage

Hallo,
habe einen Kunden der mich beauftragt hat einen Holzheizkamin mit Solaranlage die er von einem Kaminhersteller bezogen hat für ihn in das bestehende System einzubinden.
Der Anschlussplan für diese einbindung wurde mitgeliefert war aber von der funktion für dieses Bauvorhaben nicht zu verwirklichen so das mann die Anlage noch mal umbauen musste.Nach Absprache mit dem Kunden sollte die Anlage nach den Umbaumaßnahmen noch 2 Wochen zur Probe laufen unser Monteur stand zu diesem Zeitpunkt immer in kontakt mit dem Kunden.Nach 1Woche rief mich der Kunde an und drohte mit einem Gutachter und einem Anwalt da diese Anlage nicht funktionieren würde.Nach ca. 4 Wochen traf mein Monteur zufällig die Frau des Kunden und sprach sie darauf an.Sie erklärte ihm das bis auf die fehlende Regelung die geliefert aber nach diesem Vorfall nicht mehr eingebaut wurde alles funktioniert.Würde ihm gerne jetzt eine Rechnung für geleistete Arbeiten zukommen lassen. Wie soll ich mich verhalten Lenz Gerhard
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für ihre Anfrage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Sie sollten dem Kunden anschreiben und ihm anbieten, die fehlende Regelung einzubauen. Sofern keine Abschlagszahlungen zwischen Ihnen un dem Kunden vereinbart wurden, können Sie den Werklohn für die Gesamtleistung erst dann vom vom Kunden verlangen, wenn der Kunde die Anlage nach Fertigstellung abgenommen hat. Vorher ist der Anspruch auf Vergütung nicht fällig. Deshalb rate ich Ihnen, nach der Fertigstellung der Anlage diese vom Kunden abnehmen zu lassen und sich eine schriftliche Abhahmebestätigung vom Kunden unterschreiben zu lassen. Danach können Sie den Kunden notfalls sofort einen Mahnbescheid in Höhe ihres Vergütungsanspruchs durch das zuständige Amtsgericht zustellen lassen.

 

Sollte der Kunde die Annahme ihres Angebots zur Fertigstellung des Werkerfolges Ihnen gegenüber verweigern und Ihnen damit keine Möglichkeit zur Fertigstellung der vereinbarten Leistungen geben, dann haben Sie Anspruch auf eine angemessene Entschädigung gegen den Besteller (§ 642 Abs.1 BGB). Gemäß § 642 Abs.2 BGB richtet sich die Höhe dieser Entschädigung einerseits nach der Dauer des Verzugs und die Höhe der vereinbarten Vergütung und andererseits nach demjenigen, was der Unternehmer infolge des Verzugs an Aufwendungen oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwerben kann.

 

Diesen Zahlungsanspruch können Sie ebenfalls durch Mahnbescheid beim Kunden geltend machen und diesen durch das zuständige Amtgericht dem Kunden zustellen lassen. Oder Sie beauftragen gleich einen Rechtsanwalt mit dem Forderungseinzug.

 

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben und stehe Ihnen gern für Rückfragen zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 13.01.2010 um 08:09 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ich möchte einen Satz ergänzen, der leider in meinen vorherigen Ausführungen unvollständig gewesen ist. Dieser muss richtig lauten: Gemäß § 642 Abs.2 BGB richtet sich die Höhe dieser Entschädigung einerseits nach der Dauer des Verzugs und die Höhe der vereinbarten Vergütung und andererseits nach demjenigen, was der Unternehmer infolge des Verzugs an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwerben kann.

 

Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Ihnen noch etwas unklar sein sollte.

 

Wenn Sie mit meiner Antwort einverstanden sind dann bitte ich darum, diese durch Akzeptierung zu bezahlen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

 



Verändert von KSRecht am 14.01.2010 um 20:42 Uhr EST