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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Meine RA sollte im Sommer 2009 die Scheidung einreichen.Sie

Kundenfrage

Meine RA sollte im Sommer 2009 die Scheidung einreichen.Sie war für mich bis Mitte Oktober nicht telef.noch persönl.erreichbar, noch wurde ich über irgendwelche aktivitäten informiert. Die Sekräterin informierte mich am Telefon daß sie keine Zeit hat und auch noch nichts unternommen hat und ich daraufhin Mitte Oktober mitteilte daß sie es bleiben lassen kann. Gestern erhielt ich dann von meiner RA eine Rechnung von 526€ für ihre Leistung worin sich auch ein Schreiben an das AG Reutlingen befand das angebl.mitte September weg geschickt wurde. Für mich nicht nachzuvoll ziehen für ws ich jetzt eientl.zahlen soll.Ist das üblich oder Gesetz?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltsschilderung zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz entsteht der Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts grundsätzlich dann, wenn mit dem Auftrag begonnen wurde. Fällig (das bedeutet dann darf der Rechtsanwalt das Geld auch von Ihnen fordern) ist dieser Anspruch grundsätzlich dann, wenn der Auftrag erledigt wurde.

Sofern Sie also der Rechtsanwalts Kollegen eine Vollmacht unterschrieben haben, wonach diese für Sie die Scheidung eingreifen sollen und sie die Scheidung für Sie eingereicht hat, ist die Rechtsanwältin schon tätig geworden.

In diesem Fall hätte sie einem grundsätzlich einen Vergütungsanspruch gegen Sie. Sofern die Beauftragung die Durchführung des kompletten Scheidungsverfahrens ist, darf die Kollegin von Ihnen nicht die volle Gebühr sondern gem. § 9 RVG lediglich eine angemessene Anzahlung verlangen.

Im Endeffekt wird es jedoch darauf ankommen, ob die Rechtsanwältin für Sie tatsächlich tätig geworden ist oder nicht. Dieses lässt sich aber sehr einfach nachprüfen. Sie sollten einfach beim Amtsgericht Reutlingen unter Nennung Ihres Namens anrufen und fragen, ob dort ein Scheidungsntrag in ihrem Namen gestellt wurde. Dann haben Sie absolute Sicherheit. Sollte ein solcher Antrag nicht gestellt und die Rechtsanwälten somit also nicht tätig geworden sein, hätte sie auch keinen Vergütungsanspruch, sodass Sie die Rechnung vollständig zurückweisen sollten.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/3088316

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