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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo! Mein Vater starb als ich 3 Wochen alt war 1951.Seine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo! Mein Vater starb als ich 3 Wochen alt war 1951.Seine Familie hatten/haben ein grosses/ Bauernhaus in Ulrichsberg ,der Elterste Bruder von meinem Vater hat dazumal meiner Mutter das Recht von der Erbe meines Vaters genommen.Jeder kontakt mit seiner Familie wurde danach gebrochen. Meine Mutter hat dazumal nicht die Kraft gehabt in ihrer verzweiflung um die Sache wieder spæter aufzunehmen . Ich habe nun die Familie vor einigen Jahren aufgesucht und gefunden. Ich selbst Wohne seit -62 in Schweden, meine Mutter seit -53 in der Schweiz. Die Frage von mir ist hætte Meine Mutter Heute noch das recht auf die Erbe? Wie soll mein in dieser Frage weitergehen?Als ich den Bruder getroffen habe hatte er kalte Fusse bekommen und wunderte was ich wollte.Wie ist es møglich das man Ihr das Recht der Erbe wegnehmen konnte. Konspiration in diesem kleinen Dorf ist meine Antwort, den mein Vater arbeitete und wohnte bei meinen dazumaligen grosseltern bevor er in Krebs starb. HG ANNA-MARIA PFOSER

Sehr geehrte Frau Pfoser,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihrer Frage wie folgt Stellung nehmen:

Ich gehe bei meiner Beantwortung davon aus, dass Ihre Eltern keinen Ehevertrag geschlossen haben, in dem sie dem Güterstand geändert haben. Demnach gehe ich davon aus, dass Ihre Eltern im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet gewesen waren.

Gem. § 1371,1931 BGB hätte Ihre Mutter daher von Ihrem Vater nach dem Gesetz in der Tat etwas geerbt und zwar genau die Hälfte. Sofern es ein Testament gegeben hat, durch welches Ihre Mutter enterbt worden ist, hätte sie immerhin noch einen Pflichtteilsanspruch gem. § 2303 BGB in Höhe von ¼ des Gesamtnachlasswertes gehabt.

Es bestand also ursprünglich ein Erbanspruch Ihrer Mutter bzw. zumindest ein entsprechender Pflichtteilsanspruch.

Problematisch ist allerdings, dass die Angelegenheit schon so viele Jahre her ist. Damals galt für erbrechtliche Ansprüche eine Verjährungsfrist von 30 Jahren gerechnet ab Kenntnis des Erben vom Erbfall. Da Ihre Mutter also bereits 1951 Kenntnis vom Erbfall hatte, sind entsprechende Ansprüche leider längst verjährt und daher nicht mehr durchsetzbar.

Auf einen Versuch könnte es Ihre Mutter allerdings ankommen lassen, vielleicht hat Sie ja Glück, dass sich die Personen, die zu Unrecht den Erbteil Ihrer Mutter vereinnahmt haben damals, sich nicht auf Verjährung berufen. Auf einen Rechtsstreit sollte es Ihre Mutter allerdings aus oben genannten Gründen nicht ankommen lassen.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben auch wenn ich es bedaure, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu können. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagmorgen und einen erfolgreichen Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.