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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16817
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Guten morgen, Sehr geehrte Damen und Herren, Meine Frage

Kundenfrage

Guten morgen,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Frage ist:
Mein Mann ist seit zwei Jahren im Vorruhestand und bekommt mit seiner Unfallrente 1700€uro monatlich an Rente. Er ist verpflichtet an seiner Ex-Ehefrau monatlich 200€uro Unterhalt zu zahlen.
Die Ex-Frau geht arbeiten und hat auch ein monatliches Gehalt von 1100€uro.
So ist meine Frage ob mein Mann verpflichtet ist weiterhin Unterhalt zu zahlen?

Mit freundlichen Grüssen
Margit Zmudzinski
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Renten stellen unterhaltsrechtlich "normale" Einkünfte dar, d.h. sie sind sowohl beim Unterhaltsschuldner als auch beim Unterhaltsgläubiger als Einkommen anzurechnen. Dabei ist es ganz egal, ob die Rente vor der Ehe, während der Ehe oder nach der Ehe erworben wurde oder ob die Rente auf dem Versorgungsausgleich beruht.

Eine Ausnahme besteht, soweit die Rente zumindest teilweise darauf beruht, dass der Unterhaltspflichtige nach der Scheidung Altersvorsorgeunterhalt gezahlt hat. Dieser Teil der Rente wird nicht als Einkommen mitgerechnet, sondern hinterher auf den Unterhaltsbedarf angerechnet. Näheres zu diesem Fall erfahren Sie weiter unten.

Bei der Bemessung des Unterhaltsanspruchs ist zu berücksichtigen, dass bei Renten der strikte Halbteilungsgrundsatz gilt: dem Unterhaltsgläubiger steht grundsätzlich die Hälfte der Differenz der Renten zu (also nicht lediglich 3/7 wie beim Erwerbseinkommen).

Beziehen beide (Ex-)Ehegatten nur Altersrente, so ist die Berechnung des Unterhalts im Grundsatz einfach: der Unterhalt beträgt 1/2 des Rentenunterschieds.

Etwas komplizierter ist die Rechnung, wenn nur einer der (Ex-)Eheleute Rente bezieht, der andere Ehegatte aber noch Erwerbseinkommen hat. Dann muss man bei demjenigen Ehegatten, der Erwerbseinkommen hat, erst den Erwerbstätigenbonus von 1/7 abziehen, sodann die Differenz der Einkommen bilden und davon dann die Hälfte nehmen.

Im Grunde genommen muss der Mann hier noch die 200 € zahlen, es sei denn, er kann sonstige vermehrte Ausgaben geltend machen.

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