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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich wohne seit zwanzig Jahren in Kanada. Mein Vater ist 1986

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich wohne seit zwanzig Jahren in Kanada. Mein Vater ist 1986 verstorben. Da er kein Testament hinterliess, war meine Mutter Haupterbin. Mein Bruder und meine zwei Schwestern erhielten Haeuser, wobei sie bei Uebergabe eine Erklaerung unterschrieben, dass sie somit abgefunden sind. Da ich zu der Zeit bereits im Ausland lebte, erhielt ich kein Haus in Deutschland, ich war noch nicht mal zur Testamentseroeffnung geladen.
Meine Mutter ist im Besitz von einem haus (von dem ich immer genommen habe, dass ich es mal erben werde, da meine Geschwister ausbezahlt sind) und etwa 100 ha von Grundbesitz. Da meine Geschwister eine Verzichtserklaerung unterschrieben haben, war ich immer in der Annahme, dass der verbleibende Besitz mir zugeschreiben wird (vor allem weil meine GEschwister erhebliche finanzielle Vorteile von meiner Mutter geniessen). Wie stehen meine Aussichten, diesen Besitz zu erben, falls meine Mutter sich entschliesst, ihn an meine Geschwister zu vermachen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihrer Frage wie folgt Stellung nehmen:

Da kein Testament vorhanden ist, muß der Sachverhalt nach dem gesetzlichen Erbrecht beurteilt werden. Maßgeblich ist das Recht des Staates , welches der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes zuletzt angehört hat. In Betracht kommt somit vor allem kanadisches Recht, gegebenenfalls noch deutsches Recht.

Nach beiden Rechtsordnungen (also sowohl nach kanadischem als auch nach deutschem Erbrecht) haben Sie als Abkömmling ein Erbrecht als gesetzliche Erbin. Da Sie nicht per Testament enterbt wurden, sind Sie nicht nur Pflichtteilsberechtigt, sonder voll erbberechtigt. Demnach haben Sie einen Anspruch auf Ihren Erbteil.

Dieser Anspruch ist aber nicht direkt auch Übertragung eines bestimmten Gegenstandes (hier also das Hausgrundstück in Deutschland), sondern auf eine anteilige Erbschaft am Nachlass gerichtet. Sie haben also einen bestimmten Miteigentumsanteil am gesamten Vermögen, also grundsätzlich an allen Vermögensgegenständen und Vermögenswerten.

Da Sie von den Beteiligten hier offensichtlich widerrechtlich übergangen worden sind, sollten Sie unbedingt einen im Ebrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben auch wenn ich es bedaure, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu können. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen restlichen Mittwochabend!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Meine gesamte Familie lebt in Deutschland, d.h. das kanadische Recht ist nicht relevant. Nach dem neuen Erbrecht sind Schenkungen etc. ncht mehr auf die bisherigen zehn Jahre befristet. Falls meine Mutter nun die verbliebenen Immobilien an meinen Bruder vermacht, wie komme ich denn da zu meinem Recht?

 

Sehr geehrterr Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sher gerne wie folgt beantowrten möchte:

Mit der 10-Jahres Frist meinen Sie bestimmt die des Pflichtteilsergänzungsanspruches gem. § 2325 BGB. Diese Frist gilt nach wie vor (ein neues Erbecht gibt es insowiet garnicht), ist aber für Sie (zum Glück) sowieso nicht von Bedeutung, da Sie nicht bloß Pflichtteilsberechtigter, sondern vielmehr Erbe erster Ordnung gem. § 1924 BGB sind.

Sofern Ihre Mutter die Immobilien an Ihren Bruder vermacht, wozu sie nicht berechtigt ist, da Sie Miteigentümer als Miterbe sind, müssten Sie Ihre Ansprüche auf anteilige Grundbuichumschreibung gegenüber Ihrem Bruder geltend machen.

Bei Interesse wäre Ihnen meine Kanzlei unter Anrechnuna der hier entstandenen Kosten hierbei sehr gerne behilflich.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantowrtet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehme Nacht!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774



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