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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Eine Haush lfte wurde mir vor 13 Jahren von meinem verstorbenen

Kundenfrage

Eine Haushälfte wurde mir vor 13 Jahren von meinem verstorbenen Mann geschenkt und im Grundbuch bin ich seit der Zeit als hälftige Besitzerin
eingetragen. Gehört meine Hälfte in die Erbmasse
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihrer Frage wie folgt Stellung nehmen:

Da Sie bezüglich der Haushälfte als grundbuchliche Eigentümerin eingetragen sind, ist diese Hälfte der Erbmasse entzogen (also in Bezug auf die Erben Ihres Mannes).

Eine andere Frage ist, ob die Schenkung bei der Berechnung von Pflichtteilsansprüchen im Rahmen des sog. Pflichtteilsergänzungsanspruches gem. § 2325 BGB zu berücksichtigen sind.

Nachfolgend habe ich Ihnen diese Vorschrift zum besseren Verständnis beigefügt:

§ 2325 BGB


Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen

(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Werte in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.

(3) Die Schenkung bleibt unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind; ist die Schenkung an den Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe.

Gem. § 2325 Abs. 3 BGB beginnt die Zehnjaresfrist erst mit Beendigung der Ehe, welche auch durch den Tod eines Ehegatten eintreten kann.

Auf gut Deutsch ausgedrückt:

Sofern eventuelle Pflichtteilsberechtigte (insbesondere

Kinder) vorhanden sind, so wird der Wert der an Sie vor 13 Jahren übertragenen Haushälfte bei der Berechnung der Höhe des Pflichtteilsanspruches mit berücksichtigt bzw. angerechnet.

Dies ändert aber nichts daran, dass die Haushälfte an sich nicht in den Nachlass fällt,Ihre Hälfte also definitiv nicht in die Erbmasse gehört.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag und einen entspannten vierten Advent!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774



Verändert von Danjel-Philippe Newerla am 20.12.2009 um 20:07 Uhr EST