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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 895
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Hallo,meine freundin war verheiratet und hat in der ehe mit

Kundenfrage

Hallo,meine freundin war verheiratet und hat in der ehe mit ihrem mann ein auto gekauft.dies wurde finanziert,der mann ist 1.kreditnehmer und sie die bürgin. jetzt haben sie sich getrennt und sind mittlerweile geschieden,da sie kein führerschein hat braucht sie das auto nicht und er ist im fahrzeugbrief eingetragen,deshalb hat er das auto behalten mit der kondition das er den kredit weiterbezahlt..leider zahlt er nicht weiter. die bank möchte das geld jetzt von ihr haben deshalb tut ihr anwalt sein lohn pfänden. mittlerweile hat die bank das auto geholt und veräussert wobei ein restbetrag übriggeblieben ist,das die bank von ihr will. warum kommt sie nicht aus dem vertrag raus.ich glaube das ihr anwalt nicht kompetent genug ist für diesen fall. sie hat zwar als bürge unterschrieben aber sie hat nichts mehr mit dem auto zu tun gehabt seit der trennung.hat sie jetzt die A...karte gezogen oder kann man ihr helfen.
für eine schnelle bearbeitung vielen dank XXXXX XXXXX gruss A.P.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

wenn ihre Freundin eine Bürgschaft für die Darlehenrückzahlung und die Ansprüche auf Verzinsung aus dem Darlehensvertrag ihres Ehemannes übernommen hat, ist diese grundsätzlich gemäß § 765 Abs.1 BGB verpflichtet, diese Ansprüche als Bürgen zu erfüllen, wenn ihr Ehemann Zahlungsunfähig geworden ist. Voraussetzung ihrer Haftung in diesem Fall ist aber, dass gemäß

der Bürgschaftsvertrag mit der finanzierenden Bank gemäß § 766 S. 1 BGB schriftlich abgeschlossen wurde, sonst ist dieser unwirksam und eine Haftung

der Ehefrau scheidet aus. Weiter hat die Eherfrau gemäß die Einrede der Vorausklage aus § 771 BGB, d.h. die den Autokauf kann ihre Freundin nur dann aus der Bürgschaft in Asnpruch nehmen, wenn diese zuvor erfolglos versucht hat, ihre Forderungen aus dem Darlehensvertrag mit dem füheren Ehemann auf den Weg der Zwangsvollstreckung einzuziehen. Aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt kann ich leider entnehmen, dass die Ansprüche der Bank gegen den Ehemann aus dem Darlehensvertrag bereits tituliert sind, da Sie über ihren Anwalt den Lohn des früheren Ehamannes pfänden ließ und auch das Kfz. Da trotz dieser Maßnahmen der Zwangsvollstreckung nach ihren Ausführungen eine vollständige Befriedigung der Ansprüche aus dem Darlehensvertrag der Bank durch den früheren Ehemann nicht erfolgt ist, kann ihre Freundin sich nach dem Wortlaut des § 771 BGB nicht mehr gegenüber dem Bürgschaftsanpruch der Bank auf Zahlung der noch offenen Darlehensraten und Zinsen auf die Einrede der Vorausklage berufen.

 

Vor diesem Hintergund ist es leider so, dass die Bank aus der Bürgschaft gemäß

§ 765 Abs.1 BGB berechtigt ist, ihre Freundin zur Begeleichung der noch nicht erfüllten Zahlungsansprüche aus dem Darlehensvertrag in Anspruch zu nehemen.

 

Mit freundlichen Grüssen,

KSRecht



Verändert von KSRecht am 04.12.2009 um 10:30 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, bitte entschuldigen Sie die Form meiner vorherigen Ausführungen. Bitte nehmen Sie die folgenden zur Kenntnis:

 

Wenn ihre Freundin eine Bürgschaft für die Darlehenrückzahlung und die Ansprüche auf Verzinsung aus dem Darlehensvertrag ihres Ehemannes übernommen hat, ist diese grundsätzlich gemäß § 765 Abs.1 BGB verpflichtet, diese Ansprüche als Bürgen zu erfüllen, wenn ihr Ehemann zahlungsunfähig geworden ist. Voraussetzung ihrer Haftung in diesem Fall ist aber, dass der Bürgschaftsvertrag mit der finanzierenden Bank gemäß § 766 S. 1 BGB schriftlich abgeschlossen wurde, sonst ist dieser unwirksam und eine Haftung ihrer Freundin scheidet aus. Weiter hat ihre Freundin gemäß die Einrede der Vorausklage aus § 771 BGB, d.h. die Bank kann ihre Freundin nur dann aus der Bürgschaft in Anspruch nehmen, wenn diese zuvor erfolglos versucht hat, ihre Forderungen aus dem Darlehensvertrag mit dem füheren Ehemann auf dem Weg der Zwangsvollstreckung einzuziehen. Aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt kann ich leider entnehmen, dass die Ansprüche der Bank gegen den Ehemann aus dem Darlehensvertrag bereits tituliert sind, da diese über ihren Anwalt den Lohn des früheren Ehamannes pfänden ließ und auch das Kfz. Da trotz dieser Maßnahmen der Zwangsvollstreckung nach ihren Ausführungen eine vollständige Befriedigung der Ansprüche aus dem Darlehensvertrag der Bank durch den früheren Ehemann nicht erfolgt ist, kann ihre Freundin sich nach dem Wortlaut des § 771 BGB nicht mehr gegenüber dem Bürgschaftsanpruch der Bank auf Zahlung der noch offenen Darlehensraten und Zinsen auf die Einrede der Vorausklage berufen.

 

Vor diesem Hintergund ist es leider so, dass die Bank aus der Bürgschaft gemäß

§ 765 Abs.1 BGB berechtigt ist, ihre Freundin zur Begeleichung der noch nicht erfüllten Zahlungsansprüche aus dem Darlehensvertrag in Anspruch zu nehmen.

 

Mit freundlichen Grüssen,

KSRecht



Verändert von KSRecht am 04.12.2009 um 10:45 Uhr EST
K. Severin und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Meine Freundin hat bis jetzt keine rate bezahlt und auch nichts von der bank unterschrieben. die raten werden durch die pfändung des lohnes vom ehemann bezahlt. aber sie möchte einfach nichts mehr zu tun haben damit. heist es das sie jetzt den restbetrag zahlen muss oder kann sie es verweigern.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, wenn ihre Freundin kein schrifliches Bürgschaftsversprechen gemäß § 766 S.1 BGB für die Darlehensrückzahlung unterschrieben hat, ist kein wirksamer Bürgschaftsvertrag mit der Bank zustandegekommen. Die Bank hat dann keine Zahlungsansprüche gegen ihre Freundin. Bitte beachten Sie weiter, dass in dieser Situation auf gar keinen Fall mehr irgend eine Zahlung durch ihre Freundin an die Bank erfolgen darf. Denn sonst besteht gemäß § 766 S.2 BGB die Gefahr, dass ein wirksamer Bürgschaftsvertrag durch die Zahlung an die Bank zustandekommt, wenn sich ihre Freundin zuvor mündlich als Bürgen gegenüber der Bank dazu verpflichtet hat oder haben sollte, für die Darlehensrückgewährung aus der KfZ-Finanzierung rechtlich für ihren früheren Ehemann einzustehen. Dies würde zu einer Haftung ihrer Freundin als Bürgen führen.

 

MfG,

KSRecht



Verändert von KSRecht am 04.12.2009 um 11:32 Uhr EST
K. Severin und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie hat nur damals den Kreditvertrag als bürge unterschrieben,sonst hat sie nachträglich nach der trennung nichts unterschrieben und auch keine zahlung an die bank geleistet. also in kurzform sagen sie das sie den dahrlen zurückzahlen muss wenn nicht der ehemann dafür aufkommt?
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, um ihre letzte Rückfrage zu beantworten:

 

ihre Freundin muss zahlen!

 

Ich verweise diesbezüglich auf meine Ausführungen, die ich vor Stellung ihrer ersten Rückfrage gemacht habe.

 

Etwas anderes könnte sich nur dann ergeben, wenn der Anspruch aus der Bürgschaft verjährt ist. Dieser verjährt gem. § 195 BGB innerhalb von drei Jahren mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, d.h. der schriftliche Bürgschaftsvertrag von ihrer Freundin unterschrieben wurde (§199 Abs.1 Nr.1 BGB). Ist Verjährung eingetreten, kann ihre Freundin die Zahlung an die Bank aus der Bürgschaft verweigern. Bitte prüfen Sie deshalb, wann ihre Freundin das schriftliche Bürgschaftsversprechen unterschrieben hat oder lassen Sie die Verjährung durch einen Anwalt prüfen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Freitag-Nachmittag.

 

Mit freundlichen Grüßen,

KSRecht

 

 



Verändert von KSRecht am 05.12.2009 um 07:25 Uhr EST

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