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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 887
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Guten Morgen,ich habe folgende Frage bez glich meiner 12-j riger

Kundenfrage

Guten Morgen, ich habe folgende Frage bezüglich meiner 12-jähriger Tochter. Und zwar: mit meinem "Ex"-Mann leben wir seit 5 Jahren getrennt. Die Scheidung ist am Laufen. Die Kinder wohnen bei mir. Der älterste 18 j.alt, die 12 Jahre alte Tochter und 10 Monate altes Baby aus der neuer Beziehung. Die Kinder von meinem Lebenspartner wohnen auch bei uns. Also eine 7 Köpfige Familie. Die Kinder von mir sind fast jedes Wochenende bei ihrem Papa. Wir haben gemeinsames Sorgerecht. Gestern hatten meine Tochter und ich Stress wegen ihrem Handy. Zum Anschluß warf sie mir vor ich würde ihr zu viel verbieten und sie fühle sich bei mir nicht mehr wohl.Die würde deswegen jetzt zum Papa ziehen. Mit dem Vater von ihr habe ich telefoniert und er würde seine Tochter in jeder Lebenslage unterstützen wollen. Das heißt kann ruhig kommen. Was ich absolut absurd finde! Wir können doch nicht zulassen dass die pubertierende Kinder uns an der Nase Tanzen!! Wie sieht es denn rechtlich aus? Kann das Kind es zu jder Zeit selbst entscheiden?

mit freundlichen Grüßen

Wlada Braun

Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, zunächst bedanke XXXXX XXXXX für ihre Anfrage.

 

Aufgrund des von Ihnen vorgetragenen Sachverhalts gebe ich folgende Antwort:

 

Sofern getrennt lebenden Eltern das gemeinsame Sorgerecht für gemeinsame Kinder rechlich zusteht, wird die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts durch § 1687 Abs.1 und 2 BGB geregelt. § 1687 Abs.1 BGB hat folgende Wortlaut:

Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidung in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des alltäglichen Lebens. Entscheidungen des alltäglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuänderden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung.

Ihre Tochter hat damit nach dieser Bestimmung als minderjähriges Kind überhaupt keine Entscheidungsbefugnis darüber, bei welchem Elternteil es leben und wohnen will. Wäre der sorgerberechtigte Vater damit einverstanden, dass ihre Tochter zu ihm zieht, so kann er diese Entscheidung nicht allein für ihre gemeisame Tochter treffen, sondern es ist dafür ein gegenseitiges Einvernehmen zwischen den Eltern erforderlich, da es sich bei einem Umzug zum Vater von Ihnen um eine Entscheidung von erheblicher Bedeutung für ihre Tochter handelt. Ohne ihr Einverständnis kommt also auf gar keinen Fall ein Umzug zum Vater in Frage. Wann und wie oft ihre Tochter das von Ihnen zur Verfügung gestellte Handy benutzen kann, ist allein von ihrem erzieherischen Ermessen abhängig, da ihre Tochter sich gewöhnlich mit Einwilligung des Vaters bei Ihnen aufhält und § 1687 Abs.1 BGB für diesen Fall bestimmt, dass Sie bei einer solchen Angelegenheit des täglichen Lebens alleine die erzieherischen Entscheidungen treffen können.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben.

 

MfG, KSRecht



Verändert von KSRecht am 27.11.2009 um 09:47 Uhr EST
K. Severin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für Ihre Antwort. Ich glaube nicht dass es so weit kommen wird, aber was bin ich berechtigt zu machen wenn das Kind nach dem Wochenendebesuch beim Vater es verweigert nach hause zu fahren? Oder der Vater gibt mir das Kind "nicht frei"?

 

mfG,

Braun

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin.

 

gemäß § 1627 BGB haben die Eltern die elterliche Sorge in eigener Verantwortung und im gegenseitigen Einverständnis zum Wohl de Kindes auszuüben. Bei Meinungsverschiedenheiten müssen Sie versuchen, sich zu einigen. Weiter bestimmt § 1928 BGB , dass wenn sich die Eltern in einer einzelnen Angelegenheit oder in einer besimmten Art der Angelegenheiten der elterlichen Sorge, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, nicht einigen, das Familiengericht auf Antrag eines Elternteils die Entscheidung einem Elternteil übetragen kann. Die Übertragung kann mit Beschränkungen oder mit Auflagen verbunden werden. Wenn der Vater ihr Kind nach einem Wochenendbesuch bei sich gegen ihren Willen nicht freiwillig zu Ihnen nach Hause schickt und dieses bei sich behält, können Sie einen Antrag beim Familiengericht stellen, dass das Kind aufgrund ihrer Entscheidung wieder zu Ihnen zurückkehren soll, da es sich bei der Entscheidung, bei welchem Elternteil das Kind wohnt, um eine Entscheidung von erheblicher Bedeutung für ihr Kind handelt. In dieser Situation müssten Sie sich aber durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen, damit das Verfahren vor dem Familiengericht reibungslos erfolgt.

 

MfG,

KSRecht



Verändert von KSRecht am 27.11.2009 um 13:38 Uhr EST

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