So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Danjel Newerla.
Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, ich wohne seit etwas mehr als drei Jahren in Schweden.

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
ich wohne seit etwas mehr als drei Jahren in Schweden. Hezte erhielt ich einen Inkassobescheid von einem in Schweden ansässigen Unternehmen (Profina) über eine angeblich noch bestehende Forderung der LBS Hessen Thüringen. Im Inkassobrief sind jedoch keine Einzelheiten zur Forderung enthalten, nur das ich inklusive aufgelaufener Zinsen 4698,17 Euro bezahlen soll. Meines Wissens wurden aber sämtliche Forderungen der LBS bei der Zwangsversteigerung meines ehemaligen gemeinschaftlichen Eigentums (gesch. Ehefrau) aufgerechnet. Wie sollte ich vorgehen?
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung haben Sie die offene Forderung gegenüber der LBS bereits beglichen bzw. die LBS hat diese Forderung im Wege der Zwangsvollstreckung beigetrieben, sodass diese gem. § 362 BGB erloschen ist.

Es ist auch für mich nicht nachvollziehbar, weshalb das Inkassounternehmen die Forderung nun gegen Sie geltend macht und insbesondere keine Einzelaufstellung vorhanden ist. Ich könnte es mir höchstens so vorstellen, dass das Inkassounternehmen nichts von der Zwangsvollstreckung weiß.

Ich rate Ihnen daher an zunächst nicht zu zahlen. Sie sollten das Inkassounternehmen über den Sachverhalt informieren und idealerweise Belege dafür beifügen, dass die Forderung bereits beglichen wurde.

Darüber hinaus sollten Sie sich einen Nachweis für die Berechtigung des Inkassobüros vorlegen lassen. Das Inkassobüro muss ihnen gegenüber nämlich belegen können, dass die Forderung seitens der LBS wirksam an das Inkassounternehmen abgetreten worden ist.

Zudem sollten Sie auf eine einzelne Auflistung bestehen, dass Sie überhaupt erst errechnen können ob und in welcher Höhe Inkassobüro angefallen sind und ob diese überhaupt rechtmäßig sind.

In der jetzigen Form brauchen Sie auf die Aufforderung des Inkassounternehmens zumindest vorläufig nicht zu zahlen bis der Sachverhalt geklärt ist.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine
völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.