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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung:  Steuerrecht, Zivilrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Guten Tag, Ich hatte eine Gmbh & Co. KG, diese Firma ist

Kundenfrage

Guten Tag,

Ich hatte eine Gmbh & Co. KG, diese Firma ist bereits erloschen (aus dem Handelsregister ausgetragen mit vorheriger Veröffentlichung im Bundesanzeiger usw.). Jetzt fordert die Bank, bei der ich das Geschäftskonto hatte, den Ausgleich des Kontos.

Wie verhält sich das ? Muß ich für eine Firma die nicht mehr existiert, noch das damalige Geschäftskonto ausgleichen?

Besten Dank für Ihre Antwort.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

sofern ihre Bank einen Rechtsanspruch auf Ausgleich eines Geschäftskontos aus einem Kontovertrag mit der GmbH & Co.KG nach deren Auflösung geltend machen sollte, verjährt dieser Anspruch gemäß §§ 159 Abs.1 und Abs. 2, 161 Abs.2 HGB gegen einen Kommanditisten der aufgelösten GmbH & Co.KG innerhalb von fünf Jahre ab Ende des Tages, an welchem die Auflösung der Gesellschaft im Handelsregister des für den Sitz der Gesellschaft zuständigen Gerichts eingetragen worden ist, sofern der durch ihre Bank geltend gemachte Anspruch nicht einer früheren gesetzlichen Verjährungsfrist unterliegt. Die Haftung des Kommanditisten im zuvor ausgeführten Sinn entfällt allerdings dann, wenn dieser gemäß § 171 Abs.1 Satz. 2 HGB seine Einlageverpflichtung gegenüber der GmbH & Co.KG erfüllt hat. Für die GmbH als unbeschränkt persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der GmbH & Co.KG gelten meine vorherigen Ausführungen abgesehen von der Haftung des Kommanditisten entsprechend, d.h. die GmbH haftet nach Eintragung der Auflösung der GmbH & Co.KG im Handeslregister für Gesellschaftsschulden dieser Gesellschaft noch fünf Jahre lang, wenn nicht für den Anspruch der Bank aus dem Kontovertrag mit der GmbH & Co.KG eine kürzere gesetzliche Verjährungsfrist gilt. Die zuvor dargestellte fünfjährige Verjährungsfrist gilt unabhängig von der Löschung der Firma der Gesellschaft im Handelsregister. Wird der Anspruch des Gläubigers gegen die Gesellschafter aus Gesellschaftsverbindlichkeiten (hier gegebenfalls der Anspruch der Bank gegen die GmbH & Co.KG auf Glattstellung eines Kontosolls) gemäß § 159 Abs.3 HGB erst nach der Eintragung fällig, so beginnt die Verjährung mit dem Zeitpunkt der Fälligkeit.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüssen, KSRecht



Verändert von KSRecht am 25.11.2009 um 19:59 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ausgetragen wurde die GmbH & Co. KG am 19.06.2009. Der Notar sagte damals, daß Gläubiger während dem 1 Jahr Veröffentlichung Zeit hätten, Forderungen geltend zu machen. Danach nicht mehr. Ist das jetzt eine Sonderregelung?

 

Wie verhält es sich mit der Einlageverpflichtung gegenüber der GmbH & CO. KG? Wie kann ich das jetzt noch feststellen?

 

Was muß ich nun machen - den Kontovertrag habe ich nicht mehr - damit ich das Konto nicht ausgleichen muß?

 

Vielen Dank!

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, es handelt sich bei der von mir zitierten Bestimmung um keine Sonderregelung, sondern um geltendes Recht. Die Bank kann also einen Ausgleich des Geschäftskontos nach den Ausführungen, die ich bereits gemacht habe, von den ehemaligen Gesellschaftern der GmbH & Co.KG fordern, wenn die Austragung am 19.06.2009 erfolgte. Wer Kommanditist der GmbH & Co.KG gewesen ist, müsste sich aus dem notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag ergeben. Wer die Einlageverpflichtung als Kommanditist erfüllt hat, müsste sich doch für Sie als Beteiligter an der GmbH & Co.KG erschließen durch Einblick in die Bilanz. Dort sind die Einlagenkonten der Kommanditisten aufgeführt und aus diesen lässt sich entnehmen, ob und wieviel der Kommanditist auf sein Einlageverpflichtung geleistet hat. Wenn Sie das Konto nicht ausgleichen wollen, dann müssen Sie der Bank erklären, dass Sie

nicht für Glattstellung des Kontosaldos persönlich verpflichtet sind, weil der Kontoertrag mit der GmbH & Co.KG bestanden hat und Sie persönlich nicht haften, weil entweder die GmbH als Komplemtärin der GmbH & Co.KG oder Sie ein Kommanditist der GmbH & Co.KG sind, der nicht haftet, weil er seine Einlageverpflichtung erfüllt hat. Wenn Sie den Kontovertrag nicht mehr besitzen, dann lassen Sie sich eine Kopie von der Bank geben. Wenn Sie das Konto dann nicht freiwillig ausgleichen, muss die Bank gegen Sie ein Mahnverfahren wegen der offenen Zahlungsansprüche einleiten oder sofort klagen. In diesem Fall muss die Bank beweisen, dass Sie einen Anspruch gegen Sie persönlich hat. Dann können Sie ihre Einwende dagegen vortragen, d.h. dass Sie nicht persönlich haften aus den von mir ausgeführten Gründen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Sie den Kontovertrag persönlich und nicht als Geschäftsführer der GmbH & Co.KG geschlossen haben sollten. In diesem Fall wären Sie direkt aus dem Kontovertrag berechtigt und verpflichtet.

 

Mit freundlichen Grüssen,

KSRecht



Verändert von KSRecht am 26.11.2009 um 15:12 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

noch eine Rückfrage: Habe mir gerade eine Bilanz der GmbH & CO KG geholt.

Darin steht unter Rechtliche Verhältnisse bei Gesellschafter:

- Komplementär Firma xy GmbH, ohne Kapitaleinlage

- Kommanditist, mein Name und EUR 5.000

 

Das Bankkonto läuft auf die GmbH & Co. KG

 

Ist damit die Einlageverpflichtung erfüllt.

 

Herzlichen Dank für Ihre tolle Hilfe.

 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

wenn Sie als Kommanditist EUR 5000,- als Einlageverpflichtung eingezahlt haben auf ihr Einlagekonto laut Bilanz der GmbH & Co.KG, erlischt ihre Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten gemäß § 171 Abs.1 S.2 HGB. Es müssten dann auf ihrem Einlagenkonto als Kommanditist auf der Habenseite EUR 5.000,- gutgeschrieben sein, damit ihre Einlageverpflichtung erfült ist.

 

Die Buchung bei der GmbH & Co.KG müsste dann wie folgt vorgenommen worden sein:

 

Kontokorrentkonto GmbH & Co.KG EUR 5000.- an Einlagenkonto Kommanditist

(ihr Name) EUR 5.000,-

 

Dementsprechend müsste bei Einzahlung der Kommanditisteneinlage in Höhe von EUR 5.000,- eine Gegenbuchung in Höhe von EUR 5.000,- als Zugang auf der Sollseite des Kontokorrentkontos der GmbH & Co.KG erfolgt sein oder wenn Sie in bar gezahlt haben sollten, sich der Kassenbestand durch Zugang auf dem Konto Kasse um EUR 5.000,- erhöht haben. Bitte schauen Sie in ihrer Buchhaltung nach, ob ein entsprechender Geschäftsvorfall gebucht wurde bei der GmbH & Co.KG.

 

Mit freundlichen Grüssen

KS Recht



Verändert von KSRecht am 26.11.2009 um 16:28 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller ich würde gerne wissen, ob Sie mit meinen Auskünften in der Lage sind, ihr vorgetragenes Problem zu lösen.

 

Mit freundlichen Grüssen

KSRecht

 



Verändert von KSRecht am 26.11.2009 um 19:16 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Darf ich Sie noch etwas anderes fragen ? Ich bin seit 17.11.08 im Angestelltenverhältnis mit einem Jahresurlaub von 10.5 Tagen (Teilzeit 60h/Monat). Zum 15. September 2009 habe ich verkürzt auf Teilzeit 32h/Monat). Nun habe ich meine Kündigung zum 01.01.2010 erhalten.

 

1. Wieviel Urlaub steht mir insgesamt zu?

2. Macht es einen Unterschied ob mir zum 31.12.09 oder zum 01.01.2010 gekündigt wurde?

3. Als Alleinerziehende habe ich doch Sonderurlaub, wenn meine Kinder krank sind. Das war 2-3x der Fall; ich habe aber die Fehlstunden immer wieder reingearbeitet. Kann ich mir die rückwirkend wieder als Urlaub gutschreiben lassen?

 

Für ihre Hilfe habe ich ja schon einen Teil bezahlt; wie bezahle ich den Rest ?

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, zunächst zur Frage der Bezahlung. Für meine Rechtsauskünfte bezüglich ihrer Fragen zur Haftung bei der GmbH & Co.KG habe ich noch keine Zahlung von Ihnen erhalten. Es wäre nett, wenn Sie dies durch Akzeptierung meiner Antworten veranlassen würden.

 

Bezüglich der zweiten arbeitsrechtlichen Frage müssten Sie sich bitte erneut mit dieser Frage bei Justanswer gegen Zahlung eines weiteren Batrages ihrer Wahl anmelden.

 

Mit freundlichen Grüssen

KSRecht

 

 

 



Verändert von KSRecht am 27.11.2009 um 08:40 Uhr EST
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung: Steuerrecht, Zivilrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Ich habe noch eine kurze Frage dazu. Wenn die Einlageverpflichtung erfüllt ist, heißt das, das ich das Konto nicht ausgleichen muß. Richtig, oder? Wer haftet dann dafür? Hätte das einen Eintrag in der Schufa zufolge?

 

Herzlichen Dank für eine baldige Antwort.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, ihre Frage beantworte ich sehr gerne wie folgt:

Ihre Einlageverpflichtung haben Sie aufgrund Gesellschaftsvertrags bezüglich der GmbH & Co.KG in Höhe von EUR 5.000,- übernommen. Wenn Sie diesen Betrag an die Gesellschaft bezahlt haben, erlischt ihre persönliche Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten der GmbH & Co.KG gemaä § 171 Abs.1 HGB, 2 Halbsatz. Sollten Sie ihre Einlagverpflichtung nicht erfüllt haben, haften Sie den Gläubigern der Gesellschaft gemäß § 171 Abs.1 HGB, 1 Halbsatz bis zur Höhe der Einlage unmittelbar, d.h. bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 5.000,-. Die Nichtleistung der Einlage führt nur dann unter Umständen zu einem Eintrag bei der Schufa, wenn Sie einem Gesellschaftsgläubiger infolge Nichtleistung der Kommanditeinlage für eine Gesellschaftsverbindlichkeit persönlich haften und aufgrund persönlicher Zahlungsunfähigkeit nicht in der Lage sind, die Gesellschaftsverbindlichkeit zu erfüllen. Voraussetzung für den Schufaeintrag ist hier jedoch, dass der Gesellschaftsläubiger Vertragspartner der Schufa ist.

 

Ich hoffe, damit ihre Frage beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen, KSRecht

 

K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 858
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Beraten Sie ausschließlich online oder kann man Ihnen die Bearbeitung übertragen? Ich weiß nicht so recht, wie ich der Bank gegenüber am Besten fachlich korrekt argumentieren kann.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Beraten Sie ausschließlich online oder kann man Ihnen auch die Bearbeitung der Frage übertragen? Ich weiß nicht so recht, wie ich der Bank gegenüber fachlich korrekt argumentieren kann.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

um ihre Frage zu beantworten: ich berate ausschließlich online. Wenn Sie einen

kompetenten Rechtsanwalt suXXXXX, XXXXXn wenden Sie sich bitte an die Rechtsanwaltskammer des Bundeslandes, in dem Sie wohnen. Geben Sie dazu bei Google den Begriff Rechtsanwaltskammer und das Bundesland in dem Sie wohnen, ein, damit Sie auf die Webpage der zuständigen Rechtsanwaltskammer gelangen. Dort steht die Telefonnumer der zuständigen Rechtsanwaltskammer. Am Besten lassen Sie sich einen Fachanwalt für Gesellschaftsrecht empfehlen. Dieser sollte in der Lage sein, Sie optimal in ihrer Sache zu vertreten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die Info, werde ich wohl machen, aber ich muß heute der Bank antworten. Könnten Sie mir eine Hilfestellung was ich denen schreiben soll. Sie fordern mich auf, den Betriebsmittelkredit zurückzuzahlen. Würden Sie an meiner Stelle gleich mit ihrer ausführlichen Argumentation antworten oder was würden Sie denen im ersten Step antworten?
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für ihre Anfrage.

 

Wenn Sie ihre Einlageververpflichtung gegenüber der GmbH & Co über EUR 5.000,- erfüllt haben und darüber einen Beleg haben, dann haften Sie persönlich nicht gegenüber der Bank. Dies würde ich der Bank schreiben und den Beleg über die Einzahlung sowie eine Kopie der Bilanz, aus der sich die Höhe ihrer Einlagverpflichtung ergibt, vorlegen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich möchte Ihnen noch eine Hilfestellung geben. Wenn Sie ihre Bilanz auf die Frage prüfen, ob Sie ihre Einlagverpflichtung erfüllt haben, können Sie dies auf folgende Art und Weise feststellen:

 

Auf der Passiveseite der Bilanz steht der Betrag, den Sie als Kommanditeinlage übernommen haben. Dieser weist die Höhe ihrer Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten aus. Dieser Posten ist immer gleich hoch unabhängig davon, ob Sie ihre Einlageverpflichtung erfüllt haben oder nicht.

 

Der Bilanzposten heißt dann Kommanditeinlage (ihr Name) EUR 5000.-

 

Sollten Sie die Einlageverpflichtung ganz oder teilweise nicht erfüllt haben sollten, wird dies auf der Aktivseite der Bilanz durch folgenden Bilanzposten ausgedrückt:

 

Ausstehende Einlagen (ihr Name) EUR 5000.- oder weniger

 

Haben Sie ihre Einlageverpflichtung hingegen erfüllt haben, darf dieser Posten auf der Aktivseite der Bilanz der GmbH und Co KG nicht gebildet worden sein.

 

Das Selbe gilt dann, wenn die GmbH und Co KG Gewinn in den jeweiligen Geschäftsjahr der Bilanzierung erwirtschaftet hat und mit den Ihnen gutgeschriebenen Gewinnanteilen der noch nicht gezahlte Einlagenbetrag vollständig ausgeglichen wurde.

 

Sollte das Konto ausstehende Einlagen noch nicht voll ausgeglichen sein, dann mindert sich dieser Betrag durch gutgeschriebene Gewinnanteile in entsprechender Höhe. In diesem Fall haften Sie aber weiter auf den vollen Betrag der von Ihnen übernommenen Einlageverpflichtung, bis dieser Betrag vollständig ausgeglichen ist.

 

Haben Sie ihre Einlagverpflichtung bei Gründung der GmbH & Co KG erfüllt, dann müssten Ihnen die eventuell erwirtschafteten Gewinne auf einem Gewinnateilskonto (ihr Name) gutgeschrieben worden sein. In der Bilanz wird ihr Gewinnanteil auf der Aktivseite durch den Posten sonstige Verbindlichkeiten in betragsmäßiger Höhe des Gewinnanteils ersetzt, weil die GmbH & Co KG ihnen die Auszahlung der Gewinnanteile schuldet und Sie auf deren Auszahlung einen Rechtsanspruch haben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 28.12.2009 um 09:16 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, ihr Schreiben sollten Sie wie folgt formulieren (wenn Sie ihre Einlagverpflichtung vollständig erfüllt haben):

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Sie forderten mich zuletzt mit Schreiben vom .. dazu auf, einen Betriebsmittelkredit in Höhe von EUR.. für die GmbH und Co KG an Sie zurück zu zahlen. Es handelt sich bei diesem Kredit um eine Gesellschaftsverbindlichlichkeit, da dieser auf den Namen der GmbH und Co KG durch die Geschäftsführung der Komplementär-GmbH aufgenommen wurde. Ich hafte als Kommanditisten nicht persönlich für die Rückzahlung dieses Kredits, weil es sich bei dieser Forderung um eine Gesellschaftsverbindlichkeit handelt und meine persönliche Haftung für diese ausgeschlossen ist, weil ich meine Einlageverpflichtung als Kommanditistin der Gesellschaft gegenüber vollständig erfüllt habe (§ 171 Abs.1 2 Halbsatz HGB).

 

Beweis: Kontobeleg über Einzahlung der Kommanditeinlage auf Konto der GmbH & Co KG sowie Vorlage der Bilanz, aus der sich Höhe ihrer Einlageverpflichtung ergibt).

 

Ich bitte deshalb darum, die Forderung auf Rückzahlung des Kredits nicht weiter bei mir geltend zu machen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Name



Verändert von KSRecht am 28.12.2009 um 11:58 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe und Hilfsbereitschaft. Das findet man heutzutage nicht oft. Ich werde gerne wieder auf Sie zukommen und Sie auch weiter empfehlen.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, es freut mich sehr, wenn Ihnen meine Antworten geholfen haben.

 

Ich hoffe, dass Sie ihr Problem mit der Bank jetzt hinter sich lassen können.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo nochmal. Ich muß jetzt nochmal nachfragen. Habe zwei Bilanzen aus dem Jahr 2000 vor mir. Die eine läuft auf die GmbH und Co KG, da steht unter gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen:

Haftendes Kapital: EUR 5000.-

Gesellschafter: Komplementär: die andere Firma sprich...Verwaltungs GmbH - ohne Kapitaleinlage. Kommanditist: mein Name und EUR 5.000

 

Und in der anderen Bilanz, sprich auf die Verwaltungs GmbH steht: gezeichnetes Kapital EUR 25.000, Gesellschafter: mein Name und EUR 25.000

Gegenstand: Übernahme der Komplementärstellung

 

Ist somit die Einmaleinlage erfüllt oder nicht? Mich verwirrt das sehr, weil bei Kapitaleinlage eben die 5.000 stehen.

 

Für eine baldige Antwort wäre ich sehr sehr dankbar.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, ihre Frage kann ich wie folgt beantworten:

 

Sie haften mit der Kommanditeinlage, die auf ihren Namen lautet für Gesellschftsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 5000,-, aber nur, wenn Sie nicht ihre Einlageverpflichtung gegenüber der GmbH & Co KG erfüllt haben (siehe dazu im Einzelnen meine vorherigen Ausführungen).

 

Wenn Sie die alleinige Gesellschafterin der GmbH gewesen sind, die ihrereseits Komplementärin der GmbH & Co KG gewesen ist, dann haften Sie als alleinige Gesellschafterin der GmbH nicht persönlich für die Gesellschaftsschulden der GmbH und Co KG, sondern die GmbH mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Diese ist nämlich als sogenannte juristische Person rechtsfähig und nimmt deshalb die Komplementärstellung im Rahmen der GmbH und Co KG selbst ein.

 

Sie persönlich haften also als Gesellschafterin der GmbH noch einmal ausdrücklich gesagt nicht für die Gesellschaftsverbindlichkeiten, die die GmbH aufgrund ihrer Komplementärstellung im Rahmen der GmbH & Co KG trägt.

 

Es bleibt also dabei: Sie haften nur mit ihrer Kommanditeinlage im Rahmen der GmbH & Co KG bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 5.000,- persönlich, wenn Sie diese Einlageverpflichtung gegenüber der GmbH & Co KG nicht erfüllt haben (siehe dazu im Einzelnen meine vorherigen Ausführungen).

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

 



Verändert von KSRecht am 04.01.2010 um 13:08 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

ok, in der Bilanz zum 31.12.2000 der GmbH & Co steht im Passiva unter dem Punkt Kommanditkapital (aber ohne meinen Namen) DM 9.779,15 = EUR 5000.- Im Aktiva der selben Bilanz taucht das nirgendwo mehr auf. Das ist das dann wohl, oder?

 

Ich war der Geschäftsführer mit Alleinvertretungsbefugnis. Mich macht nur stutzig, daß bei Gesellschafter Komplementär:...Verwaltungs GmbH - ohne Kapitaleinlage - steht.

Kommanditist: mein Name und eben die EUR 5000.-

 

muß ich der Bank die ganze Bilanz geben oder nur eine Kopie der Aktiva/Passiva Seite?

 

Vielen Dank für ihre guten Nerven mit mir:-)

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, Sie sollten der Bank die gesamte Bilanz vorlegen, weil sich nach ihren Ausführungen nur aus dieser die Haftungsverhältnisse in Bezug auf die GmbH und Co KG ergeben.

 

Die Frage, ob Sie ihre Kommaditeinlage geleistet haben, hängt davon ab, ob auf der Passivseite der Bilanz der GmbH & Co KG ein Posten "Ausstehende Einlagen" mit ihrem Namen ausgewiesen ist mit einem Betrag über EUR 5.000.- oder weniger. Ist dieser Passivposten in der Bilanz nicht vorhanden, dann haben Sie ihre Einlageverpflichtung über EUR 5.000,- gegenüber der GmbH & Co KG erfüllt und haften nicht mehr persönlich in Höhe dieses Betrags.

 

Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung zur Mindestkapitalaufbringung durch die GmbH im Rahmen der Gründung der GmbH & Co KG, wenn dies so im Gesellschaftsvertrag über die Gründung der GmbH und Co KG zwischen den Gesellschaftern vereinbart worden ist.

 

Ich hoffe, damit ihre Fragen beantwortet zu haben.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, erhalte ich von Ihnen für meine Antworten vom heutigen Tag ein Bezahlung durch Akzeptierung ?

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung: Steuerrecht, Zivilrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ist das noch nicht passiert? Ich hatte nach Beantwortung meiner letzten Frage Ihre Antwort akzeptiert. Bitte Info, falls das nicht geklappt hat.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für die Nachfrage. Sie haben bereits bezahlt. Vielen Dank.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von K. Severin am 08.01.2010 um 07:50 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Bank hat soeben zurückgeschrieben, daß sie sich damals bei Vertragsabschluß in Form einer Bürgschaft von mir abgesichert hätten und ich nun doch persönlich hafte. Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, aber wenn dem so wäre habe ich noch irgend eine Chance da raus zu kommen?
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, wenn Sie sich für die Rückzahlung des Darlehens persönlich als Bürge verpflichtet haben, dann kann die Bank Sie auf Rückzahlung des Darlehens in Anspruch nehmen, wenn diese keine Möglichkeit hat, die Forderung bei der GmbH und Co KG gerichtlich durchzusetzen. Allerdings setzt ein wirksames Bürgschaftsversprechen schriftform voraus. Das müsssen Sie unbedingt prüfen. Weiter verjährt der Anspruch aus der Bürgschaft innerhalb von drei Jahren mit Schluss des Jahres, in dem Sie die Bürgschaft für den Gesellschaftskredit vertraglich übernommen haben. Die Verjährung wird allerdings durch die jetzigen Verhandlungen über ihre Inanspruchnahme aus der Bürgschaft mit der Bank gehemmt, bis die eine oder andere Seite weitere Verhandlungen diesbezüglich verweigert. Die Verjährung tritt aber frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

 

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen jetzt dringend, einen Rechtsanwalt mit der Prüfung des Bürgschaftsanspruchs und ihrer Vertretung gegenüber der Bank zu beauftragen. Mit diesem können Sie notfalls eine Ratenzahlungsvereinbarung in Bezug auf dessen Vergütungsanspruch schließen.

 

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

 

 



Verändert von K. Severin am 08.01.2010 um 15:19 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Wenn ich mich tatsächlich als Bürge verpflichtet habe, dann war das bei Kontoeröffnung und das war im Jahre 1997. Somit müßte es lt. Ihrer Darstellung ja verjährt sein. Welches Fachgebiet muß der Anwalt haben, der dieses Bürgschaftsversprechen prüft?

Nochmals Danke & Schönen Abend.

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Es sollte sich am Besten um einen Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht handeln. Diesen können Sie sich bei der Rechtsanwaltskammer des Bundeslands, in dem Sie wohnen, per Tel. empfehlen lassen.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht

 

 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, auf einen Umstand muss Sie im Zusammenhang mit der Verjährung des Bürgschaftsanspruchs noch hinweisen. Die Verjährungsfrist kann unter Umständen durch die allgemeinen Geschäftsbedingungen ihrer Bank für den Bürgschaftsanspruch verlängert worden sein. Dies ist auch der Grund, weshalb ich Ihnen empfahl, einen Rechtsanwalt mit einer genauen Prüfung ihrer Unterlagen zu beauftragen. Nur in diesem Rahmen kann eine umfassende Prüfung ihrer Problematik erfolgen.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

 

KSRecht

 

 



Verändert von KSRecht am 08.01.2010 um 17:17 Uhr EST

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