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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo hier ist nochmal Petra Kreschich habe Ihnen gestern

Kundenfrage

Hallo hier ist nochmal Petra Kresch, ich habe Ihnen gestern nochmal eine Mail geschickt. Sie haben die Sachlage falsch verstanden. Wir verkauften einen Mercedes an einen Händler mit KFZ- Werkstatt. Der Händler kaufte dieses Auto für sich zur privaten Nutzung. Also Privat an Privat. Nach einem halben Jahr behauptete er, dieses Auto hatte einen Unfall. Nun stehen wir vor Gericht, weil er an der Stoßstange eine andere Lackierung festgestellt hat.

 

MFG Petra Kresch

Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrte Frau Kresch,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, wie ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Auch wenn sich die Sachlage für mich nun etwas anders darstellt, hat der Kern meiner Argumentation grundsätzlich Gültigkeit. Der Käufer muss also beweisen, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Übergabe durch Sie zwecks Erfüllung des Kaufvertrages einen Unfall hatte, den Sie arglistig verschwiegen hatten. Dies setzt zunächst voraus, dass Sie überhaupt davon wussten ,dass das Fahrzeug ein Unfall hatte und zweitens, dass es sich um einen Unfallwagen gehandelt hat.

Sollte sich beweisen lassen, dass die Stoßstangen schon vor Kaufvertragsschluß lackiert worden war, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt. Sofern Sie zum Beispiel darlegen und notfalls beweisen könnten, dass Sie die Stoßstangen etwa deshalb haben lackieren lassen, weil hierauf Kratzer waren und Sie die Stoßstangen aus optischen Gründen lackiert haben, so würde dieses das Fahrzeug noch nicht zum Unfallfahrzeug machen.

Im Endeffekt hätte also der Gegenseite grundsätzlich zu beweisen dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt, wobei die Umlackierung der Stoßstange ein starkes Indiz hierfür meines Erachtens aber noch kein unumstößlichen Beweis darstellt. Dieses Indiz könnten Sie wie von mir bereits eben ausgeführt aber auch entkräften in dem Sie darstellen können, dass eine Lackierung nicht deshalb stattgefunden hat, weil es einen Unfall gegeben hat.

Sollten Sie gar nicht nachweisbar gewusst haben, dass die Stoßstange umlackiert ist bzw. es sich um ein Unfallauto handelt, so wären Sie grundsätzlich aus der Sache schon aus diesem Gesichtspunkt raus.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und viel Erfolg!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt