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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, eine Anfrage im Internet nach

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
eine Anfrage im Internet nach einem Zimmer für 4 Personen wurde mit einem Angebot bestätigt. Das Angebot war annehmbar und folgende e-Mail ging an den Pensionsbesitzer raus: "Ihre e-Mail habe ich erhalten und möchte das Angebot, welches Sie mir gemacht haben, gern annehmen. 1 Übernachtung 4 Persönen, 2 Kinder (14 und 7) mit Abendessen am 10.10.2009 und Frühstück am 11.10.2009 für einen Gesamtpreis von (Preis) Euro.
Können Sie mir Ihre Bankverbindung mitteilen, dann würde ich diesen Betrag gern anweisen und das Zimmer fest buchen"
Nun hatte sich der Pensionsbesitzer weder per Mail, postalisch oder telefonisch zurück gemeldet, so daß wir davon ausgegangen sind, die Zimmer wären nicht mehr frei. Wir buchten bei einer anderen Pension.

Müssen wir nun die Pension zahlen, denn der Pensionsbesitzer macht nun Schadensersatz geltend, obwohl er sich nicht zurückgemeldet hatte, ist das für Ihn eine verbindliche Buchung. Ist das so korrekt und müssen wir zahlen?

Sehr geehrter Ratsuchender ,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:

Wie Schadensersatz zahlen müssen, hängt im Endeffekt darf von ab, ob sie einen wirksamen Vertrag über die Reiseleistung geschlossen haben.

Sie schrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren, eine Anfrage im Internet nach einem Zimmer für 4 Personen wurde mit einem Angebot bestätigt.“

An dieser Stelle ist voraussichtlich noch kein wirksamer Vertrag zu Stande gekommen. Auf ihrer anfragenden haben sie lediglich ein Angebot erhalten. Dieses Angebot müssten sie auch noch angenommen haben, damit es letztendlich zu einem Vertragsschluss kommen konnte.

Jüngere keine Rückgabe Reuter erhalten haben, ist für einen Vertragsschluss grundsätzlich unerheblich. Diskont lediglich darauf an, ob sie eine Annahme dieses Angebotes erklärt haben und dass der Pensionsbesitzer diese Angebotes Annahme erhalten hat.

In Ihre E-Mail an dem Pensionsbesitzer ist widersprüchlich.

Sie schrieben nämlich:

„Ihre e-Mail habe ich erhalten und möchte das Angebot, welches Sie mir gemacht haben, gern annehmen. …….“

Dieser Teil ihrer Antwort kann eindeutig als Angebotesannahme gewertet werden, was für einen Vertragsschluss grundsätzlich schon ausreicht.

Nun kommt der widersprüchlicher Teil, indem sie diese Angebotsannahme unter einer Bedingung stellen:

…“1 Übernachtung 4 Personen, 2 Kinder (14 und 7) mit Abendessen am 10.10.2009 und Frühstück am 11.10.2009 für einen Gesamtpreis von (Preis) Euro. Können Sie mir Ihre Bankverbindung mitteilen, dann würde ich diesen Betrag gern anweisen und das Zimmer fest buchen.“

Die Einschränkung „ fest buchen“ kann so verstanden werden, dass eine verbindliche Buchung erst nach Erhalt der Bankverbindung stattfinden soll.

Wie bei jeder Auslegung nicht eindeutiger rechtsgeschäftlicher Willenserklärungen gibt es hierein gewisses Risiko. Zwar spricht eine Auslegung meines Erachtens eher dafür, dass hier noch kein Vertrag zu Stande gekommen ist, es ließe sich aber auch die Auffassung des Pensionsbesitzers vertreten. Sollte es zu einem Streit kommen, so hätte im Endeffekt ein Gericht darüber zu entscheiden, welches Auslegungsergebnis anzunehmen wäre.

Ein eindeutiges richtig oder falsch gibt es meines Erachtens in Ihrem Fall nicht. Daher rate ich Ihnen im Endeffekt an, noch einmal mit dem Pensionsbesitzer in Kontakt zu treten und darauf hinzuweisen, dass Sie nicht verbindlich buchen wollten.

Sollte dieser auf seiner Forderung bestehen, so sollten Sie ein Vergleichsangebot machen wonach Sie ihm zumindest zur Beilegung des Streits einen gewissen Teilbetrag anbieten. Sollte er bzw. Sie hier nicht mit einverstanden sein, so sollten sie einen Kollegen vor Ort mit der Abwehr der Forderung gegenüber dem Pensionsbesitzer beauftragen.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

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