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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Hallo Ich haben einen Arbeitskolegen der hatte vor Jahren einen

Kundenfrage

Hallo:Ich haben einen Arbeitskolegen der hatte vor Jahren einen Bandscheibenvorfall.War jetzt wieder 6 Monate Krank.Der Arbeitsmediziener hat bescheinigt das unser Beruf (Garten und Landschaftsbau) zu schwehr für ihn ist.Unsere Firma besteht aus 7 Mitarbeitern.Schonarbeitsplatz haben wir nich.Mein Arbeitgeber ist der Meinung das die anderen Mitarbeiter die Arbeiten zu übernehmen haben ,die zu schwehr sind.Ich weis keinen Rat??? Grüße Friedhelm Gerlings
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Gerlings ,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:

Die Frage ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Arbeitgeber bestimmen kann, dass andere Kollegen nun diese schweren Arbeiten ausführen, hängt insbesondere mit dem sog. Direktions-/oder auch Weisungsrecht genannt des Arbeitgebers zusammen.

Insoweit ist in § 106 Abs. 1 Gewerbeordnung bestimmt, daß der Arbeitgeber Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen kann, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch Arbeitsvertrag, durch die Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung oder eines anwendbaren Tarifvertrages festgelegt sind. Dies stellt eine gesetzliche Festschreibung dieses eingangs beschriebenen Direktionsrechts dar.

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber sowohl Arbeitszeit als auch Arbeitsort, wie auch vorliegend den Inhalt, also die konkrete Tätigkeit, nach den betrieblichen Notwendigkeiten einteilen der Mitarbeiter ausreichend würdigen und berücksichtigen, muss jedoch nach billigem Ermessen handeln, also die persönlichen Belange des Arbeitnehmers angemessen berücksichtigen.

Die Leistungsbestimmung durch den Arbeitgeber entspricht den Grundsätzen des billigen Ermessens, wenn dieser die wesentlichen Umstände des Falles abgewogen und die beiderseitigen Interessen angemessen berücksichtigt hat.

 

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber diese Arbeiten also auf einen anderen Mitarbeiter übertragen, wobei der Arbeitgeber die arbeitsschutzrechtlichen Richtlinien einzuhalten hat, also etwa dass der Arbeitnehmer nicht zu schwer heben darf und angemessene Pausen einzubauen sind.

 

Sofern der betreffende Arbeitnehmer, also Ihr Kollege, aber selber aus gesundheitlichen Gründen nicht zu schwer heben darf, darf er diese Arbeiten verweigern und braucht deshalb auch grundsätzlich nicht mit einer Kündigung zu rechnen. Gegebenenfalls sollte Ihr Kollege sich von seinem Arzt durchchecken lassen und sich gegebenenfalls bescheinigen lassen, dass diese Arbeit für ihn in gesundheitlicher Hinsicht nicht zumutbar ist. Dann wird Ihn der Arbeitgeber nicht zwingen können.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und ein schönes Wochenende!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774