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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Ich wurde am 23.08.2015 von meiner Arbeit Freigestellt. Nun

Kundenfrage

Ich wurde am 23.08.2015 von meiner Arbeit Freigestellt. Nun wird mir infolge Krankheit nur 80% des Lohns ausbezahlt, da dies der Betrag ist, welcher durch die Taggeldversicherung gedeckt ist (ist so im Arbeitsvertrag erwähnt).
Nun frage ich mich, ob dieser Abzug von 20% auch während der Freistellung berechtigt ist. Mein Arbeitgeber hat ja auf meine Arbeitsleistung verzichtet. Somit sollte es nach meiner Auffassung keinen Unterschied machen, ob ich während der Freistellung gesund oder krank bin, da ich ja so oder so nicht arbeiten kann.
Der Arbeitgeber profitiert so von meiner Krankheit
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

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Vielen Dank für Ihre Geduld.

Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Schilderung und anhand Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Unter Freistellung versteht man der (in der Regel) einseitige Verzicht des Arbeitgebers auf die Arbeitsleistung während der Kündigungsfrist. Bei einer Freistellung muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer grundsätzlich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist den Lohn zu bezahlen, wie wenn er gearbeitet hätte.

Grundsätzlich ist es richtig und gesetzlich vorgesehen, dass ein Arbeitgeber während bestehender Arbeitsunfähigkeit nur 80% des Lohns bezahlt (Art. 324b OR).

Nun treffen in Ihrem Fall zwei Fälle aufeinander, bei denen ausnahmsweise trotz Nichtleistung von Arbeit Lohn geschuldet ist: nämlich die Freistellung und Krankheit. Fraglich ist, welcher Grund nun vorgeht, was relevant sein kann, wenn es um die Höhe der Lohnzahlung (80 oder 100%) geht.

Sie sind nicht wegen Krankheit an der Arbeitsleistung verhindert, sondern der Arbeitgeber hat einseitig auf Ihre Arbeitsleistung verzichtet. Man kann nicht (wegen Krankheit) an einer Leistung verhindert sein, die man so oder so nicht erbracht hätte.

Aus diesem Grund geht der Lohnanspruch infolge Freistellung vor. Zwar kann der Arbeitgeber Ihre Arbeitsunfähigkeit der KTG-Versicherung melden. Aus können die Versicherungsleistungen bezogen werden. Allerdings sind die fehlenden 20% vom Arbeitgeber "aufzufüllen", weil während der Freistellung der Lohn zu bezahlen wäre, als ob Sie gearbeitet hätten.

Etwas anderes könnte dann gelten, wenn Sie wegen häufiger Krankheit freigestellt wären. In diesem Fall könnte der Arbeitgeber mit guten Erfolgsaussichten argumentieren, er habe Sie deshalb freigestellt, weil er davon ausging, dass infolge Krankheit ohnehin nur ein Lohn von 80% bezahlt werden müsse.

Hinweis:
Falls der Arbeitgeber Ihr Arbeitsverhältnis gekündigt hat, wird die Dauer der Kündigungsfrist während der Dauer Ihrer Arbeitsfähigkeit unterbrochen. Dies gilt trotz Freistellung.
Das bedeutet, dass sich das Ende Ihres Arbeitsverhältnisses im Falle einer Arbeitgeberkündigung um die Dauer Ihrer Arbeitsverhinderung nach hinten (jeweils auf ein Monatsende) verlängert.
Aber Achtung: Der Arbeitgeber kann die in einem solchen Fall die Freistellung nach Ablauf der "ursprünglichen" Kündigungsfrist widerrufen und Sie wieder zur Arbeit auffordern. Bieten Sie Ihre Arbeitsleistung dann nicht an, verwirken Sie nach verbreiteter Gerichtspraxis Ihren Lohnfortzahlungsanspruch.
Abschliessender Hinweis: Die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers ist unter Umständen kürzer, als das Arbeitsverhältnis. Es gibt also Fälle, in dem ein Arbeitsverhältnis wegen Kündigungsschutz infolge Krankheit nicht enden kann, aber auch kein Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung besteht. Dieses Problem stellt sich jedoch in der Regel bei KTG-versicherten Arbeitnehmern nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Abschliessend bitte ich Sie um Bewertung meiner Antwort. JustAnswer leitet Ihren Kostenbeitrag an mich weiter, wenn Sie meine Antwort mit drei oder mehr Sternen bewerten. Wenn Sie mit der Beantwortung Ihrer Frage zufrieden waren, können Sie meine Antwort ausserdem mit einem Bonus belohnen.

Freundliche Grüsse

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
Rechtsanwalt / Mediator

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