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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Meine Ehefrau hat geerbt. Gehört mir als der Ehemann auch ein

Kundenfrage

Meine Ehefrau hat geerbt. Gehört mir als der Ehemann auch ein Teil davon? oder nur meiner Gattin?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  RAWeidmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich sehe gerade, dass es sich um schweizer Recht handelt. Ich gebe Ihre Frage wieder frei.

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Da Ihre Frage zunächst in der Kategorie deutsches Erbrecht gelistet war, wurde Ihre Frage in die Kategorie Schweizer Recht umgeteilt. Ich bitte Sie, die dadurch entstandene Verzögerung bei der Beantwortung zu entschuldigen. Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Nein. Von der Erbschaft Ihrer Frau gehört Ihnen nichts. Dies deshalb, weil nach dem Gesetz Vermögen, das einem Ehegatten während der Ehe durch Erbgang zu geht, Eigengut dieses Ehegatten darstellt (Art. 198 Ziff. 2 ZGB).

Dies gilt unabhängig vom Güterstand. Sowohl bei der Errungenschaftsbeteiligung (Regel), als auch bei der Gütergemeinschaft fallen während der Ehe empfangene Erbschaften eines Ehegatten in dessen Eigengut. Bei der Gütertrennung gehört die Erbschaft Ihrer Frau sowieso zum Frauengut.

Das bedeutet, dass im Falle einer Scheidung Ihre Frau die gesamt noch verbliebene Erbschaft "mitnehmen" kann. Sie haben daran kein Anspruch.

Falls Ihre Frau die Erbschaft vermehrt, z.B. durch günstige Anlage an der Börse, Bankzins usw., stellt dieser Mehrwert jedoch Errungenschaft dar (Erträge aus dem Eigengut), woran Sie im Falle einer Scheidung partizipieren. Dies jedoch nur, wenn Sie die Erträge aus dem Eigengut nicht durch Erbvertrag von der Errungenschaft ausgeschlossen wurden.

Gewisse Vorteile bringt die Erbschaft Ihrer Frau dennoch mit. Aufgrund der ehelichen Beistandspflicht sind die Ehegatten in gewissem Rahmen verpflichtet, einander finanziellen Beistand zu leisten, soweit dies ihnen zumutbar ist. Falls Sie z.B. mittellos wären, müsste Ihre Frau Sie aufgrund ihres Vermögens unterstützen. Im Falle einer Scheidung wird das Vermögen ebenfalls bei der Berechnung des nachehelichen Unterhalts berücksichtigt.
Falls Ihre Frau vor Ihnen sterben sollte, haben Sie als pflichtteilsgeschützter Ehemann zudem einen erbrechtlichen Anspruch (zusammen mit anderen Erben) an der Hinterlassenschaft Ihrer Frau. Falls die Erbschaft also beim Vorversterben Ihrer Frau noch vorhanden wird, fällt diese dann zumindest teilweise in Ihr Eigentum, sofern Ihre Frau die Erbschaft nicht als Vorerbin empfangen hatte.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
Rechtsanwalt und Mediator -