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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Guten Tag Ich bin die Mutter einer 3monate alten Tochter

Kundenfrage

Guten Tag
Ich bin die Mutter einer 3monate alten Tochter und habe mich von meinem Partner getrennt. Die Vaterschaftsanerkennung sowie das gemeinsame Soegerecht haben wir schon vor der Geburt beantragt. Der Kindsvater hat nun eine Gefährdungsmeldung bei der KESB (Kinder- und Elternschutzbehörde) eingereicht und möchte vermutlich das alleinige Sorge- und Obhutsrecht beantragen.
Er kifft regelmässig (täglich), was er jedoch bestreiten wird und ist seit August arbeitslos. Ich selbst bin eine verantwortungsbewusste und fürsorgliche Mutter und habe mir nichts zu Schulden lassen kommen. Wie soll ich nun vorgehen? Soll ich ebenfalls eine Gefährdungsmeldung einreichen?
Das Besuchsrecht haben wir noch nicht vertraglich geregelt, da ich jedoch am stillen bin, kann und will ich nicht mehr als 5-6h 3x pro Woche darauf verzichten und möchte auch nicht, dass meine Tochter öfters Milchpulver erhält.
Bei der Elternschafts- und Unterhaltsbehörde haben wir einen Termin für den 04.02., mit der KESB wahrscheinlich danach. Kann ich möglicherweise das alleinige Sorgerecht erwirken?
Danke ***** ***** rasche Antwort,
Freundliche Grüsse
Michèle
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Der Kindsvater hat Anspruch auf persönlichen Verkehr mit seinem Kind. Insofern ist das Besuchsrecht freilich zu regeln. Dabei wird aber berücksichtigt, dass Sie noch stillen. Insbesondere wird bei der Festlegung des Besuchsrecht berücksichtigt, dass Sie nicht zu lange und nicht zu häufig von Ihrer Tochter getrennt sind.

Wird die Tochter älter, ist ein Besuchsrecht üblich, das ab dem Kleinkindalter mindestens jedes zweite Wochenende umfasst.

Das Sorgerecht hat mit dem Aufenthaltsort des Kindes zunächst nichts zu tun. Seit dem 1. Juli 2014 ist das gemeinsame Sorgerecht der Eltern der Regelfall. Wenn das gemeinsame Sorgerecht nicht gegen das Kindeswohl spricht, wird es beibehalten.

Natürlich können Sie die Neuregelung des Sorgerechts bzw. die Zuweisung des alleinigen Sorgerechts beantragen. Da aber nichts (bzw. kein Beweis) dafür spricht, dass Ihre Tochter beim Kindsvater gefährdet wäre, halte ich die Erfolgsaussichten eine Neuregelung des Sorgerechts zu erwirken, für eher gering. Auch spricht die offenbar unbegründete Gefährdungsmeldung bei der KESB eher nicht für den Vater, scheint er doch eher seine eigenen Interessen in der Vordergrund zu stellen.

Es steht Ihnen natürlich frei, ebenfalls eine Gefährdungsmeldung bei der KESB zu machen. Solange aber keine tatsächliche Gefährdung des Kindes besteht, weil es bei Ihnen ist, rate ich eher davon ab. Sinnvoller könnte es dagegen sein, der Gefährdungsmeldung des Vaters zu widersprechen und nach Möglichkeit zu belegen versuchen, dass diese aus der Luft gegriffen ist und das Kind bei Ihnen wohl aufgehoben ist.

In einem ersten Schritt dürfte nun versucht werden, Sie und den Kindsvater im Gespräch zu einer Lösung zu führen. Falls Sie nicht dazu in der Lage sind, wird der Tochter von der KESB eine Besuchsrechtsbeiständin bestellt, deren Aufgabe es sein wird, sich um die Regelung des Kontakts zwischen Vater und Kind und dessen Durchsetzung zu kümmern.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.

Da die Vorwürfe auf die sich die Gefährdungsmeldung stützen haltlos sind (Stimmungsschwankungen wurden angeführt), sehe ich keinen Grund, weshalb der Besuch der Sozialarbeiterin bei mir zu Hause, diesen Vorwurf oder gar eine Gefährdung des Kindes stützen sollte.

Ich habe jedoch noch eine Frage bzgl. dem Wohnort unserer Tochter: in welchen Fällen würde eine je hälftige Teilung (50%) des Umgangs erfolgen? Mein ehemaliger Partner ist ja zur Zeit noch arbeitssuchend und möchte auch nicht mehr als 60% berufstätig sein. Ist es aus diesem Grund möglich, dass unsere Tochter deshalb zu 50% bei Ihm wohnen wird?

Danke für eine kurze Rückmeldung.
Freundliche Grüsse