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Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3265
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Ich war letzten Samstag in äusserst betrunkenem Zustand im

Kundenfrage

Ich war letzten Samstag in äusserst betrunkenem Zustand im Bordell und habe, wie ich per e-Banking am nächsten Tag feststellte, für eine Prostituierte für zwei Stunden 1740.- CHF bezahlt. Das ist doch ein Wucherpreis! Kann ich da Anzeige erstatten? Ich habe mit der Karte bezahlt.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
ob es tatsächlich Wucher ist, hängt von der erbrachten Dienstleistung ab, d.h. der Preis alleine ist noch kein Beweis für Wucher. Entscheidend ist, ob die Dienstleistung in einem angemessenen Verhältnis zum Preis stand oder ob es ein Mißverhältnis gibt. Das Mißverhältnis ist anhand der ortsüblichen Preise zu beurteilen, es kommt also darauf an, was andere Bordelle für eine vergleichbare Dienstleistung verlangen.
Wenn ein solches Mißverhältnis vorliegt, liegt eine Straftat gemäß Art 157 schweizerisches StGB vor, da Ihr alkoholbedingter Leichtsinn ausgenutzt wurde. Sie können dann Strafanzeige erstatten.
Zugleich können Sie dann gemäß Art 21 Obligationenrecht (OR) von dem Vertrag zurücktreten und die Rückzahlung verlangen.
Wenn Sie allerdings äußerst betrunken waren, ist bereits der Abschluß des Vertrages fraglich, da Trunkenheit zur Einschränkung der freien Willensbildung führt. Daher können Personen, die sich so extrem betrunken haben, dass sie nicht mehr selbst entscheiden können, gemäß Art 17 OR keine wirksamen Verträge schließen.
Allerdings müssen Sie sowohl Trunkenheit als auch Mißverhältnis/Wucher beweisen.
Ich empfehle daher, die Beweislage zu prüfen und gegebenenfalls Strafanzeige zu erstatten bzw. den Rücktritt zu erklären.
Bitte stellen Sie solange Nach- und/oder Verständnisfragen, bis Sie zufrieden sind. Es ist nicht notwendig, die Antwort mit "Habe Rückfragen" zu bewerten, es reicht aus, die Rückfragen einfach zu stellen.
Wenn Sie keine Nach-/Verständnisfragen mehr haben und mit der Antwort zufrieden sind, bitte ich um eine positive Bewertung, um die Vergütung zu ermöglichen.
Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt
Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich war nur mit dieser einen Prostituierten, habe keinen extra-Service verlangt. In meiner Stadt sind die üblichen Tarife 300.- CHF pro Stunde. Sie hat aber 850.- CHF und 890.- CHF für die Folge-Stunde berechnet. Wie soll ich nun vorgehen? Wieviel könnte ich rückerstattet erhalten? Habe ich sogar Anspruch auf eine Genugtuung?


 


Besten Dank im Voraus!

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