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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Hallo, Habe meiner Nachbarin nach mehrmaligen Gespräch einen

Kundenfrage

Hallo,
Habe meiner Nachbarin nach mehrmaligen Gespräch einen Eingeschriebenen Brief geschrieben und sie gebeten diese zu entfernen . Die ca. 18m hohe Tanne ragt etwa 40% auf unser Grundstück. Was kann und darf ich jetzt weiter tun?
Mit freundlichen Grüssen
S.Moser
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Auf Ihr Grundstück überragende Äste dürfen Sie nach erfolgloser Mahnung Ihrer Nachbarin selber abschneiden (sog. Kapprecht).

Falls Sie wollen, dass die Tanne gefällt wird, kommt es darauf an, in welchem Kanton die Tanne steht. Die kantonalen Gesetze sind unterschiedlich, was den Grenzabstand von Bäumen und die Verjährung anbelangt.

In gewissen Kantonen kann die Fällung eines Baumes nur dann gerichtlich erzwungen werden, wenn seit der Grenzverletzung oder des Setzens des Baums noch keine 5 Jahre vergangen sind. Andere Kantone kennen keine solchen Verjährungsfristen.

In allen Kantonen ist es aber möglich, selbst nach Ablauf einer allenfalls geltendem Verjährungsfrist, das Fällen eines Baumes zu verlangen, der Ihr Grundstück übermässig stört oder gar Ihr Haus gefährdet. Die Anforderungen sind da aber regelmässig sehr streng. So reicht z.B. der Entzug von etwas Morgensonne nicht. Vielmehr verlangen die Gerichte z.B. einen vollständigen Lichtenzug.

Ich empfehle Ihnen in Ihrem Kanton bzw. Ihrer Wohngemeinde abzuklräen, ob Verjährungsfristen gelten. Die überragenden Äste dürfen Sie nach erfolgloser Mahnung auf die Grundstücksgrenze zurückschneiden, wobei Sie die Schonzeiten beachten sollten.

Falls Sie mit Ihrer Nachbarin keine Einigung finden, sollten Sie sich an den Friedensrichter (Vermittleramt usw.) Ihrer Gemeinde wenden und dort ein Schlichtungsverfahren einleiten.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -