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Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Hallo, dis Suva will meine Rente nach 6 Jahren streichen, weil

Kundenfrage

Hallo, dis Suva will meine Rente nach 6 Jahren streichen, weil Sie jetzt nach Operationen und eben 6Jahren zu das mein Bandscheibenvorfall doch nicht durch den Treppensturz gekommen sei sondern durch abnützung. Sie habe mich gezwungen die3. Operation machen zulassen und seit her sind die Schmerzen viel schlimmer. Ist dass möglich dass Die mir in einer Frist von 20 Tagen kein Geld mehr geben können?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Grundsätzlich ist es tatsächlich möglich und kommt in der Praxis auch häufig vor, dass ein Unfall später als Krankheit uminterpretiert wird.

Die SUVA zahlt natürlich nur Leistungen, die auf einen Unfall (ein plötzliches unvorhersehbares Ereignis) zurückzuführen sind. Für Schäden infolge Krankheit sind neben der Krankenkasse die Krankentaggeldversicherung oder die Invalidiätsversicherung zuständig.

Insofern scheint der Entscheid der SUVA nicht offensichtlich unzuzlässig zu sein.

Tatsächlich wäre aber im Einzelnen zu prüfen, gestützt auf welche Fakten/Gutachten nun die SUVA nach 6 Jahren plötzlich zum Schluss kommt, dass der Bandscheibenvorfall nun nicht mehr kausale Folge des Unfalls (Treppensturz) sei, sondern als Abnützungs- oder Verschleisserscheinung mithin als pathologischen Zustand (Krankheit) zu qualifizieren sei.

Ich kann hier natürlich nicht beurteilen, ob sich dieser Sinneswandel bei der SUVA sachlich rechtfertigen lässt. Dazu müssten die Akten, ärztlichen Gutachten etc. umfassend zu untersuchen und zu prüfen.

Der Umstand, dass die SUVA den Bandscheibenvorfall während der letzten 6 Jahre als Unfall behandelt hat, lässt auf jeden Fall Zweifel aufkommen, weshalb ich Ihnen dringend rate, gegen die Verfügung der SUVA rechtszeitig vorzugehen. Achten Sie daher auf die Rechtsmittelbelehrung im Bescheid der SUVA. Unter Umständen könnte es zu spät sein, wenn Sie erst in 3 Wochen einen Anwalt konsultieren.

Meines Wissens ist die Procap eine unabhängige Organisation, ist insbesondere interessenmässig nicht mit der SUVA verbandelt. Vielmehr sind mir Gerichtsfälle bekannt, bei denen die Procap gegen die SUVA, die IV oder gegen Pensionskassen geklagt hat.
Würde die Procap mit der SUVA in relevanter Weise zusammenarbeiten, dürfte Sie die Anwältin der Procap gar nicht beraten, da ein Interessenkonflikt vorläge.

Die Bedenken in Bezug auf die Unabhängigkeit der Procap kann ich daher zumindest im Hinblick auf die SUVA zerstreuen. Ich empfehle Ihnen aber dringend, den Entscheid der SUVA genau anzusehen und sicherzustellen, wann gegen den Bescheid spätestens ein Rechtsmittel ergriffen werden muss (vgl. Rechtsmittelbelehrung). Wird der Entscheid der SUVA nämlich nicht rechtzeitig angefochten, wird er rechtskräftig und dann kann auch der beste Anwalt nichts mehr ausrichten.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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