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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Ich möchte mich seid Oktober 2010 Scheiden lassen. Meinem Ehemann

Kundenfrage

Ich möchte mich seid Oktober 2010 Scheiden lassen. Meinem Ehemann ist es egal, er hat eine neue Lebenspartnerin.

Bis jetzt hatte ich 3 Anwälte
1. Anwalt hat mich sn seinen Kollegen verwiesen. (Mutter Rückfall Krebs)
2. Nach ca. 18 Monaten hatten wir ein Gesprach mit der anderern Partei ( Gegenanwalt und Halb Exmann) Nach der Sitzung hat mein Anwalt gegrinsst und gesagt: das gibt eine lange Scheidung. Daraufhin habe ich mein Dosier in seinem Büro abgeholt.
Kosten über Fr. 3000.00
Seid ca. 20 Monaten habe ich einen anderen Anwalt.
1x mit Gegenpartei Sitzung
1x Getricht 21.5.2013
jetzt sind ca. 30 Wochen vergangen und nichts ist passiert.
Ich habe x mal telefoniert ( Jetzt ist er am Gericht, Sitzung, Sesionssitzung, Ausland-....)
Darauf habe ich Ihm einen Eingeschriebenen Brief geschickt.Wieder x Telefone bis er
vor 2 Wochen endlich selber das Telefon angenommen und hat mir versprach vor
Weihnachten einen Thermin zu organisieren.NIchts, nur leere Versprechungen!
Was kann ich machen.
Kosten bei diesem Anwalt Fr. 6000.00
Bitte sagen Sie mir was ich jetzt machen kann. Vielen Dank XXXXX XXXXX
MMM
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Zunächst zu Rechtslage:
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, sich scheiden zu lassen.

1. Scheidung auf gemeinsames Begehren
Sie und Ihr (noch) Ehemann einigen sich, darauf sich scheiden zu lassen. Dies genügt, dass Sie (gemeinsam) bei Gericht ein Gesuch auf Durchführung der Scheidung einreichen können. In einer Scheidungskonvention können Sie und Ihr Mann dann auch versuchen, sich über die sog. Scheidungsnebenfolgen wie nachehelicher Unterhalt, güterrechtliche Auseinandersetzung, ggf. Sorgerecht uns so weiter zu einigen. Über die Punkte, über die Sie sich nicht einig werden, muss letztlich das Gericht entscheiden.

2. Scheidungsklage
Falls bei Ihrem Mann kein Wille zur Scheidung vorhanden ist, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Scheidungsklage einzureichen. Da Ihre Ehe offenbar seit mehr als 2 Jahren tatsächlich getrennt ist, ist eine Scheidungsklage auch gegen den Willen Ihres Mannes möglich.
Hier müssen Sie sodann beantragen, was Sie wollen. Die Schwierigkeit besteht sodann darin, dass Sie nicht zu viel verlangen dürfen, Sie ansonsten in Bezug auf diese vom Gericht nicht zugesprochenen Forderungen die Gerichts- und Gegenparteikosten tragen müssen (sog. Überklagen).

Offenbar haben Ihre Anwälte 2 und 3 bisher versucht, eine Scheidungskonvention zu erreichen, d.h. eine Scheidung auf gemeinsames Begehren vorzubereiten. Der Vorteil hier ist, dass dies in der Regel kostengünstiger und schneller zu einer Scheidung führt, als eine Scheidungsklage, bei dem mehrere Gerichtsverhandlungen stattfinden. Der Nachteil ist, dass sich ohne Einigungsbereitschaft der Gegenseite sich die Sache extrem in die Länge ziehen kann.

Aus Ihren Schilderungen schliesse ich, dass Ihr Ehemann und sein Anwalt offenbar keine grossen Anstrengungen unternimmt, auf eine Einigung hinzuwirken. Insbesondere besteht offenbar auch keine Eile auf der anderen Seite. Dies macht die Situation auch für Ihren Anwalt schwierig.

Aus meiner Sicht müsste nun geprüft werden, was bereits erreicht wurde, insbesondere ob allenfalls bereits eine Einigung über einzelne Punkte besteht. Falls dies nach über 3 Jahren noch immer nicht der Fall sein sollte, ist aus meiner Sicht nun Klage auf Scheidung einzureichen, falls dies noch nicht geschehen ist. In diesem Zusammenhang wäre auch in Erfahrung zu bringen, um was für einen Gerichtstermin es sich bei der Verhandlung vom 21.5.2013 handelte (Eheschutz, Einigung, Anhörung etc?).

Dass es vor Weihnachten keinen Termin bei Gericht gab, ist nicht weiter verwunderlich. Vor allem, wenn Sie sich nun im bereits im ordentlichen Gerichtsverfahren befinden sollten, gelten ab dem 7. Tage vor Weihnachten Gerichtsferien, wo keine Termine mehr stattfinden.

Ob Ihr Anwalt sich einfach zu wenig um Ihren Fall kümmert, ob der Fall an sich zu komplex ist oder ob es von ihm unverschuldet nicht mehr für einen Termin in diesem Jahr gereicht hat, kann ich hier natürlich nicht beurteilen. Leider sind erfahrungsgemäss (je nach Region) auch die zuständigen Gerichte nicht gerade speditiv.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass Sie für die Durchführung einer Scheidung grundsätzlich gar keinen Anwalt benötigen. Sie können die Scheidung bei Gericht grundsätzlich auch selber beantragen.
Ob dies allerdings zu Ihrem Vorteil ist, kann ich nicht beurteilen, vor allem, wenn auch Ihr Mann anwaltlich vertreten ist und der Fall komplex zu sein scheint.

Aus meiner Sicht haben Sie - soweit hier beurteilbar - zwei Möglichkeiten:
Sie müssen sich noch etwas gedulden und Ihrem Anwalt Druck machen, dass die Angelegenheit vorangetrieben wird. Sollte sich die Scheidung ohne vernünftigen Grund weiter hinziehen, bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als das Mandat zu kündigen und sich entweder einen 4. Anwalt zu suchen oder die Sache selbst zu führen. Von letzterem muss ich grundsätzlich abraten.

Schliesslich würde ich Ihnen auch dazu raten, mit Ihrem Anwalt über die Kosten zu sprechen. Da nach Ihren Angaben bisher ausser 2 Sitzungen (Gericht und Gegenpartei) kaum viel passiert ist, fragt sich, ob die Kosten von CHF 6'000.00 gerechtfertigt sind. Die Hauptarbeit dürfte denn auch erst noch bevorstehen (Hauptverhandlung, Schriftenwechsel etc.). Daher sollten Sie Ihren Anwalt auffordern, Ihnen eine Prognose über die noch zu erwartenden Anwaltskosten abzugeben. Gegebenenfalls sollten Sie ihn darum bitten, ein Pauschalhonorar zu vereinbaren.

Vom Anwaltswechsel ist in der Regel aber auch abzuraten, es sei denn, Sie hätten Grund zur Annahme, dass der Anwalt Ihre Interessen nicht angemessen wahre oder wahren könne (Unfähigkeit, Desinteresse usw.). Ein Anwaltswechsel ist stets mit Kosten verbunden, weil sich ein neuer Rechtsvertreter die ganzen Akten nochmals durcharbeiten und sich mit dem Fall vertraut machen muss. Die Vorarbeit, die ein anderer Anwalt geleistet hat, ist dabei in der Regel nur teilweise wiederverwertbar. Insofern bezahlen Sie bei einem Anwaltswechsel gewisse Arbeiten zwangsläufig doppelt.

Ich bedaure, Ihnen keine anderen Ratschläge geben zu können. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass Scheidungen sehr lange dauern können, vor allem, wenn die Gegenpartei unkooperativ und/oder der Fall inhaltlich komplex. Aus meiner Sicht ist zwar ein Anwalt gehalten, die Sache auf Wunsch des Klienten voranzutreiben, gleichzeitig muss er aber auch alles sauber abklären und schauen, dass das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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