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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Ich grüsse. habe ein problem, seit november 2012 bin ich

Kundenfrage

Ich grüsse. habe ein problem, seit november 2012 bin ich fest eingestelt bei firma xxx in Winterthur, mai 2013 hab ich arbeitsunfall bekommen an arbeitsplatz, ok war alles von suva anerkant, und ich habe meine monatliche gehalt weiter bekommen, mit schicht zulage ,also ich habe weren arbeitsunfal krank weiter meine monatliche lohn bekommen, bis oktober 2013, dann hat sich mein arbeitgeber sich kwer gestelt, angeblich mein arbeitgeber hat versucht mich anzurufen ,und ich bin nicht ran gegangen, so hat arbeitgeber argumentiert, und etzt hat keine vertrauen mehr,per einschreiben brief habe ich ein mahnung bekommen, dann 4 wochen speiter hat meine arbeitgeber mit mir telefonisch ein termin vereinbart, um mit mir zu treffen und weitere besprechen, durch meine krankcheit habe ich auch telefonisch termin abgesagt. soo 3 tage speiter per einschreiben ein verweis, und etzt in november hat meine arbeitsgeber hat sich verweigert meine 13e monatsgehalt auszuzachlen, und vom allem hat erst am 9 dezember mir ein zachlung uberwiesen 4400 , und sei begrundet das sei die suva taggelder, ich bitte um hilfe

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Grundsätzlich ist Ihr Arbeitgeber bzw. die SUVA verpflichtet, Ihnen mindestens 80% des Lohns während einer gewissen Dauer weiterzuzahlen, auch wenn Sie krank geschrieben sind (Art. 324a und Art. 324b OR).

Ausserdem geniessen Sie Kündigungsschutz, solange Sie infolge Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig sind.

Die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers ist allerdings zeitlich begrenzt. Nach dem Obligationenrecht hätten Sie nur Anspruch auf Lohnfortzahlung während drei Wochen.

Als Arbeitnehmer der Firma Stadler unterstehen Sie wohl aber dem Gesamtarbeitsvertrag der Stadler RailGroup vom 1. Juli 2011 (GAV). Dieser GAV unterscheidet wie auch das Gesetz zwischen Krankheit und Unfall.

Zunächst sind (oder waren) Sie bei der SUVA versichert und erhielten dort die Leistungen. Ob Sie noch immer anspruchsberechtigt sind, wäre zu prüfen.

Auf jeden Fall trifft Sie eine Mitwirkungspflicht. Zum einen müssen Sie Ihrem Arbeitgeber regelmässig durch ärztliche Gutachten (Arztzeugnisse) Bericht über Ihre Arbeitsfähigkeit erstatten. Auf dessen Wunsch auch bei einem Vertrauensarzt vorstellig werden.
Gleiches gilt gegenüber der SUVA. Auch dort müssen Sie trotz Arbeitsunfähigkeit gewissen Verpflichtungen nachkommen, wenn Sie Leistungen beanspruchen.

Warum nun Ihr Arbeitgeber die Zahlungen kürzt bzw. den Anteil am 13. Monatslohne nicht gemäss GAV zum 30. November 2013 auszahlte und die Lohznzahlung verspätet vornahm, kann ich hier nicht abschliessend beurteilen. Es gibt dafür verschiedene mögliche Gründe:

Denkbar ist, dass die Leistungen nicht mehr ausgerichtet werden, weil Sie Ihren Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen sind. Selbst wenn aber zutreffen sollte, dass Sie zu Hause telefonisch vorübergehend nicht erreichbar waren, ist das grundsätzlich noch kein Grund für eine Abmahnung bzw. einen Verweis. Je nach Art Ihrer Beschwerden sind Sie trotz Arbeitsunfähigkeit nicht verpflichtet, rund um die Uhr Zuhause zu bleiben.

Dass Sie allerdings einen Besprechungstermin mit dem Arbeitgeber abgesagt haben, ohne einen neuen Termin vorzuschlagen, ist allerdings nicht gut. Allein mit der Begründung, die Rücksprache mit dem Arbeitgeber sei infolge Arbeitsunfähigkeit nicht möglich, ist es leider nicht getan.

Ich gehe daher davon aus, dass Sie z.B. Termine beim Vertrauensarzt nicht wahrgenommen oder sonst Ihre Mitwirkungspflichten verletzt haben, was zu einer Kürzung der SUVA-Leistungen oder gar zur fristlosen Kündigung führen kann.

Ich empfehle Ihnen, sich mit allen Details persönlich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Ohne weitere Details kann ich keine Auskunft darüber gemacht werden, was genau das Problem ist.

Sie haben auch die Möglichkeit, sich an die Gewerkschaft (UNIA, SGB usw.) zu wenden, der Sie möglicherweise angeschlossen sind. Auch dort erhalten Sie unter Umständen die notwendige Beratung. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, sollten Sie Ihren Fall dort anmelden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -