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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Ich habe einem

Kundenfrage

Ich habe einem Bekannten sehr viel Geld als Darlehen gegeben. Leider sind bis jetzt keine Zahlungen gekommen und ich möchte die Rechtsmittel ausnützen um ihn ev. zu betreiben. Besten Dank Freundliche Grüsse XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.

Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.

Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über

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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Nach dem Schweizer Betreibungsrecht kann jeder jeden betreiben. Eine Forderung muss weder bestehen noch bewiesen werden können. Es reicht völlig aus, wenn im Betreibungsbegehren der Grund der Forderung und die Höhe des Betrages genannt wird. Das Betreibungsamt stellt dem Schuldner sodann den Zahlungsbefehl zu. Erhebt dieser sodann aber Rechtsvorschlag, so ist das Betreibungsverfahren unterbrochen. Sie müssen sodann in einem Gerichtsverfahren beweisen können, dass der Betrag tatsächlich geschuldet ist.

Diesen Beweis können Sie entweder durch einen Darlehensvertrag, eine Banküberweisung oder eine Zahlungsquittung, gegebenenfalls auch durch Zeugen erbringen. Haben Sie Ihrem Freund das Geld aber ohne Quittung oder etwas Schriftliches ausgehändigt, wird es schwierig, Ihre Forderung zu beweisen und gerichtlich durchzusetzen.

Sie müssen also beweisen, dass Sie Ihrem Freund das Geld tatsächlich ausgehändigt hatten und dass es sich um ein Darlehen handelt; also nicht etwa um eine Schenkung oder die Zahlung einer Schuld Ihrerseits.
Ausserdem müssen Sie beweisen, dass Ihr Rückforderung noch nicht verjährt und fällig ist. Der Anspruch auf Rückforderung eines Darlehens verjährt 10 Jahre und 6 Wochen nach Auszahlung des Darlehens.
Der Rückforderungsanspruch wird fällig, wenn das Darlehen gekündigt ist oder wenn der vertraglich eingetretene Rückzahlungszeitpunkt eingetreten ist. Wurde nichts Schriftliches vereinbart, sollten Sie Ihrem Freund schriftlich per Einschreiben mitteilen, dass Sie den (mündlichen) Darlehensvertrag kündigen und er das Darlehen innerhalb von 6 Wochen zurückzahlen müsse (Art. 318 OR). Bezahlt er nach Ablauf von 6 Wochen nicht, können Sie beim zuständigen Betreibungsamt ein Betreibungsbegehren einreichen oder Klage (bzw. ein Schlichtungsgesuch beim Friedensrichter) am Wohnort Ihres Freundes einreichen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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