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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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mein vorgesetzter droht jeweils mitarbeitern die kündigung

Kundenfrage

mein vorgesetzter droht jeweils mitarbeitern die kündigung an, wen sie nicht die umsatzzahlen ereichen darf er das? was kann ich dagegen tun? bin im verkauf tätig lebe in der schweiz c herzog
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Grundsätzlich ist es dem Arbeitgeber nicht verboten, eine Kündigung auszusprechen, wenn der Arbeitnehmer die Erwartungen nicht erfüllt.

Auch ist es dem Arbeitgeber aus juristischer Sicht gestattet, die Kündigung anzukündigen, wenn Erwartungen und Ziele nicht erreicht werden. Das Setzen von Umsatzzielen und die Ermahnung der Arbeitnehmer zur Erreichung dieser Ziele ist grundsätzlich Inhalt des arbeitgeberischen Weisungsrechts.

Fraglich ist allerdings, inwieweit ein Verkäufer für das Erreichen von Umsatzzielen verantwortlich ist. Klar ist, dass ein Arbeitnehmer grundsätzlich nur die Arbeitsleistung, nicht aber ein Erfolg schuldet. Eine Ausnahme davon besteht allerdings dann, wenn die Arbeitnehmer vertraglich am Umsatz beteiligt sind.

Nach Art. 328 OR ist der Arbeitgeber zudem verpflichtet, die Persönlichkeit und Gesundheit seiner Arbeitnehmer zu schützen. Das dauerhafte Unterdrucksetzen verletzt aber diese Pflicht.
Leider kann sich der Arbeitnehmer aber grundsätzlich nicht dagegen wehren. Dem Arbeitnehmer steht grundsätzlich nur der betriebsinterne Weg zur Verfügung und freilich besteht die Möglichkeit zur Kündigung.
Einen Rechtsanspruch auf andere Behandlung oder etwa auf Schadensersatz wegen des ständigen Unterdrucksetzens besteht allerdings nicht. Die rechtliche Handhabe ist daher beschränkt.

Aus moralischer Sicht ist diese Weise der Personalführung natürlich sehr fragwürdig. Insbesondere fragt sich, ob das Verhalten Ihres Vorgesetzten nicht sogar kontraproduktiv ist und statt als Ansporn als Demotivation verstanden wird.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -