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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Mein Arbeitgeber hat mich dikriminiert, beschimpft, und den

Kundenfrage

Mein Arbeitgeber hat mich dikriminiert, beschimpft, und den Datenschutz nicht eingehalten. Meine Privatadresse an angestellte gegeben , welche mich jetzt schriftlich beleidigen und ataktieren. Was kann ich dagegen unternehmen. Nur weil ich gekündigt habe. Zudem hat ermich zuvor bedroht mich deutschen Dreck fertig zu machen, weil ich meine Lohnabrechnungen der letzten 7 Monate haben möchte. Kann ich Ihn anzeigen bei solchen verstössen.

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Sofern Sie während der Kündigungsfrist noch für den Arbeitgeber arbeiten, könnte das Verhalten des Arbeitgebers Sie zu einer fristlosen Kündigung berechtigen. Ob dies im konkreten Fall sinnvoll ist, kann ich hier nicht beurteilen, zumal Sie in diesem Fall den Anspruch auf die Lohnfortzahlung während der Kündigungsfrist grundsätzlich verlieren.

Nach Art. 323b Abs. 1 Halbsatz 2 OR haben Sie Anspruch auf Ausstelung der Lohnabrechnung. Diesen Anspruch können Sie gerichtlich einklagen. Dazu wäre ein entsprechendes Schlichtungsgesuch bei der zuständigen Schlichtungsstelle einzureichen. Wird dort nichts erreicht, können Sie ans Arbeitsgericht gelangen.

Unter Umständen können Sie wegen Ehrverletzung, Drohung, Nötigung und wegen Verletzung des Datenschutzes Strafantrag und Strafanzeige gegen den Arbeitgeber erstatten. Dass ein datenschutzrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt, ist allerdings aus Ihrer Schilderung nicht ersichtlich.
Selbstverständlich können Sie jederzeit Strafanzeige erstatten. Ob strafrechtliche Tatbestände erfüllt sind, kann ich hier aber ohne Kenntnis weiterer Details nicht abschliessend beurteilen.

Sie haben auch die Möglichkeit, gegen den Arbeitgeber (zivilrechtlich) Klage auf Entschädigung wegen Persönlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 ZGB einzureichen. Offenbar hat der Arbeitgeber mit seinem Verhalten mindestens seine Fürsorgepflicht gemäss Art. 328 und Art. 328b OR verletzt.

Für eine konkrete Beurteilung der Erfolsaussichten empfehle ich Ihnen unbedingt, sich persönlich an einen Rechtsanwalt bzw. an Ihre Rechtsschutzversicherung zu wenden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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