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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Guten Abend!Ich bin 62.5 Jahre alt und habe mer als ein

Kundenfrage

Guten Abend! Ich bin 62.5 Jahre alt und habe mer als ein Jahr bei Novartis gearbeitet. Ich habe 6 Monate Kundigugsfrist. Was ist mein Recht wen ich wuerde gekuendigt (auf schlechte begrundete Ursachen!)? Vielen Dank XXXXX XXXXX fuer Ihre Hilfe. XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Zunächst wäre zwischen der ordentlichen Kündigung (mit Einhaltung der in Ihrem Fall 6-monatigen Kündigungsfrist) und der ausserordentlichen (fristlosen) Kündigung zu unterscheiden:

Eine ordentliche Kündigung ist wie eine fristlose Kündigung jederzeit möglich. Die ordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis in jedem Fall zum Ablauf der Kündigungsfrist, die fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis in jedem Fall per sofort. Mit anderen Worten ist auch eine missbräuchliche oder ungerechtfertigte Kündigung wirksam und beendet das Arbeitsverhältnis. Allerdings kann er zu Schadensersatzpflichten des Arbeitgebers führen.

Ordentliche Kündigung des Arbeitgebers
Erhalten Sie eine ordentliche Kündigung des Arbeitgebers haben Sie zunächst einmal das Recht, eine schriftliche Begründung der Kündigung zu verlangen. Werden Sie während der Kündigungsfrist krank/arbeitsunfähig, verlängert sich die Kündigungsfrist grundsätzlich um die Dauer, Ihrer Arbeitsunfähigkeit.
Eine Kündigung ist missbräuchlich, wenn Sie auch einem der Gründe in Art. 336 OR ausgesprochen wird, z.B. aus Gründen der Diskriminierung, aus Rache, um Ansprüche Ihrerseits zu vereiteln etc.
Ist eine ordentliche Kündigung missbräuchlich, so können Sie eine Entschädigung von maximal 6 Monatslöhne einklagen. Dazu müssen Sie vor Ablauf der Kündigungsfrist schriftlich beim Arbeitgeber der Kündigung widersprechen und innert 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Klage beim Friedensrichter einreichen (Art. 336b OR).

Fristlose Kündigung
Werden Sie fristlos gekündigt, so ist zu prüfen, ob die Kündigung aus einem wichtigen Grund erfolgte, der die weitere Zusammenarbeit für absolut unzumutbar erscheinen lässt. Dies ist selten der Fall, wenn es zuvor nicht bereits schon zu Abmahnungen oder Verweisen gekommen ist.
Bei einer ungerechtfertige, fristlose Kündigung müsste ebenfalls vom Gericht festgestellt werden. Bestätigt das Gericht, dass die Kündigung ungerechtfertigt war, erhalten Sie das, was Sie verdient hätte, wenn Sie ordentlich gekündigt hätten, sowie eine Entschädigung von maximal 6 Monatslöhnen.
Als erster Schritt wäre auch hier zunächst an den Friedensrichter zu gelangen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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