So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Advokaturbüro.

Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schweizer Recht hier ein
Advokaturbüro ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau KolleginSehr geehrter Herr KollegeWann

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Kollegin Sehr geehrter Herr Kollege Wann tritt das Gesetz über die gemeinsame elterliche Sorge in Kraft ? Können Sie mir den neuen Gesetzestext mailen ? Was ändert sich bezüglich Unterhalt für das Kind ? Wie wird entschieden, wo das Kind lebt ? Besten dank und freundliche Grüsse XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Herr/Frau Kollege/Kollegin

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

1.
Wann die Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB) betreffend die gemeinsame elterliche Sorge in Kraft tritt, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Botschaft des Bundesrats wurde von beiden Räten, zuletzt am 4.3.2013, im Ständrat (Länderkammer) beraten. Allerdings gelangt das Geschäft aufgrund einiger Differenzen zwischen der Botschaft des Bundesrats und den beiden Räten in das Differenzbereinigungsverfahren:

Das die gemeinsame elterliche Sorge zum Regelfall werden soll, ist beschlossen. Im wesentlichen gibt es aber noch zwei Unterschiede in den beiden Versionen: Der Nationalrat (Volksvertretung) hatte beschlossen, dass unter gemeinsamer elterlicher Sorge ein Elternteil nur in eine neue Wohngemeinde ziehen kann, wenn der andere zustimmt.
Der Ständerat geht nun subtiler an diese Frage heran und verbietet es einem betreuenden Elternteil nicht mehr, wegzuziehen - vorausgesetzt, das Kind bleibt weiterhin am selben Ort wohnen. Faktisch führt dies zum selben Ergebnis, nimmt aber den Feinden der gemeinsamen elterlichen Sorge den Wind aus den Segeln.

Ein weiterer Dissens zwischen National- und Ständerat ist die vom Bundesrat vorgeschlagene Beschränkung der Rückwirkung des gemeinsamen Sorgerechts. Der Ständerat favorisiert jene Lösung, die einen Antrag des geschiedenen Vaters auf gemeinsames Sorgerecht nur zulassen will, wenn die Scheidung nicht mehr als fünf Jahre zurückliegt. Unverheiratete Väter könnten das gemeinsame Sorgerecht jederzeit erhalten. Der Nationalrat wollte von dieser Ungleichbehandlung zurecht nichts wissen.

Der Bundesrat hat bis heute kein Datum für das Inkrafttreten der Gesetzesrevision bekannt gegeben.

Es ist wohl davon auszugehen, dass die Schlussbstimmung noch dieses Jahr stattfinden kann. Insgesamt wird derzeit eine Inkrafttreten frühestens zum 1.1.2014 erwartet.

2.
Aufgrund des noch ausstehenden Differenzbereinigungsverfahrens gibt es noch keinen definitiven Gesetzesentwurf. Die aktuellsten Vorschläge sind dem Gesetzesentwurf des Bundesrats und den Wortprotokollen der Räte zu entnehmen:
http://www.admin.ch/ch/d/ff/2011/9115.pdf
http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20110070

3.
In Bezug auf den Unterhalt des Kindes ändert sich (noch) nichts, gegenüber dem bisherigen Recht. Eine Revision des Unterhaltsrechts ist allerdings ebenfalls geplant. Der Bundesrat wollte das Geschäft um die Regelung der gemeinsamen elterlichen Sorge zunächst verzögern, um dann die Sorgerechtsrevision mit der Revision des Unterhaltsrechts zusammezulegen. Mit diesem Vorschlag ist er allerdings auf Widerstand gestossen.

4.
An den Grundsätzen der Obhutszuteilung ändert sich grundsätzlich nichts gegenüber dem alten Recht. Im Mittelpunkt steht das Kindeswohl; mit anderen Worten soll nach wie vor versucht werden, den (objektiv berechtigten) Wunsch des Kindes angemessen zu berücksichtigen, wobei grundsätzlich darauf geachtet wird, dass sich durch die Trennung/Scheidung der Eltern das Umfeld des Kindes nur minimalinvasiv verändert.
Die dürfte wohl dazu führen, dass die Gericht nach wie vor tendenziell eher zu Gunsten der Mutter entscheiden werden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
< Zurück | Weiter >
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
  • Für mich persönlich war die Antwort sehr hilfreich. Vielen Dank an den Experten! Daniela H. Dortmund
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Advokaturbüro

    Advokaturbüro

    Rechtsanwalt, LL.M.

    Zufriedene Kunden:

    3823
    Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/Eika03101981/2010-11-23_17305_BHF_1466_3.jpg Avatar von Advokaturbüro

    Advokaturbüro

    Rechtsanwalt, LL.M.

    Zufriedene Kunden:

    3823
    Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JA/Jason2016/2013-3-17_141035_IMG1566.64x64.JPG Avatar von RA Schröter

    RA Schröter

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    93
    Studium des schweizer und französischen Rechtes
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OT/oth/2016-5-30_10346_.64x64.jpg Avatar von RAKRoth

    RAKRoth

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    96
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    289
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    86
    Fachanwalt für Familienrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von ClaudiaMarieSchiessl

    ClaudiaMarieSchiessl

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    228
    19 Jahre Anwaltserfahrung
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Schweizer Recht