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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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hallo ich habe von frau mizrak einen verlustschein und kann

Kundenfrage

hallo
ich habe von frau mizrak einen verlustschein und kann sie leider nicht mehr
betreiben. da aber auf dem verlustschein steht das ihr mann solidarisch haftbar ist
möchte ich gerne wissen ob ich ihn betreiben kann.
besten dank im voraus
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Der Pfändungsverlustschein verliert seine Wirkung nicht infolge des Konkurses. Sie haben die Möglichkeit, den Pfändungsverlustschein weiterhin auch nach Abschluss des Konkursverfahrens geltend zu machen oder Ihre im Pfändungsverlustschein verurkundete Forderung im Konkursverfahren der Schuldnerin anzumelden.

Da gemäss Verlustschein der Ehemann der Schuldnerin offenbar solidarisch haftet, scheint eine Schuldanerkennung des Ehemanns vorzuliegen. Zwar kann der Verlustschein wohl nicht direkt gegenüber dem Ehemann geltend gemacht werden. Die Forderung, welche zum Verlustschein geführt hat und für die der Ehemann offenbar solidarisch haftet, kann aber freilich diesem gegenüber in Betreibung gesetzt werden.

Ich möchte anmerken, dass jeder jeden betreiben kann, unabhängig davon, ob überhaupt eine Forderung besteht oder nicht. Sie können daher unabhängig davon, ob Sie eine Forderung gegenüber dem Ehemann haben, diesen betreiebn.
Erhebt er Rechtsvorschlag, müssen Sie allerdings diesen Rechtsvorschlag mit Rechtsöffnungsklage beseitigen. Ob dies alleine mit dem Verlustschein möglich ist, ist fraglich. Dazu müssten Sie sich wohl auf die Solidarschuld aus der Grundforderung berufen.

Betreiben können Sie den Ehemann aber in jedem Fall, wenn er sich Ihnen gegenübger solidarisch zur Haftung verpflichtget hatte.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ich habe kein pfädungsverlustschein sondern infolge konkurses


ich habe sie vor einem monat wieder betrieben und sie hat


die betreibung abgelehnt


jetzt müsste ich die vorderung vor gericht einklagen


das kann ich leider nicht da ich das geld nicht habe


habe ich noch eine andere möglichkeit an mein geld zu kommen

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Liegt ein Konkursverlustschein vor, kann gestützt darauf jederzeit wieder die Betreibung gegen die Verlustscheinsschuldnerin eingeleitet werden. Allerdings kann Sie dann die Betreibung abwehren, mit dem Rechtsvorschlag, sie sei seit dem Konkurs nicht zu neuem Vermögen gekommen.

Sie können dann den Rechtsvorschlag dadurch beseitigen, indem Sie bei Gericht verlangen, dass die Schuldnerin beweist, dass sie kein neues Vermögen hat. Diese Gerichtsverfahren sind aber in vielen Fällen aussichtslos, da tatsächlich kein neues Vermögen vorhanden ist und Sie nur Kosten, aber keinen Nutzen haben.

Vor diesem Hintergrund hilft Ihnen der Konkursverlustschein nur insoweit, als die darin festgestellte Forderung erst mit Ablauf von 20 Jahren verjährt. Kommt die Schuldnerin also irgendwann zu Geld (z.B. durch Erbschaft), so können Sie Ihre Forderung wieder geltend machen.
Durch Betreibung kann überigens die Verjährungsfrist von 20 Jahren unterbrochen werden, d.h. es beginnt eine neue Verjährungsfrist.

Bis dahin kommen Sie wohl kaum zu Ihrem Geld. Wo nichts zu holen ist, ist eben nichts zu holen.

Sie haben daher nur folgende Möglichkeiten:

- betreiben Sie den offenbar solidarisch haftenden Ehemann der Schulderin, sobei wohl auch da eher nichts zu holen sein wird. Ausserdem stellt sich da allefnalls die Verjährungsproblematik.

- Sie können auch anbieten, der Schuldnerin oder einem Dritten (z.B. Inkassobüro, Familienangehörige, Dritte) den Konkursverlustschein zu verkaufen. In der Regel wird dann der Konkursverlustschein gegen Bezahlung eines geringeren Betrags, als im Konkursverlustschein verbrieft, dem Käufer ausgehändigt.

Andere Möglichkeiten haben Sie leider nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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