So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Advokaturbüro.
Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schweizer Recht hier ein
Advokaturbüro ist jetzt online.

Guten TagIch habe eine Frage zur Wegrechtsentschädigung.

Kundenfrage

Guten Tag Ich habe eine Frage zur Wegrechtsentschädigung. Mein Klient muss ein Wegrecht gewähren für die Erschliessung eines hinterliegenden Grundstückes. Die Ausnützung verbleibt, wird also nicht abgetreten. Welche Entschädigung kann beansprucht werden (in % des Landwertes)? Vielen Dank für die Antwort und freundliche Grüsse FRITZSCHE BAURECHT lic.iur.xx xxxxxx  xxxxx [email protected]

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Kollege

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Wie Sie sicherlich wissen, ist die Wegrechtsentschädigung grundsätzlich frei aushandelbar.

Soweit ein Gericht oder die kantonale (oder kommunale) Schätzungskommission über die Höhe der Entschädigung befinden muss, werden die Grundsätze des kantonalen Enteignungsrechts analog angewendet. Die Entschädigung bemisst sich (in der Theorie) nach der Wertdifferenz des Gesamtgrundstücks vor und nach der Belastung mit der Dienstbarkeit.

Da offenbar ein Ausnützungstransfer/-abretung nicht mit der Einräumung des Wegrechts verbunden werden soll, fällt die Entschädigung freilich geringer aus, als wenn dadurch auch die Ausnützung abgetreten werden soll.
Zudem wird in der Praxis geprüft, welchen Nutzen das belastete Grundstück selbst am Wegrecht hat.

In der Regel und je nach zuständiger Schätzungskommission wird - wie Sie schreiben ohne Beeinträchtigung der Ausnützung - 25% des Landpreises des belasteten Grundstücksteils als angemessene Entschädigung betrachtet. Mit sind keine Entscheide bekannt, die mehr als 30% des Landpreises entschädigt haben, weshalb ich eine Entschädigung von 1/3 als nicht durchsetzbar erachte.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -