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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Sehr geehrte Herren ich hatte vor einem Jahr einen Gehirnschag.

Kundenfrage

Sehr geehrte Herren ich hatte vor einem Jahr einen Gehirnschag. Ich war in einem Job tätig als Geschäftsführer einer Informatikfirma. Ich hatte in der zwischzeit 4-5 Kontakt zu meinem damaligen Chef. Nun in meinem heutigen Gespräch hat er mir gekündigt. Ich habe immer noch ein gültiges Zeugnis das mir die Krankheit bestätigt. Kann mir mein Chef, trotz gültigem Arbeitszeugnis, kündigen? Mit feundlichen Grüssen
XXX (persönliche Daten von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Während einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit, die durch ein ärztliches Zeugnis bestätigt werden kann, besteht grundsätzlich Kündigungsschutz. Kündigungen die während des Kündigungsschutzes ausgesprochen werden, sind ungültig und nichtig (sog. Kündigung zur Unzeit).

Allerdings ist der Kündigungsschutz zeitlich beschränkt. Die Dauer des Kündigungsschutzes hängt von der Anzahl Dienstjahren ab, die Sie bereits in diesem Betrieb arbeiten. Im ersten Dienstjahr besteht der Kündigungsschutz während 30 Tagen, im 2. - 5. Dienstjahr während 90 Tagen und ab dem 6. Dienstjahr während 180 Tagen. Selbstverständlich kann der Kündigungsschutz vertraglich verlängert, nicht aber verkürzt werden (Art. 336c Abs. 1 lit. b OR).

Da Sie wohl aufgrund des Hirnschlags nunmehr seit rund einem Jahr krankgeschrieben sein dürften, ist die Kündigung trotz fortbestehen der Krankheit gültig und wirksam. Das Arbeitsverhältnis wird damit mit Ablauf der Kündigungsfrist beendet.

Zu prüfen wäre noch, ob die Kündigung allenfalls missbräuchlich ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine Kündigung wegen Krankheit aber in der Regel nicht rechtsmissbräuchlich.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten indem Sie unter meiner Antwort auf einen der Smileys „toller Service“, „informativ und hilfreich“ oder „Frage beantwortet“ klicken. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -