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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Guten Tag, ich kenne eine Frau,deren Kind nach der Geburt weggenommen

Kundenfrage

Guten Tag, ich kenne eine Frau,deren Kind nach der Geburt weggenommen wurde.Ebenso ihre drei Kinder.Sie steckt in einer Psychiatrie,wo sie direkt nach der Geburt hingebracht wurde.Alles gegen ihren Willen.Sie ist Asylantin.
Was kann ich für diese Frau tun ? Hat sie Rechte ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Ihre Frage ist schwierig zu beantworten, da für eine treffend Antwort weitere Details erforderlich sind.

Grundsätzlich hat natürlich auch diese Frau Rechte. Dass sie nur aufgrund eines Asylrechts in der Schweiz aufhält und dass sie offenbar psychisch auffällig ist, ändert daran nichts.

Offenbar wurde ihr von der Vormundschaftsbehörde die Obhut und vermutlich auch das Sorgerecht entzogen. Da die Frau offenbar in einer psychiatrischen Einrichtung ist, bestehen durchaus berechtigte Zweifeln an ihrer Handlungsfähigkeit.

Die Verfügung der Vormundschaftsbehörde über den Entzug des Sorgerechts und der Obhut ist wie jeder andere Rechtsakt anfechtbar. Falls die Frau handlungs- und prozessfähig ist, sollte Sie prüfen, ob sie erfolgreich gegen diese Verfügung vorgehen kann. Falls die handlungs- bzw. prozessfähigkeit nicht gegeben ist, sollte ihr ein Beistand oder Vormund bestellt werden. Ausserdem wäre ihr ein Anwalt zur Seite zu stellen, der prüft, ob die Voraussetzungen für einen Sorgerechts- und Obhutsentzug gegeben sind.

Inwieweit Sie für die Frau tätig werden können, kann ich nicht beurteilen. Da Sie lediglich ein Bekannter der Frau zu sein scheinen, können sie diese grundsätzlich rechtlich nicht vertreten. Sie können zwar für sie einen Antrag auf Bestellung eines Beistands stellen. Sie können für sie auch einen Anwalt beauftragen. Letztlich ist aber auch die Zustimmung Ihrer Bekannten oder eines Vertretungsbeistands erforderlich.

Vor diesem Hintergrund empfehle ich Ihnen einmal abzuklären, ob die Unterbringung der Frau in der Psychiatrie gegen Ihren Willen überhaupt rechtmässig ist und ob ihr allenfalls bereits ein Beistand oder Vormund bestellt wurde. In eineem zweiten Schritt sollten Sie prüfen, ob gegen den Entscheid der Vormundschaftsbehörde (Sorgerechts- und Obhutsentzug) vorgegangen werden soll Zu diesem Zweck sollten Sie für Ihre Bekannte einen Anwalt beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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