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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Guten Tag.

Kundenfrage

Guten Tag. Es geht um Erbrecht. Als meine Mutter 1996 starb, haben alle 3 Kinder auf Ansprüche (Geld und das 3-Familienhaus )verzichtet um Vater nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. Nun will Vater das 3-Familienhaus verkauften zu einem Preis den wir Kinder nicht bezahlen können. Welche Geldrechte haben wir, wenn das Haus nicht an die Kinder sondern an eine Person verkauft wird die Vaters Verkaufspreis bezahlt? Er wird dann ca. CHF 500'000 Franken Gewinn erziehlen. Danke für die Antwort. Beste Grüsse XXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Nun, die Beantwortung hängt davon ab, wem das Haus gehört, bzw. in welcher Form Sie und Ihre Geschwister damals auf Ihre Erbansprüche verzichtet hatten.

Wurde die Erbschaft Ihrer Mutter damals geteilt bzw. die Erbengemeinschaft aufgelöst und haben Sie und Ihre Geschwister so verzcihtet, haben Sie heute keine Ansprüche. Ihr Vater kann frei entscheiden, zu welchem Preis und an wen er das Haus verkaufen will. Auch können Sie den Verkauf des Hauses in diesem Fall nicht verhindern. Ein Vorkaufsrecht oder einen Gewinnanspruch haben Sie nicht.

Selbstverständlich haben Sie und Ihre Geschwister im Falle des Ablebens Ihres Vaters Anspruch auf Ihr Erbe, namentlich auch auf den Teil des Erlöses, der dann noch nicht aufgebraucht ist.


Gehört das Haus zu einem Teil der Erbengemeinschaft, so haben Sie und Ihre Geschwister ein Mitspracherecht. Das heisst, der Vater kann das Haus gar nicht ohne Ihre Zustimmung verkaufen.
Unter welchen Bedingungen Sie und Ihre Geschwister die Zustimmung zum Hausverkauf geben, ist im Rahmen der Legalität uneingeschränkt möglich. Insbesondere können Sie Ihrem Vater die Zustimmung verweigern, solange er nicht bereit ist, Ihnen und Ihren Geschwistern aus dem Hausverkauf einen Teil zu bezahlen.

Am besten erkundigen Sie sich daher beim Grundbuchamt, auf wen das Haus eingetragen ist. Waren Ihre Eltern Miteigentümer des Hauses, so müsste dort mindestens ihr Miteigentumsanteil auf "Erben der Mutter" lauten. War Ihre Mutter nicht im Grundbuch eingetragen, wäre zu prüfen, ob Sie heute noch eine Erbengemeinschaft sind oder ob mit Ihrem damaligen Verzicht die Erbengemeinschaft beendet wurde. in letzterem Fall haben Sie wie bereits ausgeführt keine Möglichkeit, direkt am Gewinn aus dem Hausverkauf zu partizipieren.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Guten Abend Herr Aschwanden, danke für die kompetente Auskunft.

Habe schon mit dem Grundbuchamt telefoniert und klärende Antworten erhalten. Es besteht ein Vorkaufsrecht gegenüber den Kindern was beim Verkauf an Fremdpersonen zum Tragen kommt.

Herzlichen Dank für den tollen Service.

XXX

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Es wäre noch zu prüfen, ob es sich um ein sog. limitiertes Vorkaufsrecht handelt, oder ob es sich um ein unlimitiertes Vorkaufsrecht handelt.

Der Unterschied liegt darin, dass beim unlimitierten Vorkaufsrecht Sie bzw. Ihre Geschwister mindestens den Kaufpreis des Kaufinteressenten bezahlen müssen, um Ihr Vorkaufsrecht ausüben zu können.

Beim limitierten Vorkaufsrecht ist der Kaufpreis bereits bestimmt worden oder mindestens bestimmbar. Das heisst Ihr Vater muss vor dem Verkauf Ihnen bzw. Ihren Geschwistern das Haus zum im Vorkaufsrechtsvertrrag vereinbarten Preis anbieten und darf erst verkaufen, wenn alle Vorkaufsberechtigten abgelehnt haben.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten bzw. unter meiner Antwort auf einen der Smileys "toller Service", "informativ & hilfreich" oder "Frage beantwortet" zu klicken. Ansonsten wird mir meine Dienstleistung von JustAnswer nicht bezahlt. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Aschwanden,

es besteht ein befristetes Vorkaufsrecht mit einem festgelegten Kaufpreis.

So ist nun alles klar. Danke für die prompte Antwort.

Ein schönes Wochenende. XXX

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Perfekt. Dann kann Ihr Vater das Haus nicht zu einem beliebigen Preis an einen Dritten verkaufen, ohne Vorher die Zustimmung der Vorkaufsberechtigten einzuholen. zumindest solange die Befristung noch nicht abgelaufen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten bzw. unter meiner Antwort auf einen der Smileys "toller Service", "informativ & hilfreich" oder "Frage beantwortet" zu klicken. Ansonsten wird mir meine Dienstleistung von JustAnswer nicht bezahlt. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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