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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und HerrenIch hatte einen Wasserschaden

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren Ich hatte einen Wasserschaden und zwei Unterschränke in der Küche wurden abgebaut. Anschliessend hatte ich für 4 Wochen Trocknungsgeräte in meiner Wohnung stehen. Küche und Wohnung sind offen und der Krach in der Wohnung imens. Nun bietet mir der Vermiter 150 CHF an, da die Küche teilweis nicht genutzt werden konnte. Was ist mit dem anderen Teil der Wohnung, der auch nicht voll genutzt werden konnte wegen des Lärmes. Ist dies wirklich ein seriöses Angebot? Ich finde es lächerlich. Hier seine Berechnungsgrundlage: Die Berechnung präsentiert sich wie folgt (monatliche Nettomiete von CHF 1‘744.00 * 5% ./. 30 Tage x 50 Tage = CHF 145.33; gerundet CHF 150.00). Der gewählte Ansatz von 5% ist sicherlich angemessen, da der effektive Gebrauch der Küche, sprich die Nutzung der Gerätschaften, aufgrund des Schadens nicht eingeschränkt resp. beeinträchtigt war. Die Zeitdauer von 50 Tage, entspricht etwas mehr als 1,5 Monate, erachten wir ebenso als ausreichend bzw. korrekt. Freundliche Grüsse, Xxxxxx Xxxxxx

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Das Angebot des Vermieters ist nicht völlig unseriös, allerdings tatsächlich eher an der untersten Grenzen dessen, was angemessen wäre.

Zum Vergleich mit der Rechtsprechung der Mietgerichte in anderen Fällen, empfehle ich Ihnen gerne die Lektüre der Rechtsprechungsüberblicks des Mieterverbands:
http://www.mieterverband.ch/fileadmin/alle/Dokumente/Merkblaetter/maengel/mb_mangel_senkungsentscheide.pdf

Die dauernden Lärmimmissionen in der Wohnung durch die Trocknungsgeräte, die teilweise nicht mögliche Nutzung der Küche sowie die gesamten Umtriebe durch den Wasserschaden insgesamt würden aus meiner Sicht und soweit hier beurteilbar ein Mietzinsherabsetzung im Umfang von 5% bis 25% rechtfertigen.
Unter der Annahme das im Zeitraum der Renovations- bzw. Wiederinstandstellungsphase eine Mietzinsreduktion von 25% gerechtfertigt wäre, würde dies einem Anspruch von rund CHF 730.00 entsprechen. Dies dürfte wiederum eher an der oberen Grenze dessen liegen, was noch angemessen ist.

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen empfehlen, dem Vermieter ein Gegenangebot zu machen und zu erklären, dass Sie der Meinung sind, dass die Mietzinsredukation nicht nur im Umfang von 5%, sondern aufgrund der dauerhaften Lärmimmissionen und der teilweisen Unbenutzbarkeit der Küche usw. mindestens im umfang von 25% gerechtfertigt sei. Letzten Endes würd ich Ihnen zu einer Einigung raten, da sich ein mietgerichtliches Verfahren aufgrund des geringen Streitwerts kaum lohnt.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Aschwanden

 

Vielen Dank für Ihre information. Gerichtlich streiten wollte ich mich auch nicht. Eine Frage noch, darf ich meinen Verdienstausfall geltend machen? (Angestellter UBS)

 

Freundliche Grüsse,

Xxxxx Xxxxxx

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unter Umständen stellt der Verdienstausfall ein Schaden dar, der grundsätzlich geltend gemacht werden könnte. Sie müssten allerdings beweisen können, dass der Verdienstausfall eine direkten Kausalzusammenhang mit dem Wasserschaden hatte und sich der Verdienstausfall auch nicht hat vermeiden lassen (Schadenminderungspflicht).

Insgesamt ist für mich nicht ersichtlich, inwieweit ein Wasserschaden in der Wohnung einen Verdienstausfall zur Folge haben kann, der sich nicht vermeiden liesse. Daher dürfte die Geltendmachung des Verdienstausfalls wohl kaum Aussicht auf Erfolg haben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich hatte zwei Termine jeweils morgens um 11:00 Uhr. Die wurden seitens der Immobilienverwaltung vorgegeben. Eine Erstbesichtigung des Schadens und eine mit einem Bausachverständigen, der die Feuchtigkeit gemessen hat. Für beide Termine musste ich mit ÖV anreisen, sodass jeweils 2 Stunden zusammen kamen.

Ich bin Alleinstehend und erst seit November 2011 Mieter in der Überbauung und habe daher hier noch keinen Bekanntenkreis, dem ich den Schlüssel anvertrauen würde. Und da zu dem Zeitpunkt nicht feststand wer den Schimmelbefall verursacht hat, war ich schon lieber selbst vor Ort.

Und ich habe mich schon bemüht die Kosten klein zu halten, denn die Handwerker waren 5 mal in meiner Wohnung ohne das ich anwesend war, denn ich hatte mit ihnen ein Schlüsselversteck verabredet.

 

Ich denke mal über den Bonus nach. :-)

 

Freundliche Grüsse,

Xxxxxxxx Xxxxxx

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Damit ist Ihnen aber noch kein Schaden entstanden. Zunächst müssten Sie belegen, dass Sie im Stundenlohn angestellt sind oder für die Termine haben frei nehmen müssen. Abgesehen davon, müssten diese Stunden (notwendige Freizeit) ohnehin vom Arbeitgeber übernommen werden; zumindest dann wenn Sie eine 100% Stelle haben.

Selbst aber wenn Ihnen dieser Beweis noch gelingen würde, müsste argumentiert werden, dass den Vermieter kein Verschulden trifft, dass Ihnen ein Verdienstausfall entstanden ist. Zum einen ist es Ihre mietrechtliche Pflicht, Handwerker Zutritt zur Wohnung zu gewähren, zum anderen wäre es zumutbar, den Schlüssel jemandem von der Verwaltung anzuvertrauen.

Den Verdienstausfall könnten Sie bestenfalls dann geltend machen, wenn Sie aufgrund des Schimmelbefalls krank geworden sind und nicht haben arbeiten können. Ansonsten sehe ich keine rechtliche Grundlage für die Geltendmachung des Verdienstausfalls.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die Klarstellung. Ich habe dafür frei genommen, aber wenn der Arbeitgeber dies übernehmen muss, dann hole ich mir die Stunden bei ihm wieder zurück.

Danke XXXXX XXXXX für Ihre Auskünfte.

 

Freundliche Grüsse,

Xxxxxx Xxxxxx

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
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