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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Grüezi, meine Frage: meine Tochter war 5.5 jahre mit ihrem

Beantwortete Frage:

Grüezi, meine Frage:
meine Tochter war 5.5 jahre mit ihrem partner zusammen,davon 3 jahre und 8 monate in einer gemeinsamen wohnung. Zusammen haben sie eine Tochter die ist jetzt 3Jahre und 5Monate alt. Am 9.8.12 ist er nun ganz plötzlich ausgezogen ohne jegliche erklärungen. Nun ist die frage , muss er wirklich nur die Alimente und die Kinderzulagen bezahlen oder besteht die möglichkeit auf weitere Forderungen? Freundliche Grüsse H. Glesti
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Dass der Vater Ihrer Enklin Unterhalt für das Kind und die Kinderzulagen leisten muss ist klar, jedenfalls dann, wenn er die Vaterschaft anerkannt hat.

In Bezug auf weitergehende Forderung ist es sehr schwierig für Ihre Tochter, von ihm etwas erhältlich zu machen.

Zwar liegt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein sog. qualifiziertes Konkubinat vor, wenn ein Paar mit der Absicht der Familiengründung mehr als 5 Jahre zusammenlebt.

Nun ist das Konkubinat aber gesetzlich nicht geregelt. Deshalb kommen die Vorschriften über die einfach Gesellschaft gemäss Art. 530 ff. OR zur Anwendung.

Ob Ihre Tochter gestützt auf diese Bestimmungen etwas von ihrem ehemaligen Partner verlangen kann, hängt grundsätzlich davon ab, wer während der Dauer der Beziehung welche Beiträge in die Beziehung geleistet hat. Hat zum Beispiel Ihre Tochter die Wohnungsmiete alleine bezahlt, obwohl ihr Freund mit ihr die Wohnung gemeinsam bewohnte, hat sie unter Umständen einen Anspruch auf die Hälfte der Miete.

Etwas mit dem nachehelichen Unterhalt vergleichbares ist aber im Konkubinatsrecht nicht vorgesehen. Daher wird unverheirateten Paaren stets empfohlen, einen Konkubinatsvertrag abzuschliessen, wo genau solche Fragen geregelt werden. Ohne einen solchen Vertrag bestehen keine Unterhaltsansprüche Ihrer Tochter.

Falls ihre Tochter zum Schluss gelangt, dass Sie deutlich mehr (Geld) in die Beziehung investiert hat, als ihr Partner, so sollte sie sich persönlich an einen Anwalt wenden und prüfen, ob sie gegebenenfalls Ausgleichsansprüche stellen und beweisen kann.



Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
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