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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Autobahn A2 Kanton Uri: gemessene Geschwindigkeit 136km/h /

Beantwortete Frage:

Autobahn A2 Kanton Uri: gemessene Geschwindigkeit 136km/h / zulässige Geschwindigkeit 80km/h

Obwohl es um ein Mietwagen handelte und das Photo unscharf ist, meint die Staatsanwaltschaft von Uri dass ich Beschuldigt bin. Ich bezweifle, dass ich so schnell gefahren bin und habe vergessen, ob ich während diese Zeit das Auto gemietet habe. Ist es im Zweifel rechtlich, dass ich beschuldigt werde? Wie hoch schätzen Sie die Chance dass ich Recht bekomme?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Da es sich um einen Mietwagen handelte, hat die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft wohl entsprechende Auskünfte bei der Mietwagenfirma eingeholt. Dort dürften Sie als Mieter des Fahrzeugs zur Kontrollzeit eingetragen sein. Ansonsten wäre die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft ja nicht auf Sie gekommen.

Insofern ist das schlechte Foto nur ein weiterer Beweis, dass Sie das Fahrzeug gefahren sind.

Um diese Beweis zu widerlegen, reicht aus meiner Sicht und soweit hier beurteilbar die Behauptung allein, Sie seine das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt nicht gefahren, nicht aus. Vielmehr müssten Sie nachweisen können, dass jemand anderer gefahren ist oder gefahren sein muss, z.B. weil Sie sich damals nachweislich an einem anderen Ort aufhielten.

Dass die Messung falsch ist, kann natürlich behauptet werden. Auch hier sind allerdings Sie in der Pflicht, zumindest Glaubhaft zu machen, dass die aufgezeichnete bzw. gemessene Geschwindigkeit nicht mit der tatsächlichen Geschwindigkeit übereinstimmt.

Nach alledem besteht zumindest hinreichender Tatverdacht, um ein Strafverfahren gegen Sie zu eröffnen bzw. um einen Strafbefehl zu erlassen. Die Beschuldigung als solche ist gerechtfertigt.

Abgesehen von der Busse bzw. Geldstrafe im Strafbefehl (wohl ca. 35 Tagessätze), müssen Sie (sofern Sie im Besitze eines Schweizer Führerausweises sind) im Administrativverfahren mit einem Führerausweisentzug von mindestens drei Monaten rechnen.

Insgesamt schätze ich Ihre Chancen, mit einer Einsprache gegen den Strafbefehl Erfolg zu haben, als sehr gering ein. In Betracht kommt allenfalls eine Anpassung des Strafmasses. Ihrer Schilderung sind aber keine Äusserungen zu entnehmen, welche Sie vom Verdacht befreien, im Messzeitpunkt selber das Auto mit der gemessenen Geschwindigkeit gefahren zu sein. Für eine umfassende Beurteilung wären natürlich die Untersuchungsakten der Staatsanwaltschaft, sowie die Argumentation in Ihrer Einsprache im Detail zu prüfen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
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