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Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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mein ex hat mich aus dem gemeinsamen haus geschmissen (beide

Kundenfrage

mein ex hat mich aus dem gemeinsamen haus geschmissen (beide im Mietvertrag) hat die schlösser ausgetauscht und lässt mich nicht mehr rein. im haus gehört das inventar zu 90% mir ich hab jetzt kein daheim.was kann ich tun? polizei macht nichts.
dann haben wir noch 2 gemeinsame hunde davon möchte ich einen haben,für diesen besteht ein kaufvertrag wo ich der käufer bin.war bei der polizei hab strafanzeige erstattet.mein ex sagt ich hätte ihm den hund geschenkt er hat zeugen. ich möchte meinen hund aber bei mir haben und nicht monate warten bis das alles vor gericht geht und der richter dann vielleicht entscheidet das mein ex ihn haben darf. was kann ich tun???
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Grundsätzlich war die Auskunft meiner deutschen Kollegen bereits korrekt.

Auch nach Schweizer Recht haben Sie einen Anspruch auf Herausgabe des Hundes, da Sie seine Eigentümerin sind. Der Anspruch beruht auf Art. 641 ZGB.

Ganz abgesehen davon, hat Ihr ehemaliger Freund kein Recht, Sie einfach aus der Wohnung auszusperren. Da Sie Mitmietern sind und daher – unabhängig davon, ob Sie die Wohnung mitnutzen oder nicht – gegenüber dem Vermieter für den vollen Mietzins haften, haben Sie auch einen Anspruch auf Nutzung der Wohnung. Juristisch gesprochen, haben Sie Anspruch auf ungestörten (Mit-)Besitz der Wohnung. Ihr Freund hat Ihnen die Wohnung - soweit hier beurteilbar - durch verbotene Eigenmacht entzogen, weshalb Sie mit der Besitzesschutzklage gemäss Art. 927 ZGB gegen ihn vorgehen können.

Zuständig für die Beurteilung dieser Klagen ist das Gericht am Ort der gelegenen Sache, also das Bezirksgericht im Bezirk, wo sich die Wohnung befindet.

Dass die Polizei nichts unternimmt, ist nicht nachvollziehbar. Zumindest in Bezug auf den Hund dürfte der Tatbestand der (versuchten) Veruntreuung zu prüfen sein.

Ich empfehle Ihnen deshalb, Ihren Freund letztmalig aufzufordern, Ihnen all Ihre Sachen sofort herauszugeben und Ihnen Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Falls Sie gar nicht beabsichtigen, die Wohnung zu verlassen, sollten Sie den Mietvertrag kündigen (Zustimmung Ihres ehemaligen Freundes ist aber erforderlich!). Informieren Sie den Vermieter.

Falls dies alles nichts hilft, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als nochmals die Hilfe der Polizei zu beanspruchen und/oder Klage auf Herausgabe beim zuständigen Gericht einzureichen. Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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