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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Sehr geehrte Damen und Herren Ich wohne seit 4 Monaten nachdem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren
Ich wohne seit 4 Monaten nachdem mir meine Frau mitgeteilt hat, dass sie einen anderen Mann hat, nicht mehr im eigenen Haus. Kürzlich hat sie mir mitgeteilt, dass sie von mir getrennt werden möchte und sie mit mit Ihren Freund der im Moment noch in Deutschland lebt, zusammenwohnen will (Er würde in die CH ziehen). Sie hat mir zwei Varianten vorgeschlagen. Variante 1. Sie sucht für sich und ihren Freund eine Wohnung. Die Kosten fürs gemeinsame Einfamilienhaus müsste ich bezahlen und zusätz. noch den Unterhalt an sie leisten. Variante 2. Sie bleibt im Einfamilienhaus würde einen Teil der Kosten des Hauses übernehmen. Der andere Teil der Kosten und der Unterhalt ans sie müsste ich leisten. Sitmmt das So und wie sehen meine Unterhaltsbeiträge an sie aus wenn sie in einem konkubinatsähnlichen Zustand mit dem Freund zusammen wohnt ?
Ich habe meiner Frau mitgeteilt, dass ich von ihr geschieden werden möchte. Sie blockt ab, weil Sie die Scheidung vom Verkaufserlös des Hauses abhängig macht. Ich habe erfahren, dass eine Scheidung losgelöst vom Hausverkauf möglich ist. Stimmt das ?
Uebrigens ich bin 57 Jahre alt mit noch Ehefrau 53 Jahre. Wir sind seit 28 Jahren verheiratet. Wir haben zwei erwachsene Kinder.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort ! Arthur Aebi
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Ich werde Ihre Frage nicht vollumfänglich beantworten können, da für eine genaue Berechnung des Unterhalts etc. mehr Details (laufende Kosten, Einkommen, Vermögen, Aufgabenteilung während der Ehe etc.) bekannt sein müssten.

Grundsätzlich können Sie die Scheidung gegen den Willen Ihrer Frau erst nach den zwei sog. Trennungsjahren einreichen. Wichtige Gründe (Art 115 ZGB), wonach eine Scheidungsklage ausnahmsweise auch bereits vor Ablauf der Trennungszeit möglich ist, sind nicht ersichtlich.

Eine Scheidung ist vorher möglich, wenn beide Ehegatten die Scheidung beantragen bzw. mit der Scheidung grundsätzlich einverstanden sind. Eine Einigung über die Folgen der Scheidung (Unterhalt, güterrechtliche Auseinandersetzung etc.) ist nicht erforderlich.

Es gibt bei Scheidungen keine "richtige" oder "falsche" Variante. In erster Linie sind die Ehegatten frei, die Folgen der Scheidung im Rahmen des gesetzlich Zulässigen selbst eine Lösung zu suchen.

Aufgrund der langen Ehedauer und (Annahme) dass wohl Ihre Frau die Kindererziehung und den Haushalt während der Ehe übernommen hatte, ist damit zu rechnen, dass Sie ihr nachehelichen Unterhalt bezahlen müssen (Art. 125 ZGB). Eine gesetzliche Konkubinatsklausel gibt es nicht. Eine solche könnte aber grundsätzlich in einer Scheidungskonvention vereinbart werden. Ausserdem wäre der finanzielle Beitrag des neuen Partners Ihrer Frau an ihren gemeinsamen Haushalt bei der Unterhalts- bzw. Bedarfsberechnung zu berücksichtigen.

Die Unterhaltsberechnung ist mir hier ohne Detailsangaben nicht möglich (vgl. oben). Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage des sog. Betreibungsrechtlichen Existenzminimums, das je nach Kanton variiert. Dabei wird wie gesagt beim Grundbedarf berücksichtigt, ob Ihre Frau alleine oder mit einer anderen Erwachsenen Person zusammenlebt. Mit Ausgaben für Krankenkasse, Steuern, Miete (Hypozins/Eigenmietwert) etc. wird dann der Bedarf Ihrer Frau und Ihr Bedarf ermittelt.
Diesem Bedarf wird dann das Einkommen von Ihnen und Ihrer Frau gegenüber gestellt. Ein Überschuss wird dann grundsätzlich hälftig geteilt.

Einfach gesagt, bedeutet dies, dass das was Sie und Ihre Frau mehr verdienen als Sie beide brauchen, wird hälftig geteilt, so dass danach jeder gleichviel zum Leben hat.

Beide Vorschläge Ihrer Frau scheinen mir nicht gerecht, wobei mir hier aber eine abschliessende Beurteilung nicht möglich ist.

Grundsätzlich stimmt es aber, dass die Einreichung der Scheidung (vgl. oben) möglich ist, ohne dass bereits eine Einigung über den Verkaufserlös bzw. den Verkehrswert des Hauses möglich ist. Solange Ihrer Frau aber sagt, sie wolle sich nicht scheiden lassen (egal aus welchem Grund), ist eine Scheidung vor Ablauf der beiden Trennungsjahre ausgeschlossen.

Ich empfehle Ihnen, sich von einem Anwalt beraten zu lassen und ihm alle Unterlagen zur Beurteilung vorzulegen. Allenfalls ist auch eine Scheidungsmediation in Betracht zu ziehen, bei der Sie und Ihre Frau versuchen, mit Unterstützung eines Mediators selber eine Lösung zu erarbeiten. Resultat ist dann oft eine Scheidungskonvention, die dann dem Gericht zur Genehmigung bzw. zur Durchführung der Scheidung vorgelegt wird.



Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort im Anschluss zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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