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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Wir leben seit 7 Jahren im Konkubinat (in BL)und haben immer

Kundenfrage

Wir leben seit 7 Jahren im Konkubinat (in BL)und haben immer wieder Probleme und Streitigkeiten wegen der gemeinsamen Kostenaufteilung. Mein Partner hat ein Jahresgehalt von CHF 195`513,-- (netto) und habe eine Invalidenrente von CHF 56`400,-- (netto)jährlich. Welche Empfehlung würden Sie im Prozentverhältnis geben? Oder muss jeder gleich viel beitragen - egal welches Einkommen? Gibt es Gesetze?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort! Gabriele Reist, Liestal
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Das Konkubinat ist gesetzlich in der Schweiz nicht geregelt. Die Lehre und Rechtsprechung greift daher auf die Regelung über die einfache Gesellschaft gemäss Art. 530 ff. OR zurück. Mit anderen Worten wird ein Konkubinat wie eine kleine Firma, bestehend aus zwei Privatpersonen (Gesellschafter) behandelt.

Ihre Frage wird daher in Art. 531 OR beantwortet. Da heisst es:

Jeder Gesellschafter hat einen Beitrag zu leisten, sei es in Geld, Sachen, Forderungen oder Arbeit.

Ist nicht etwas anderes vereinbart, so haben die Gesellschafter gleiche Beiträge und zwar in der Art und dem Umfange zu leisten, wie der vereinbarte Zweck es erheischt.

Um Ihre Frage zu beantworten: Grundsätzlich müssen die Beiträge der Konkubinatspartner gleichwertig sein, es sei denn, es werde etwas anderes vereinbart. Ob dies auch bedeutet, dass Sie z.B. gleich viel an die monatliche Miete zahlen und gleich viel in die Haushaltskasse, hängt davon ab, ob nicht noch Haushaltsarbeiten etc. berücksichtigt werden müssen, die ebenfalls als Beitrag gelten.

Da Ihr Partner deutlich mehr verdient als Sie, scheint es mir angemessen, dass er auch finanziell den grösseren Beitrag leistet. Umgekehrt können Sie Ihre Arbeitskraft einbringen (z.B. Wäsche waschen, Gartenarbeit, Haushalt etc.), um Ihren betragsmässig geringeren Anteil auszugleichen.

Eine prozentuale Angabe der Verteilung der Kosten ist mir nicht seriös möglich, da es wesentlich darauf ankommt, was Sie vereinbart haben und wie die Aufgabenverteilung im gemeinsamen Haushalt erfolgt.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu bewerten. Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, können Sie meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -