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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Guten Tag wir haben einen shop, einen Kunde hat bei uns was

Kundenfrage

Guten Tag wir haben einen shop, einen Kunde hat bei uns was gekauft eine Ledertasche fürs Händi und nach zwei Monate war das Produkt defekt . Der kunde behauptet das er 12 Monate Garantie hat aber wir sagten nein . 14 Tage Rückgaberecht mehr nicht . Wir möchten wissen hat der Kunde recht oder nicht.Und er redet von (z.B. über den Konsumentenschutz.

mfg I.Fuhrer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Eine Garantie besteht nur dann, wenn dies so vereinbart wurde. Im Zweifel muss der Kunde (z.B. anhand des Kaufvertrages, Ihrer AGB's oder aufgrund einer Garantiekarte) beweisen können, dass eine 1-Jahresgarantie vereinbart wurde. Dies ist offenbar nicht geschehen.

Die Garantie ist nicht zu verwechseln mit den Gewährleistungsrechten wegen Mängeln an der gekauften Sache. Diese können grundsätzlich nur während eines Jahres nach Ablieferung der Sache geltend gemacht werden (Art. 210 OR). Allerdings bezieht sich dieses Recht nur auf Mängel, die bei der Übergabe der Sache bereits offensichtlich oder versteckt vorhanden waren.

Wenn der Kunde nicht beweisen kann, dass ein Materialfehler oder schlechte Verarbeitung vorlag, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass er die Handytasche wegen unsachgemässer Behandlung nach korrekter Ablieferung beschädigt hat.

Soweit sich das hier beurteilen lässt, hat der Kunde also keinen Anspruch auf Entschädigung, es sei denn, er könne beweisen, dass die Handytasche bereits beim Kauf an einem offenen oder versteckten Mangel liegt. Da der Kunde nach Erhalt der Sache unverzüglich keinen Mangel gerügt hat (Mängelrüge gemäss Art. 201 OR), ist ein offener Mangel wohl ebenfalls nicht anzunehmen.

Viele Geschäfte zeigen sich aus Reputationsgründen in solchen Fällen kulant und erstatten den Kaufpreis ganz oder teilweise zurück und versenden einen Ersatz. Rechtlich sind Sie dazu aber nicht verpflichtet. Beim Konsumentenschutz wird der Käufer auch keinen Erfolg haben.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -