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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

ich habe vor dem ein monat "louis vuitton" tasche in internet

Kundenfrage

ich habe vor dem ein monat "louis vuitton" tasche in internet ( www.ioffer.com) bestelt. vor paar tagen ist die tasche auf die grenze gestopt und ich habe ein brief bekomen "verdacht auf verstoss gegen markenschutzgesezt". zwei tage später ein brief von anwalt wo statt weil muss ich jetzt 900 sfr bezahlen und wenn ich das in frist von 10 tage nicht tue kriege ich ein verfahren. ich bin jetzt ganz verzweifelt . 900 sfr ist nicht wenig aber habe ich angst dass wenn ich das nicht zahle kann mich das noch mehr kosten. was soll ich machen? ich habe doch nicht gewusst weil die tasche gefälscht ist, ich habe öfters sache in internet bestelt und nie probleme gehabt. danke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Da Sie (wenn auch ohne böse Absicht) die offenbar gefälschte Tasche für Ihren Eigengebrauch bestellt haben, haben Sie sich nicht strafbar gemacht. Doch beachten Sie: Während früher nur der gewerbsmässige Import von gefälschten Markenartikeln verboten war, ist das seit dem 1. Juli 2008 auch für den privaten Gebrauch untersagt.

Das Verbot erlaubt dem Zoll, diese Artikel einzuziehen. Er kann zudem den entsprechenden Markeninhaber (Louis Vuitton) benachrichtigen. Deshalb haben Sie jetzt vom Anwalt der Marke Louis Vuitton ein Schreiben bekommen.

Leider sind solche Anwaltsbriefe unnötig drängend, manchmal sogar drohend formuliert. Deshalb ist es gut zu wissen, wie man bei einer derart unangenehmen Überraschung vorgeht: Teilen Sie dem Anwalt und auch dem Zoll mit, dass Sie mit der Vernichtung der gefälschten Artikel selbstverständlich einverstanden sind. Damit verlieren Sie zwar das für die gefälschte Tasche bezahlte Geld, aber es entstehen Ihnen keine weiteren Kosten.

Zu den verlangten 900 Franken: Der Anwalt begründet diese allgemein mit Gebühren der Zollverwaltung, Spesen und Honorar für ihn und Schadenersatz wegen der Markenverletzung. Doch eine solche Pauschalforderung ist unzulässig. Deshalb können Sie den Betrag bestreiten und dem Anwalt mitteilen, dass Sie nicht zahlen werden.

Der Handel mit gefälschten Marken- und Designartikeln hat in den letzten Jahren stark zugenommen – quer durch alle möglichen Produkte: Lederwaren, Textilien, Luxusuhren, CDs, DVDs, Parfums, Medikamente. Darum sollten Konsumentinnen und Konsumenten bei Bestellungen im Internet kritisch sein. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Produkt bloss einen Bruchteil des Originals kostet, wenn das Foto dazu undeutlich ist und wenn als Herkunft China, Hongkong oder die Türkei angegeben ist. In diesen Fällen verzichtet man besser auf den Kauf, um sich keine Schwierigkeiten einzuhandeln.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
muss ich jetzt das schrieftlich dem anwalt beteilen dass ich das geld nicht zahlen werde aber mit vernichtung der wahre einferstanden bin
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das würde ich Ihnen empfehlen, ja. Am besten per Einschreiben.
Advokaturbüro und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
muss ich auch in diese brief begrunden wieso ich das geld nicht zahlen werde oder was soll ich dort genau schrieben?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
muss ich in dem brief denn noch begrunden wieso ich die geld nicht zahlen werde oder was soll ich dort eigentlich schrieben
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich würde empfehlen, so wenig wie möglich zu schreiben. Schreiben Sie nur, was ich Ihnen gesagt habe, also dass Sie mit der Vernichtung der Tasche einverstanden seien, Sie aber keine rechtliche Grundlage sähen, Geld an den Anwalt zu bezahlen. Eine Begründung ist nicht notwendig.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
Rechtsanwalt und Mediator

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