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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Mein Arbeitgeber wollte meine Stelle als Aussendienstmitarbeiter

Kundenfrage

Mein Arbeitgeber wollte meine Stelle als Aussendienstmitarbeiter per Ende Januar 2012 kündigen.
Ich wurde aber vorher 23.01.2012 von meinem Hausarzt krankgeschrieben.
Am 14. März 2012 wurde ich zum Vertrauensarzt der Firma aufgeboten.
Dieser schrieb mich bis 14. April 2012 zu 100% krank und bis 14. Mai 2012 50%.
Per Ende Mai habe ich mein Arbeitsverhältnis bei der Firma auf den 31.08.2012 gekündigt (3 Monate Kündigungsfrist).
Nun meine Frage: Habe ich während meiner Krankheitszeit Anspruch auf nicht beziehbare Ferientage? (Ferienanspruch 6 Wochen pro Jahr).
Habe von meiner Firma eine Freistellungsvereinbarung erhalten welche den Anspruch ausschliesst.
Besten Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüssen
Erich Strässle
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Zunächst bitte ich Sie, die aussergewöhnlich lange Wartezeit, die auf technisches Problem zurückzuführen ist, zu entschuldigen.

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf Ihre Ferientage. Diese dürfen nicht mit Tagen an denen Sie krankgeschrieben sind, verrechnet werden.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Arbeitgeber einen Ferienkürzungsanspruch hat. Nach Art. 329b Abs. 1 OR darf der Arbeitgeber die Ferien um 1/12 pro vollen Monat in dem Sie krankgeschrieben sind/waren kürzen, sofern Sie mehr als einen Monat krankgeschrieben sind.

Abgesehen von dieser Bestimmung bleibt Ihr Ferienanspruch aber pro rata (also anteilmässig auf die Dauer des Arbeitsverhältnisses: bis Ende August also 20 Tage) bestehen und ist nicht verrechenbar.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Advokaturbüro und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Noch eine kurze Frage: Könnte mich der Arbeitgeber bis zum Ende der Vertragsdauer in den Innendienst holen? Wurde mir nämlich angedroht im Falle einer Auszahlung des Ferienanspruches..
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Noch eine kurze Frage: Könnte mich der Arbeitgeber bei Auszahlung des Ferienanspruches bis zum Ende der Vertragslaufzeit (31.8.) in den Innendienst versetzen? Dies wurde mir nämlich telefonisch "angedroht"
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine Versetzung ist grundsätzlich innerhalb des Betriebes zulässig. Allerdings darf Ihr Arbeitgeber Sie nur unter folgenden Bedingungen versetzen:

Innerhalb desselber (vertraglich festgehaltenen) Arbeits- bzw. Einsatzortes, oder
Ausserhalb des vertraglich vereinbarten Einsatzortes mit Ihrer Zustimmung.

Es hängt also vom Inhalt Ihres Vertrages ab, ob eine Versetzung in den Innendienst zulässig ist. Wenn Ihr Arbeitgeber Sie nicht mehr im Aussendienst einsetzen will oder kann, obwohl dies vertraglich ausschliesslich als Ihre Tätigkeit vorgesehen ist, gerät er in sog. Annahmeverzug. Das heisst, Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen die Arbeit zuzuweisen, die er Ihnen vertraglich versprochen hat.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt -

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