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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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unsere tochter hat einen sohn 3j 4mt und wohnt mit ihm bei

Kundenfrage

unsere tochter hat einen sohn 3j 4mt und wohnt mit ihm bei uns. ich, grosi, kümmere mich während ihrer arbeitszeit um den kleinen. nun zieht sie aus. sie will mir den kleinen jeden morgen bringen, was bedingt, dass sie ihn ca. 5h30 wecken muss!! unser vorschlag wäre, den kleinen während der arbeitszeit weiterhin bei uns zu lassen, d.h. mo - fr und übers weekend bei ihr. mein mann und ich möchten jedoch mit unserer tochter ein gemeinsames sorgerecht, da wir meinen, dass es vieleicht von nöten sein könnte. unsere tochter will das partout nicht, das sei alles was sie noch habe, ihre antwort. was können wir tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Eine Mediation ist sicher sinnvoll, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Die Chance das eine gute Lösung zustande kommt, ist bei einer Mediation wohl grösser, als bei einem juristischen Vorgehen.

Aus rechtlicher Sicht ist Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Offenbar ist Ihre Tocher alleinerziehend bzw. konnte Sie Ihre Hilfe, nicht aber die Hilfe eines Vaters bei der Kindererziehung in Anspruch nehmen. Ich gehe davon aus, dass Ihre Tocher volljährig ist und derzeit das alleinige Sorgerecht nach Art. 298 Abs. 1 ZGB hat.
Dies kann nur nach den gesetzlichen Vorschriften nur dann geändert werden wenn:
die Mutter unmündig, entmündigt oder gestorben ist ihr die elterliche Sorge entzogen
wurde. In diesem Fall wäre die elterliche Sorge von der Vormundschaftsbehörde auf einen Vormund zu übertragen. Als Vormund würden auch Sie in Betracht kommen.

Grundsätzlich ist aber ein Sorgerecht der Grosseltern - auch nicht gemeinsam mit der Tochter - gesetzlich nicht vorgesehen. Wenn überhaupt, wäre das nur mit der Zustimmung der Mutter möglich (Art. 298a ZGB). Alternativ könnten Sie natürlich bei der Vormundschaftsbehörde eine Gefährdungsmeldung machen und verlangen, dass Ihrer Tochter das Sorgerecht entzogen würde und Sie und Ihre Mann als Vormund für den Kleinen bestellt werden.

Aufgrund Ihrer Schilderung sehe ich allerdings keine Kindeswohlgefährdung. Natürlich ist es nicht optimal, wenn das Kind um 05.30 Uhr in der früh geweckt werden muss, um tagsüber bei Ihnen untergebracht zu werden. Das Wohl des Kindes dürfte dadurch im rechtlichen Sinne nicht gefährdet sein.

Ausserdem muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie grundsätzlich keinen Anspruch auf Umgang mit Ihrem Enkel haben. Offenbar ist Ihre Tochter auf Ihre Unterstützung angewiesen. Im Falle eines Zerwürfnisses könnte Sie sich aber auch an eine soziale Einrichtung, Kindertagesstätte etc. wenden und Sie müssten schlimmstenfalls ganz auf Ihren Enkel verzichten und sich wirksam dagegen wehren zu können.

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen dringend zu einer Einigung mit Ihrer Tochter. Wie erwähnt, halte ich eine mediative Lösung für empfehlenswert. Von einem gerichtlichen Vorgehen würde ich Ihnen abraten.

Für eine umfassende Abklärung und Beurteilgung, wären natürlich alle Detailumstände zu prüfen, insbesondere, ob das Kindeswohl bei der Mutter tatsächlich nicht gefährdet ist.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
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Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wo ist denn die schmerzgrenze des kindeswohl? also wie wird das definiert?

 

 

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Kindeswohlgefährdung liegt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darin, „dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre“ (BGE 5C.258/2006).
Gemäss UNO-Kinderrechtsdeklaration gilt das Kindeswohl dann als gewahrt, wenn sich ein Kind "... gesund und natürlich in Freiheit und Würde körperlich, geistig, moralisch, seelisch und sozial" entwickeln kann.

Dies sind natürlich sehr schwammige Definitionen, die grossen Ermessenspielraum lassen. Letztlich geht es immer um die Abwägung der verschiedenen Interessen, wobei das Interesse des Kindes im Vordergrund steht.

Da Kindeswohl ist demnach gefährdet, wenn das Kind körperlich oder seelisch leidet. Nun würde in einem Prozess Ihre Tochter damit argumentieren, dass das Kindeswohl viel mehr beeinträchtigt werde, wenn es Ihre Mutter nur an den Wochenenden sieht, als wenn es täglich früh aufstehen muss.

Diese Argumentation entstammt natürlich dem Eigeninteresse und einem gewissen Egoismus der Mutter, das Kind für sich zu haben. Ich vermute, dass im von Ihnen geschilderten Fall dennoch eher zu Gunsten der Mutter entschieden würde.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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