So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Advokaturbüro.

Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schweizer Recht hier ein
Advokaturbüro ist jetzt online.

Sehr geehrtes Team zufälligerweise bin ich auf diese Seite

Kundenfrage

Sehr geehrtes Team zufälligerweise bin ich auf diese Seite gestossen. Ich habe einen Sohn (seit Nov 2011 18 Jahre alt) welchen ich aber nie sehen durfte (Ausser nach einem Vergleich als er 3.5 Jhare war alle 6 Wochen einmal 1-2 Stunden in Begleitung) Als er 11 Jahre war ist die Mutter nach Graubünden gezogen wo ich dann mein Besuchsrecht nicht mehr ausüben konnte. Nun habe ich erfahren das mein Sohn auch Anrecht auf die Familienzulage hat, was ich nicht wusste im Urteil stand nur etwas von der Kinderzulage. Ich hatte nun Rückwirkend von meinem Arbeitgeber für das letzte Jahr Ausbildungs-Und Familienzulage erhalten und nachdem mich mein Sohn auf sein Recht aufmerksam gemacht hat auch alles sofort überwiesen. Frage 1a:
Nun meine Frage; wie lange muss ich nun Rückwirkend diese Zulage zurückbezahlen? Sind dies 5 Jahre Verjährungsfrist oder 10 Jahre "absolute Verjährungsfrist? Natürlich bezahle ich die Familienzulage Rückwirkend doch 10 Jahre ist doch etwas viel für mich. Zudem habe ich die Beiträge der Mutter geschickt (für meinen Sohn) und der Beistand (Amtsvormund) hat die "Korrektheit" meine Zahlungen scheinbar nie geprüft.
Frage 1b:
Ab wann beginnt diese Verjährungsfrist?
Frage2:
 Ich habe in den letzten 5 jahren (wenn ich die fehlenden 4 Jahre Fam.-Zulage) dazurechne ingesammt 76'250.- CHF Unterhalsbeiträge bezahlt. Nun fordert mein Sohn noch 35'000.- (für die letzten 5 Jahre) bei mir ein, weil er eine Privatschule besuchen musste.
Muss ich das bezahlen?
Ich wurde nie informiert oder auch nicht gefragt ob ich noch was zusätzlich zahlen würde. Auch von seinem Beistand (einem Amtsvormund) wurde ich ausser von seiner Exsistenz nie informiert über das Befinden meines Sohnes.
Frage 3:
Sollte ich für diese Angelegenheit einen Anwalt zu Rate ziehen, am besten wäre es für mich und auch für meinen Soh diese Sache aussergerichtlich zu klären. Aber wie? Was schlagen Sei vor?

Für eine Antwort wäre ich hocherfreut und sehr Dankbar
Beste Grüsse Roman Wille (Basel Erlenstrasse 78) E-Mail:[email protected] [email protected]

Anhang
E-mail von meinem Sohn:


Du wolltest ja das ich die genaue Rechtliche Situation abkläre, gesagt getan.

Unsere Situation (dass wir nie kontakt hatten (warum auch immer) ist rechtlich unrelevant .

Auch das "Urteil des Bezirksgerichts Arlesheim" vom 10.November 1994 wurde miteinbezogen.

Ich habe zur Sicherheit 2 Anwältinnen gefragt damit auch wirklich die richtige Antwort dabei rauskommt. 

Es gibt eine Verjährungsfrist von 5 Jahren im Normalfall, da ich aber die letzen 18 Jahre Minderjährig war (Kind)  kommt die sogenannte Absolute Verjährungsfrist von 10 Jahren zur Geltung. Das bedeutet rein gesetzlich musst du mir die letzen 10 Jahre geben.

Da ich aber eigentlich klar Anspruch auf die letzen 18 Jahre hätte das aber nicht gesetzlich so festgesetzt ist wurde mir noch etwas anderes gesagt und zwar kann ich von den letzen 5 Jahren die hälfte von meiner Privatschule zurückfordern  natürlich wusstest du nicht das ich eine Privat Schule besuch(t)e darum ist es auf 5 Jahre beschränkt die ich zurückfordern kann wenn diese als "notwendig" angeschaut worden ist da ich in eine Privat Schule wegen Mobbing gewechselt bin gibt es von der Vormundschaftsbehörde eine Bescheinigung das die Schule als notwendig und nicht als extra angesehen wird.

Das bedeutet wenn ich das jetzt als Auftrag an meine Anwältinnen  weitergebe musst du das alles bezahlen.(was sehr viel wäre (siehe Liste unten) 

Es gibt absolut keine Möglichkeit das du davon befreit wirst aufjedenfall nicht von den 10 und 5 Jahren.

Weil es aber sehr viel ist und ich kein Verfahren starten möchte gegen meinen Vater wurde mir empfohlen es zuerst Privat zu klären das bedeutet das wir uns bei einer Summe treffen und ich dir dann bescheinige das ich rechtlich auf die Ansprüche verzichte bzw. nicht die volle Summe rechtlich einfordern werde.

also 10 Jahre Familienzulagen (minus 1 Jahr das du mir ja überwiesen hast)  sind 14'040 FR

Und die letzen 5 Jahre Privat Schule sind mindestens 70'000FR wovon du die hälfte bezahlen musst das bedeutet ca. 35'000FR .

Das zusammen gibt 49' 040 Angaben ohne Gewähr.

Wie gesagt würde ich eine Private Einigung bevorzugen.

Bitte ruf mich diese Woche noch an, damit ich meiner Anwältin (die von den 2 die das verfahren dann übernehmen würde ) bescheid geben kann ob eine Private Einigung möglich ist.



Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Zunächst einmal ist festzuhalten, was genau Familienzulagen sind:

Einerseits versteht man unter Familienzulagen die Kinderzulage: sie wird ab dem Geburtsmonat des Kindes bis zum Ende des Monats ausgerichtet, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet; ist das Kind erwerbsunfähig, so wird die Zulage bis zum vollendeten 20. Altersjahr ausgerichtet (Art. 3 Abs. 1 lit. a FamZG). Sie beträgt mindestens CHF 200.00 pro Monat: BS/BL: CHF 200.00, GR: CHF 220.00.

Andererseits ist auch die Ausbildungszulage: sie wird ab dem Ende des Monats, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet, bis zum Abschluss der Ausbildung ausgerichtet, längstens jedoch bis zum Ende des Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet. Sie beträgt mindestens CHF 250.00 pro Monat, BS/BL: 250.00, GR: CHF 270.00.

Es besteht jeweils nur Anspruch auf eine der beiden Zulagearten. Es ist nicht möglich, Kinder- und Ausbildungszulage gleichzeitig geltend zu machen.

Nach Art. 8 FamZG müssen Familienzulagen zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen vom Unterhaltsverpflichteten bezahlt werden.

Seit 2009 verjährt Ihr Anspruch gegenüber Ihrem Arbeitgeber bzw. gegenüber dem Kanton auf Familienzulagen nach fünf Jahren. Davor betrug die Verjährungsfrist 2 Jahre. Ebenfalls verjähren die Ansprüche Ihres Sohnes Ihnen gegenüber nach 5 Jahren (Art. 128 Ziff. 1 OR).

Der Anspruch Ihres Sohnes Ihnen gegenüber auf Zahlung der Ausbildungszulage ist aufgrund der eingetretenen Verjährung daher maximal im Umfang von CHF 15'000.00 durchsetzbar (5 Jahre x 12 Monate x CHF 250.00). Dass die Verjährungsfrist 10 Jahre sein soll, weil Ihr Sohn noch nicht volljährig war, ist Unsinn. Der Anspruch war fällig und hätte ohnehin von seinem gesetzlichen Vertreter (Vormund) geltend gemacht werden müssen.

Da die Ausbildungszulage im Kanton Graubünden höher ist, als im Kanton BL/BS, kann Ihr Sohn bzw. seine Mutter die Differenz im Umfang von CHF 1'200.00 (5 Jahre x 12 Monate X 20.00) direkt beim Kanton geltend machen.

Ob Ihr Sohn aber überhaupt noch einen Anspruch auf Familienzulagen Ihnen gegenüber hat, wäre noch zu prüfen. So ist es durchaus möglich, dass er oder seine Mutter die Familienzulagen bereits erhalten hat bzw. direkt vom Kanton beziehen konnte (vgl. Art. 7 und Art. 9 FamZG).

Nicht abschliessend beurteilen kann ich hier, ob Sie Ihrem Sohn die Privatschule bezahlen müssen. Natürlich müssen Sie ihm bis zum Abschluss seiner (Erst-)Ausbildung weiterhin Unterhalt bezahlen, grundsätzlich gemäss Scheidungs- bzw. Unterhaltsurteil des Bezirksgerichts Arlesheim. Mehr aber nicht.

Falls Ihr Sohn mehr benötigt oder verlangen will, als Sie gemäss Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Arlesheim leisten müssten, so muss er diesen Anspruch gerichtlich geltend machen. Nach Art. 279 ZGB kann er den Unterhalt nur für 1 Jahr rückwirkend vor der Klageerhebung einklagen.

Ihr Sohn hat aber insoweit recht, als dass Ihr persönlicher Umgang kein Einfluss auf die rechtliche Lage bzw. auf Ihre Unterhaltspflicht hat. De Forderung Ihres Sohnes in Höhe von CHF 49'040.00 ist aber absurd; dies jedenfalls dann, wenn Sie in den letzten Jahren Ihrer Unterhaltspflicht gemäss Gerichtsurteil nachgekommen sind.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, umgehend mit Ihrem Arbeitgeber das Gespräch zu suchen und die Familienzulagen zu verlangen bzw. von der Familienausgleichskasse Ihres Kantons die Familienzulagen rückwirkend (für 5 Jahre) einfordern.
Das Geld, das Sie so erhalten, müssen Sie natürlich an Ihren Sohn weiterleiten. Auf keinen Fall sollten Sie sich ohne eine weitere Überprüfung des Anspruchs Ihres Sohnes einfach zahlen oder sich auf die von ihm behaupteten Zahlungen einlassen. Ich bezweifle, dass er sich tatsächlich qualifizierten anwaltlichen Rat eingeholt hat.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Aschwanden,

besten Dank für Ihre Antwort.
Ich müsste noch etwas berichtigen;
Ich habe immer Familienzulage und Kinderzulage (später ab dem 16. Altersjahr Ausbildungszulage) erhalten. Im Moment da ich nur 12 Gehälter pro Jahr erhalte sind dies -> 130.- Fam-Zulage und 275.- Ausbildungszulage.

1. Kinderzulagen respektive Ausbildungszulagen und Alimente (inklusive Teuerung) habe ich immer vollumfänglich an die Mutter weitergeleitet.(Ab Nov 2011 an meinen Sohn)
Es handelt sich um die Familienzulage welche im Urteil der "Vaterschaftklage" nicht explizit erwähnt wurde. Daher habe ich immer gedacht das dies mir zusteht - ist aber nicht so (das weiss ich erst seit Jetzt).
Zur Erklärung: Ich habe vor einem Jahr (März 2011) einen neuen Job angenommen und die Formulare zum Antrag von Zulagen an die Mutter + Sohn (+Beistand) weitergeleitet, ohne jede Reaktion bis mein Sohn nun Volljährig wurde (Nov 2011) plötzlich hat es pressiert. So hat er mehrmals meinem Arbeitgeber angerufen und nachgefragt ob der Antrag respektive die Zulagen mir ausbezahlt wurden, dabei erfuhr er von der Familienzulage; danach habe ich das von meinem Sohn sehr unsanft erfahren das die Fam.-Zulage Ihm zusteht.
Nun habe ich die Ausbildungszulagen und auch die Fam.-Zulage vom Arbeitgeber Rückwirkend erhalten und sogleich weitergeleitet. -> Da mein Sohn erst vom Nov2011 Volljährig wurde habe ich 4 Monate an den Sohn bezahlt (4x(130+275)=1620.-) und 8 Monate an die Mutter (8x(130+275)=3240.-CHF).

Zusatzfrage:
1.a
Da ich schon 1 Jahr Rückwirkend bezahlt habe, heisst dies: ich muss nun noch 4 Jahre Rückwirkend Familienzulagen bezahlen?
1.b
Ab wann beginnt denn die Verjährungsfrist?
2.
Wenn mein Sohn Rückwirkend (für max 1 Jahr und nicht 5) etwas für die "Privat-Schule" will muss er mich nach Art.279 ZGB einklagen? Verstehe ich das Richtig?
3.
Genügen die vom Gericht bestimmten Alimente nicht, auch für eine Privatschule?
4.
Wo muss mein Sohn eine allfällige Klage einreichen, b.z.w. welches Gericht ist denn für diese Angelegenheit zuständig? Graubünden oder Baselland(Arlesheim)?

Zunächt noch einmal Besten Dank
für Ihre Obige "schnelle" Antwort

Und besten Dank im Voraus für
die Beantwortung meiner Zusätzlichen Fragen
Viele Grüsse
Roman Wille


Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter JustAnswer-Nutzer

Mir ist leider nicht klar ist, um was für Gelder es sich bei der "Familienzulage" handelt. Handelt(e) es sich dabei möglicherweise um eine freiwillige (arbeitsvertragliche) Leistung Ihres Arbeitgebers zusätzlich zu den eigentlichen Familienzulagen (= Ausbildungs- oder Kindeszulage) nach dem Familienzulagengesetz (FamZG)?
Gesetzlich wird der Begriff "Familienzulagen" nämlich nur als "Überbegriff" für die Kinder- bzw. Ausbildungszulage verwendet, sowohl im FamZG als auch im Einführungsgesetz zum FamZG des Kantons BL (vgl. § 2 EG FamZG BL).

Da Sie im März 2011 einen neuen Job angetreten haben, frage ich mich, ob Sie gegenüber dem alten Arbeitgeber auch einen Anspruch auf diese "Familienzulagen" neben der Kinder- bzw. Ausbildungszulage gehabt haben. Hatten Sie einen solchen Anspruch, müssen Sie diesen ihm gegenüber geltend machen, ebenfalls 5 Jahre rückwirkend.

Auch wenn das Arbeitsverhältnis mit dem "alten" Arbeitgeber beendet ist, haben Sie diesem gegenüber heute noch Ansprüche (Verjährungsfrist für periodische Leistungen: 5 Jahre).

Nun zu Ihren Fragen:

1a.
Grundsätzlich ja. Aus meiner Sicht ist allerdings wie oben dargelegt zu prüfen, ob Ihr Sohn tatsächlich Anspruch auf diese "Familienzulagen" hat (Art. 285 Abs. 2 ZGB). Für mich ist nicht klar, wie diese in Ihrem Fall zu qualifizieren sind. Ausbildungs- bzw. Kinderzulagen hat Ihr Sohn ja vollständig erhalten.

1b.
Die Verjährungsfrist beginnt mit Fälligkeit der Forderung. Die Fälligkeit ist einerseits im Urteil festgelegt, in der Regel monatlich zum Voraus. Das heisst, dass die Verjährungsfrist am 1.1.2009 für die Kinder- und Ausbildungszulage und allenfalls für die "Familienzulage" Februar 2009 zulaufen begonnen hat. Diese verjährt demnach am 1.1.2014. Die Fälligkeit Ihres Anspruchs gegenüber dem Arbeitgeber richtet sich nach Ihrem Arbeitsvertrag.
Beachten Sie, dass die Verjährungsfrist durch Klage bei Gericht, Betreibung oder Schuldanerkennung unterbrochen werden kann. Hat Ihr Sohn Sie also für diese "Familienzulagen" betrieben, beginnt für die betriebenen Zulagen eine neue Verjährungsfrist von 5 Jahren zu laufen.

2.
Ja. Ausser natürlich, Sie zahlen freiwillig. Er könnte die Forderung auch erfolgreich auf dem Betreibungswege geltend machen, sofern das Gerichtsurteil klar festhält, dass Sie diese Kosten übernehmen müssen.

3.
Das kann ich nicht abschliessend beurteilen. Dazu wäre eine Prüfung des Unterhalts-/Scheidungsurteils erforderlich. Das Gericht kann auf Antrag Ihres Sohnes den Unterhaltsbeitrag jederzeit neu festsetzen, wenn sie die Verhältnisse in erheblicher Weise ändern oder bei nicht vorhergesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen des Kindes kann das Gericht die Eltern zur Leistung eines besonderen Beitrags verpflichten (Art. 286 ZGB).

4.
Ihr Sohn kann wählen, er kann entweder in Graubünden an seinem Wohnsitz oder am Bezirksgericht Arlesheim bzw. an Ihrem Wohnsitz klagen (Art. 26 ZPO). Unter Umständen könnte dem Bezirksgericht Arlesheim (damaliges Scheidungsgericht) der Vorrang gegeben werden. Ist aber nicht zwingend.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Aschwanden,

von meinen Arbeitgebern habe ich immer alles erhalten; "Kinder"-"Ausbildungs"-Zulagen weiter gereicht // Familienzulage nicht!
Es gibt in der Schweiz eine Kinder-b.z.w ab 16 eine Ausbildungszulage, dazu gibt es noch ergänzend die Familienzulage.

So wie mir scheint wissen Sie über das Familienzulagengestz nicht so gut bescheid?
siehe Link1:
http://www.admin.ch/ch/d/ff/2006/3515.pdf
+ Link 2:
http://www.prof.uzh.ch/berufungen/ernennung/Merkblatt_Familienzulagen.pdf

Mir ging es darum ob ich nun 5 oder 10 Jahre Rückwirkend Fam.Zulagen bezahlen muss.

Zur Antwort 1b
wie kommen Sie auf das Datum vom Februar 2009
Wenn es doch ne Verjährungsfrist von 5 Jahren gibt heisst das doch Rückwirkend bis Feb 2007 oder nicht?
2014 liegt doch in der Zukunft - das verstehe ich nicht ganz!

Zur Anwort 2
Ich zahle freiwillig doch Rückwirkend für ein Jahr (50%) stimmt das?
Kann ich Belege für diese Zeit verlangen?
Feb2011 bis Feb-2012 oder?

Entschuldigung für meine Zusätzlichen Fragen
(auch will ich Sie nicht Angreifen wegen dem Fam.Zulagen-Gesetz)

Aber es ist für mich nicht so einfach
Beste Grüsse
R.Wille

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter JustAnswer-Nutzer

Lesen Sie das FamZG aufmerksam durch und auch das von Ihnen zitierte Merkblatt. Sie werden feststellen, dass die Familienzulage und die Kinderzulage bzw. die Familienzulage und die Ausbildungszulage das Gleiche sind bzw. "Familienzulage" der Oberbegriff für Kinder-, Ausbildungs-, Geburts- und Adoptionszulage ist.
Sie haben keinen Anspruch auf Ausrichtung einer zusätzlichen Familienzulage neben der Kinder- bzw. Ausbildungszulage. Sie oder Ihr Arbeitgeber missverstehen da offensichtlich etwas.
Wenn Sie dennoch eine "Familienzulage" erhalten haben, ist entweder etwas falsch gelaufen, oder Ihr Arbeitgeber richtet(e) freiwillig eine Art "Familienzulage" aus. Eine solche ist aber nicht zu verwechseln, mit der Familienzulage nach dem FamZG bzw. dem jeweils kantonalen Einführungsgesetz.

Weitere Informationen können Sie der Wegleitung zu den Familienzulagen des Bundesamts für Sozialversicherungen entnehmen.

1a.
Februar 2009 war ein Beispiel um den Lauf der Verjährungsfrist darzustellen. Für jede Zulage läuft eine eigene Verjährungsfrist ab ihrer jeweiligen Fälligkeit:
Die älteste heute noch nicht verjährte Zulage ist demnach, wie Sie richtig sagen, die Zulage vom März 2007, der Anspruch zur Geltendmachung der Familienzulage für März 2007, verjährt am 31. März 2012 (jedenfalls wenn die Familienzulage Ende Monat fällig ist, vgl. z.B. § 1 EG FZG BL).

Ihre Zusatzfrage zu Antwort 2 verstehe ich nicht. Was meinen Sie mit 50%? Sie können natürlich Belege für jene Ausgaben verlangen, die Ihr Sohn zusätzlich zu dem ihm gemäss Gerichtsurteil zustehenden Unterhalt beansprucht.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Aschwanden
Merci für die Antworten
Doch wenn Sie immer Rückfragen stellen muss ich auch Antworten und Erklärungen bringen.
Es ist so: mein Sohn schrieb im E-Mail an mich:
Da ich aber eigentlich klar Anspruch auf die letzen 18 Jahre hätte das aber nicht gesetzlich so festgesetzt ist wurde mir noch etwas anderes gesagt und zwar kann ich von den letzen 5 Jahren die hälfte von meiner Privatschule zurückfordern natürlich wusstest du nicht das ich eine Privat Schule besuch(t)e darum ist es auf 5 Jahre beschränkt die ich zurückfordern kann wenn diese als "notwendig" angeschaut worden ist da ich in eine Privat Schule wegen Mobbing gewechselt bin gibt es von der Vormundschaftsbehörde eine Bescheinigung das die Schule als notwendig und nicht als extra angesehen wird.

Und die letzen 5 Jahre Privat Schule sind mindestens 70'000FR wovon du die hälfte bezahlen musst das bedeutet ca. 35'000FR .

Wenn ich nun Ihre Antworten richtig verstanden habe kann mein Sohn nur 1 Jahr Rückwirkend zurückverlangen? Ist das Richtig (gemäss Art 279 ZGB)?
Da es aber zwei Elternteile sind (die Unterhalt) geben sollten (mein Sohn wohnt nicht bei der Mutter!) Müsste ich nun 70'000 / 5 = 14'000 und dies durch 2 da die Mutter doch auch was zum Unterhalt geben sollte oder nicht? = 7'000.-
Aber so nehme ich an nur wenn Belege vorliegen oder nicht?

Ich möchte natürlich eine Aussergerichtliche Einigung anstreben, wie mein Sohn auch, doch bin ich mit Rückwirkenden 5 Jahren nicht einverstanden. Er hatte ja auch einen Beistand (bis 18=Nov2011)) und der hätte etwas bei mir einfordern müssen (fals meine Alimente nicht gereicht hätten) oder nicht?
Nun wurde das von Ihm versäumt!

für ne nochmalige Antwort
wäre ich wiederum Dankbar
Grüsse
R.Wille
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Justanswer-Nutzer

Ein Jahr Rückwirken gilt, wenn noch kein Rechtstitel besteht, der den Unterhalt feststellt.

Für Unterhalt (periodische Leistungen), die gerichtlich festgestellt sind, gilt 5 Jahre rückwirkend.

Die Eltern leisten den Unterhalt anteilig. Sie sind also grundsätzlich nur verpflichtet, die Hälfte zu übernehmen. Für die andere Hälfte muss die Mutter aufkommen. Je nach Umständen ist hier aber auch eine andere Verteilung denkbar.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Aschwanden
es besteht ja seit Geburt ein Urteil in dem der Unterhalt gereget ist.

Für Unterhalt (periodische Leistungen), die gerichtlich festgestellt sind, gilt 5 Jahre rückwirkend

Rückwirkend auch wenn ich immer bezahlt habe?

In welchen Artikel des ZGB steht den dieser Teil den Sie Zitieren und in welchem Zusammenhang?
Ich habe doch immer Alimente und Zulagen bezahlt. In den letzten 5 Jahren 76'244.60 CHF!
Das tönt fast so als hätte ich obwohl einUrteil da ist gar nichts bezahlt?
oder wei muss ich das verstehen?

Mit freundlichen Grüssen
R.Wille
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter JustAnswer-Nutzer

Also noch ein letztes Mal zusammenfassen:

1. Unterhaltsbeiträge gemäss Gerichtsurteil (periodische Leistungen)
Diese haben Sie bezahlt. Diese müssen Sie also auch nicht nachzahlen. Ihr Sohn hat darauf keinen Anspruch.
Hätten Sie diese nicht oder nicht in vollem Umfang bezahlt, könnte Ihr Sohn diese heute noch geltend machen, aber nur jene Alimente, deren Fälligkeit nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Verjährungsfrist für diese Ansprüche ist also 5 Jahre (Art. 128 Ziff. 1 OR).

2. Familienzulage
Vgl. zu 1.
Familienzulagen sind zusätzlich zum Unterhalt geschuldet (Art. 285 Abs. 2 ZGB). Es sind auch periodisch geschuldete Leistungen. Sie haben die Kinder- bzw. Ausbildungszulage immer an Ihren Sohn weitergeleitet. Sie sind deshalb ebenfalls nicht geschuldet. Auch hier würde die 5 jährige Verjährungsfrist nach Art. 128 OR gelten.

3. Sonderauslagen, besonderer Unterhalt (z.B. Privatschule)
Hier handelt es sich wohl eher nicht um eine periodische Leistung, weshalb hier möglicherweise eine 10-jährige Verjährungsfrist gilt.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat aber nie ein Gericht gesagt, Sie müssen zusätzlich zum Unterhalt für die Privatschule aufkommen, oder? Also besteht kein festgestellter Anspruch Ihres Sohnes, dass Sie für die Privatschule zumindest teilweise aufkommen. Für die Privatschule müssen Sie dann aufkommen, wenn dies das Gerichtsurteil zusätzlich zu Ihrer Unterhaltsverpflichtung vorsieht.
Ist dies nicht in Ihrem Unterhalt vorgesehen, kann Ihr Sohn gegen Sie klagen und beim Gericht den Unterhalt für diese "ausserordentlichen Bedürfnisse" verlangen (Art. 286 Abs. 3 ZGB). Die Unterhaltsklage wirkt aber nur für die Zukunft und maximal 1 Jahr in die Vergangenheit (vgl. Art. 279 ZGB).

Ich bitte Sie nun, meine Antworten zu akzeptieren, damit meine Dienstleistung von Justanswer auch bezahlt wird.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
Advokaturbüro und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Aschwanden
Merci für die Abschliessende Zusammenfassung
mit Antworten
vielleicht werde ich mir später wieder melden
Grüsse
R.Wille
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei den Verhandlungen mit IHrem Sohn.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
< Zurück | Weiter >
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
  • Für mich persönlich war die Antwort sehr hilfreich. Vielen Dank an den Experten! Daniela H. Dortmund
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • Advokaturbüro

    Advokaturbüro

    Rechtsanwalt, LL.M.

    Zufriedene Kunden:

    3823
    Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/Eika03101981/2010-11-23_17305_BHF_1466_3.jpg Avatar von Advokaturbüro

    Advokaturbüro

    Rechtsanwalt, LL.M.

    Zufriedene Kunden:

    3823
    Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JA/Jason2016/2013-3-17_141035_IMG1566.64x64.JPG Avatar von RA Schröter

    RA Schröter

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    93
    Studium des schweizer und französischen Rechtes
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OT/oth/2016-5-30_10346_.64x64.jpg Avatar von RAKRoth

    RAKRoth

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    85
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    283
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    86
    Fachanwalt für Familienrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von ClaudiaMarieSchiessl

    ClaudiaMarieSchiessl

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    219
    19 Jahre Anwaltserfahrung
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Schweizer Recht