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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Geschätzte Damen und Herren, Ich bin 62 jährig, unehelich

Kundenfrage

Geschätzte Damen und Herren,

Ich bin 62 jährig, unehelich geboren und kenne meine leibliche Mutter nicht, sie hat seinerzeit eine Verzichtserklärung unterschrieben. Ich bin bei Pflegeeltern aufgewachsen, wurde jedoch nie adoptiert, bekam nur eine Namensänderung. Jetzt habe ich vom Justice de Paix du District de la Riviera-Pays-d'Enhaut, Vevey vernommen, dass meine leibliche Mutter am 17.12.2011 verstorben ist. Das Friedensgericht fordert von mir eine Antwort, bezüglich Annahme oder Ablehnung des Erbes. Ich werde das Erbe ausschlagen. Nach meinen Recherchen gibt es noch zwei Söhne aus der Ehe meiner leiblichen Mutter, die ebenfalls in Vevey wohnen. Was mich hellhörig macht, ist folgender Wortlaut:
En, prinipe, si vous répudiez et que vous avez des descendants, ceux-ci deviennent héritiers de votre part à votre place (voir art. 572 al. 1 du code civil).

Meine konkreten Fragen an Sie:

1) Was passiert, wenn noch Aktiven vorhanden sind?
2) Was passiert, wenn noch Schulden vorhanden sind?
3) Kann man im Fall 2 (Schulden) auf meine Tochter zurückgreifen, wenn ich das Erbe
ausgeschlagen habe?

Ich danke XXXXX XXXXX Ihre Antwort.

Lydia Tanner, Worb
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Zunächst möchte ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid zum Ableben Ihrer leiblichen Mutter aussprechen.

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Wenn Sie die Erbschaft Ihrer leiblichen Mutter ausschlagen, gelten Sie als vorverstorben. Das heisst, die Erbschaft wird so verteilt, wie wenn Sie nicht mehr leben würden. Ihre Nachkommen (Tochter) treten an Ihre Stelle und werden Erbe Ihrer leiblichen Mutter (sog. Eintrittsprinzip).

Um dies zu verhindern, sollte Ihre Tochter - und falls vorhanden auch deren Nachkommen - ebenfalls ausschlagen, wenn diese die Erbschaft nicht annehmen möchten. Jeder Erbe und jeder Vermächtnisnehmer kann ausschlagen. Dies muss allerdings innerhalb einer Frist von 3 Monaten erfolgen, seit der Betreffende erfahren hat, dass er Erbe wurde (im Zweifel innert 3 Monaten seit dem Todestag des Erblassers!).

Das eben Gesagte ergibt sich auch aus der Belehrung im Schreiben des zuständen Amtes: "En prinipe, si vous répudiez et que vous avez des descendants, ceux-ci deviennent héritiers de votre part à votre place" bzw. aus Art. 572 Abs. 1 ZGB.

Nun zu Ihren Fragen:

1) Wenn im Nachlass noch Aktiven vorhanden sind und Sie ausschlagen, wird die Erbschaft unter den noch übrig gebliebenen Erben verteilt, die nicht ausgeschlagen haben; je nach dem also zwischen Ihren Halbgeschwistern bzw. zwischen Ihren Halbgeschwistern und Ihnen bzw. Ihrer Tochter.
Falls alle ausschlagen, geht die Erbschaft an die nächsten gesetzlichen Erben (elterlicher Stamm, grosselterlicher Stamm Ihrer Mutter). Falls keine Erben mehr vorhanden sind, keine aufgefunden werden können oder alle ausschlagen, geht die Erbschaft an den Staat.
Falls Sie nicht ausschlagen, erhalten Sie Ihren Erbteil. Wenn Ihre Recherchen stimmen, nur noch zwei andere Kinder vorhanden war und kein Testament oder Erbvertrag vorliegt, erhalten Sie 1/3 des Nachlasses.

2.) Sind im Nachlass Schulden vorhanden, so haften die (annehmenden) Erben auch für diese Schulden und zwar mit Ihrem gesamten, auch privaten Vermögen. Wer ausschlägt, haftet nicht für die Schulden aus der Erbschaft.
Wenn Sie bzw. Ihre Tochter die Erbschaft also nicht ausschlagen und sich herausstellt, dass nur noch Schulden (Passiven) vorhanden waren, können die Gläubiger Ihrer Mutter auf Ihr privates Vermögen bzw. auf das private Vermögen Ihrer Tochter greifen.
Wenn alle ausschlagen oder keine Erben der höheren Stämme ausfindig gemacht werden können, wird eine sog. Nachlassliquidation (= Konkurs der Erbschaft) durchgeführt.

3.) Wenn Sie ausschlagen, muss Ihre Tochter ebenfalls ausschlagen, wenn sie das will (vor allem wenn Sie wegen den Schulden ausschlagen). Nur wenn Ihre Tochter nicht auch ausschlägt, haftet Sie für die Nachlassschulden.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie also herausfinden, ob im Nachlass Schulden vorhanden sind bzw. ob die Schulden die Aktiven übersteigen. Ist der Nachlass überschuldet, sollten Sie und Ihre Tochter (und auch deren Nachkommen, also Ihre Enkel etc.) ausschlagen. Dann ist die Sache ein für allemal für Ihre Familie erledigt.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, die Erbschaft anzunehmen, sollten Sie genau prüfen, ob Sie nicht nur Schulden erben werden.
Sie können ein öffentliches Inventar verlangen. Aber Achtung: Die Kosten für das öffentliche Inventar müssen Sie in jedem Fall übernehmen, unabhängig davon, ob Sie daraufhin entscheiden, auszuschlagen oder anzunehmen. Diese Kosten betragen in der Regel um die ca. CHF 5'000.00.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
Advokaturbüro und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Meine Auftrags-Nr. 10584937-250

Sehr geehrter Herr Aschwanden,

Besten Dank für Ihre Antwort. Ich möchte mich vergewissern, ob ich eine einmalige Gebühr von Fr.. 65.-- bezahlt habe? Oder habe ich ein Abonnement gelöst, dann würde ich dieses hiermit sofort kündigen

Besten Dank für Ihre Antwort an [email protected] und freundliche Grüsse.

Lydia Tanner, Worb


Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte JustAnswer-Nutzerin

Ich bin Experte bei JustAnswer und habe somit keinen Einfluss auf Ihre Zahlungen bzw. Ihren Vertrag mit der Betreiberin des Internet-Portals. Ich selber erhalte meine Dienstleistungen nicht direkt von Ihnen, sondern von JustAnswer in San Francisco bezahlt.

Um ein etwa versehentlich abgeschlossenes Abonnement zu kündigen bzw. abzuklären, was für einen Vertrag Sie genau abgeschlossen haben, bitte ich Sie deshalb, sich direkt mit der JustAnswer-Betreiberin in Verbindung zu setzen; am besten per e-Mail unter [email protected]

Weitere Kontaktdaten sind:
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Sollten Ihnen zu Unrecht etwas abgebucht werden, haben Sie die Möglichkeit, die Buchung bei Ihrem Kreditkartenanbieter zu widerrufen. Gerne stehe ich Ihnen für weitere Frage unterstützend zur Seite.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.

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