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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Meine 18-jährigeTochter steht vor der Abschlussprüfung als

Kundenfrage

Meine 18-jährigeTochter steht vor der Abschlussprüfung als Coiffeuse. Nun ist festgestellt worden, dass sie allergisch auf mehrere Produkte reagiert. Der Hautarzt hat gesagt, dass sie nicht länger auf diesem Beruf arbeiten darf. Da sie aber vor der Abschlussprüfung steht, möchte sie den Abschluss noch machen und sich nachher umschulen lassen. Da ihr Vater bei einem Unfall unverschuldet ums Leben gekommen ist, bekommt sie von einer Ausgleichskasse, einer Versicherung und der Suva Halbwaisenrente. Bekommt sie diese auch noch weiter, auch wenn sie diesen Abschluss noch macht? Mir hat man die Wittwenrente gestrichen, als sie 18 wurde und ich noch nicht 45 Jahre alt bin. Ich bin 44 Jahre alt. Ich könnte sie finanziell nicht unterstützen wenn sie nochmals eine Lehre machen würde. Ich weiss nicht, wie es weiter gehen soll. Danke XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Der Anspruch Ihrer Tochter auf eine Waisenrente der AHV ergibt sich aus Art. 25 AHVG. Nach Art. 25 Abs. 5 AHVG gilt:
Für Kinder, die noch in Ausbildung sind, dauert der Rentenanspruch bis zu deren
Abschluss, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr. Der Bundesrat kann
festlegen, was als Ausbildung gilt.


Konkretsiert wird diese Regelung in Art. 49 f. AHVV und die Wegleitung über die Renten (RWL) in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung:

Bricht Ihre Tochter die Ausbildung ab, so gilt die Ausbildung als beendet. Kinder, die ihre Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall unterbrechen, jedoch nicht länger als 12 Monate, gelten in dieser Zeit als in Ausbildung (Wegleitung RWL, Randziffer 3373). Ob die Allergien Ihrer Tochter als Krankheit im Sinne der AHVV geltend, kann nicht abschliessend beurteilt werden.

Keine Rolle spielt es aber - und das ist wesentlich - , ob es sich um eine erstmalige Ausbildung, eine Zusatz- oder Zweitausbildung handelt (Wegleitung RWL, Randziffer 3358).

Demnach hat Ihre Toche weiterhin einen Anspruch auf eine Waisenrente, unabhängig davon, ob Sie die jetzige Ausbildung abschliesst, oder abbricht. Für die Zeit zwischen Abschluss oder Abbruch der jetzigen Ausbildung und dem Beginn der neuen Ausbildung besteht allerdings grundsätzlich kein Anspruch. Sollte Sie eine neue Ausbildung beginnen, muss Sie einen neuen Antrag stellen.

Die Wegleitung RWL finden Sie im Internet unter:
http://www.bsv.admin.ch/vollzug/documents/index/category:23/lang:deu
Für weitere und detailliertere Auskünfte empfehle ich Ihnen, sich an die für Sie zuständige Ausgleichskasse (Sozialversicherungsanstalt) zu wenden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Leider hilft mir diese Antwort überhaupt nicht weiter. Die eine Ausgleichskasse sagt, sie wird weiter unterstützt auch wenn sie die Erstausbildung abschliesst, da sie ja einen Beruf braucht. Die eigentliche Ausgleichskasse sagt, nach Abschluss der Erstausbildung hat sie keinen Anspruch mehr. Was stimmt jetzt?
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Rufen Sie bei der zuständigen Ausgleichskasse nochmals an und weisen Sie auf die aktuell gültige Version 6 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) hin, die ich Ihnen bereits in meiner ersten Antwort mitgeschickt hatte.
Die zuständige Ausgleichskasse irrt sich offensichtlich. Dort steht schwarz auf weiss:

Keine Rolle spielt es, ob es eine erstmalige Ausbildung, eine Zusatz- oder Zweitausbildung ist.
(Wegleitung über die Renten (RWL) in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; Gültig ab 1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2012, Versionsnummer 6, Randziffer 3358, Seite 60).

Quelle: http://www.bsv.admin.ch/vollzug/documents/view/75/lang:deu/category:23

Ganz abgesehen davon, ergibt sich weder aus dem AHVG noch der AHVV, dass der Anspruch auf die Waisenrente nur für eine Erstausbildung bestehe. Allerdings ist zu beachten, dass der Anspruch in jedem Fall bis zum 25. Altersjahr Ihre Tochter besteht.

Wenn die Ausgleichskasse den Antrag auf die Waisenrente entgegen der gesetzlichen Grundlage und entgegen dem eindeutigen Wortlaut der Wegleitungen des zuständigen Bundesamtes nicht gutheissen sollte, steht Ihnen der Rechtsweg offen (Anfechtung der Verfügung der Ausgleichskasse).

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung: Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
Advokaturbüro und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wie sieht es den mit der Suva und der Versicherung aus? Gilt dieses Gesetz auch?
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Art. 30 Abs. 3 UVG (Unfallversicherungsgesetz) regelt die Halbwaisenrente der Unfallversicherung bzw. den Anspruch, während der Ausbildung des Kindes. Die Bestimmung ist identisch mit jener des AHV bzw. der AHVV.

Die SUVA richtet grundsätzlich und soweit hier beurteilbar nur die sog. Komplementärrente aus, soweit gleichzeitig ein Anspruch auf eine AHV-Rente besteht. Das heisst, ein Anspruch gegenüber der SUVA besteht wenn überhaupt nur in der Höhe, die bei der ordentlichen Rentenberechnung nach UVG (Halbwaisenrente: 15% des versicherten Verdienstes) die AHV-Waisenrente übersteigt.

Ein Kreisschreiben oder Weisungen der SUVA besteht nicht, das eindeutig regelt, ob der Anspruch mit Abschluss oder Abbruch der Erstausbildung endet. Soweit ersichtlich ist diese Frage auch noch nicht gerichtlich entschieden worden.

Aus meiner Sicht müsste für die SUVA das Gleiche gelten, wie für die AHV, zumal auch im UVG die Halbwaisenrente NICHT ausdrücklich auf eine Erstausbildung beschränkt ist, sondern geschuldet ist, solange sich das berechtigte Kind (unter 25) in Ausbildung befindet. Im Zweifel müsste diese Frage aber gerichtlich geklärt werden.

Den Anspruch gegenüber der Versicherung kann ich nicht beurteilen. Dieser hängt vom konkreten Versicherer ab und von dessen allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) bzw. den Bestimmungen des konkret abgeschlossenen Versicherungsvertrages. Eine gesetzliche Regelung im Zusammenhang mit der Ausbildung und den Anspruch auf eine Versicherungsleistung Ihrer Tochter besteht nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie haben die erste Frage noch nicht ganz beantwortet gehabt. Darum habe ich nachgefragt, habe aber zuerst die Antwort akzeptiert. Muss ich jetzt 2x bezahlen?
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein, einfach NICHT ein zweites Mal auf Akzeptieren klicken. Dann sollte Ihnen auch nicht zweimal abgebucht werden. Sollte Ihnen JustAnswer zu viel abbuche, wenden Sie sich per e-Mail an [email protected]
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich habe aber ein zweites mal auf akzeptieren geklickt. Mache das zum ersten Mal, sorry
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es wurde nur eine Frage als akzeptieren gekennzeichnet (vgl. grüner Rahmen). Wenn Sie zweimal auf den gleichen Button "Akzeptieren" klicken, ist das unschädlich. Ansonsten wenden Sie sich per e-Mail an JustAnswer.

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