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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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Advokaturbüro ist jetzt online.

Guten Tag, wie kann ich gegen das Mobbing meines Arbeitgebers

Kundenfrage

Guten Tag,
wie kann ich gegen das Mobbing meines Arbeitgebers vorgehen? Es ist gut dokumentiert, hat mittlerweile zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt und 2 behandelnde Ärzte, der Vertrauensarzt des Arbeitgebers und der Arzt der Krankentagegeldversicherung haben die Arbeitsunfähigkeit als Folge des schikanösen Verhaltens des Arbeitgebers bestätigt.
Welche Möglichkeiten habe ich? Klage vor dem Arbeitsgericht? Sind wir hier bereits im Bereich des Strafrechtes (Körperverletzung)? Gibt es möglicherweise auch Schadensersatzansprüche?
Ich wäre dankbar für eine Antwort!
Mit freundlichen Grüssen
Thomas Röper
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Das Schweizer Recht kennt bis heute leider kein spezieller Tatbestand für Mobbing, weder im Arbeitsrecht noch im Strafrecht.

Arbeitsrechtlich sind Ihre Möglichkeiten leider nach wie vor beschränkt, zumal es sich juristisch betrachtet in vielen Fällen nicht oder noch nicht um Mobbing handelt. Um beurteilen zu können, ob Sie in Ihrem Betrieb gemobbt werden, müsste eine Einzelfallsbeurteilung stattfinden.
Allgemein wird auf die Mobbing-Definition von Leymann abgestellt, wonach doie entscheidende Kriterien insbesondere die inhaltliche und zeitliche Intensität der Belästigungen sind: Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit und mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstosses aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.

"Oft" heisst nach weit verbreiteter Auffassung, mindestens einmal pro Woche.

Rechtlich ist der Arbeitgeber nach Art. 328 OR verpflichtet, die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu schützen (Allgemeine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers). Sie können den Arbeitgeber (am besten schriftlich per Einschreiben) auffordern, das Mobbing zu beseitigen oder zu unterlassen.
Für den Fall, dass das Mobbing nicht beseitigt werde, bleibt Ihnen nur die (ausserordentliche) Kündigung des Arbeitsverhältnisses nach Art. 337 OR.

Ausserdem haben Sie Anspruch auf Ersatz des Ihnen nachweislich entstandenen Schadens aus Art. 337b OR (ferner ggf. aus Art. 41 OR, Art. 27 ff. ZGB). Wie gesagt müssen Sie im Falle eines Schadensersatzprozesses den Schaden beziffern und beweisen können, was regelmässig sehr schwierig ist.

Je nach Intensität der Belästigung könnte auch bereits die Erstattung einer Strafanzeige bei der Polizei in Betracht kommen:
In Betracht kommen Ehrverletzungsdelikte nach den Art. 173 bis 177 StGB, Drohung (Art. 180 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB) oder sogar einfache Körperverletzung (Art. 123 StGB). Ob diese Tatbestände in Ihrem Fall erfüllt sind, kann hier nicht abschliessend beurteilt werden und bedarf einer konkreten Einzelfallbeurteilung.

Ich würde Ihnen empfehlen, sich - sofern möglich - innerbetrieblich an den Vorgesetzten des/der Mobbenden oder an die Arbeitnehmervertretung zu wenden. Falls diese nichts nützt oder nicht möglich ist, sollten Sie wie beschrieben vorgehen (vgl. auch Infos, Link "Mobbing und Recht" unten).
Sie sollten sich an eine auf Mobbing am Arbeitsplatz spezialisierte Organisation und/oder an einen Rechtsanwalt werden.
Bedenken Sie, dass die Rechtsprechung auf diesem Gebiet noch sehr zurückhaltend ist und die Erfolgsaussichten eines Schadensersatzprozesses schwierig abzuschätzen sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie auf jeden Fall Anspruch auf Beseitigung des Mobbings am Arbeitsplatz haben (so auch das Bundesgericht bereits 1998). Ferner haben Sie ein ausserordentliches Kündigungsrecht und ggf. sogar Schadensersatzansprüche gegenüber Ihrem Arbeitgeber und/oder gegenüber dem/den Mobbenden. Der Erfolg dieses Vorgehens hängt allerdings davon ab, was bewiesen werden kann und davon, ob auch rechtlich Mobbing bejaht werden kann.

Nützliche weiterführende Hinweise und Adressen finden Sie im Internet unter:
http://www.mobbing-info.ch/ insbesondere unter http://www.mobbing-info.ch/mobbingrecht.html
http://www.mobbing-zentrale.ch

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Antwort hilft mir noch nicht wirklich weiter.

In meinem Fall handelt es sich um Mobbing von Seiten des Arbeitgebers nach Kündigung durch den Arbeitgeber. Anscheinend mit dem Ziel, dass ich eine Vertragsauflösung akzeptiere, die meine Kündigungsfrist verkürzt und andere materielle Nachteile mit sich bringt. Auch wurde mir ein ein sehr gutes Arbeitszeugnis übergeben, als mir die Vertragsauflösung angeboten wurde. Nach meiner Ablehnung wurde mir nun ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis zugestellt (beide liegen mir im Übrigen unterschrieben vor). Diese Angelegenheit liegt nun dem Vermittlungsamt vor und es wird wohl zu einer gerichtlichen Klärung kommen.

Mich interessiert die Frage, welche rechtliche Handhabe ich gegen das Mobbing habe (nicht das Arbeitszeugnis, es gab andere massive Vorkommnisse, deren gesundheitsschädigenden Folgen zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt haben. 4 Ärzte haben mittlwerweile die Arbeitsunfähigkeit bestätigt und auch einen kausalen Zusammenhang mit den Vorkommnissen am Arbeitsplatz).

Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Diese Frage habe ich Ihnen bereits beantwortet:
Die arbeitgeberische Fürsorgepflicht dauert natürlich weiter, bis das Arbeitsverhältnis beendet ist. Schadensersatzansprüche müssen Sie gerichtlich gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen.

Da Sie bereits in gekündigtem Verhältnis stehen, können Sie natürlich nach wie vor fristlos kündigen, was Ihnen aber wohl nicht hilft. Nur dann wäre als Anspruchsgrundlage für den Schadensersatz Art. 337b OR gegeben.

Ansonsten finden Sie die Anspruchsgrundlage in Art. 28a ZGB i.V.m. Art. 41, 49 OR. Diese Klage bzw. das Schadensersatzbegehren können Sie mit einer etwaigen Klage auf Berichtigung des Arbeitszeugnisses verbinden und bei der zuständigen Schlichtungsstelle einreichen oder separat einklagen. Beachten Sie, dass Schadensersatzansprüche einer einjährigen Verjährungsfrist unterliegen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Vor kurzem habe ich Ihnen auf www.justanswer.de eine ausführliche Rechtsauskunft erteilt. Bisher haben Sie meine Antwort leider nicht akzeptiert. Darf ich Sie bitten, dies nachzuholen, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Die von Ihnen bereits geleistete Anzahlung bleibt ansonsten auf dem JustAnswer-Konto völlig nutzlos.

Das Funktionieren von JustAnswer ist wesentlich von der Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit seiner Nutzer abhängig! Sollte es einen Grund geben, warum meine Dienstleistung von JustAnswer nicht bezahlt werden soll, bitte ich Sie, mir diesen mitzuteilen. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -

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