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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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Wir sind seit dem 14.06.2008 verheiratet. Die Frau erhält für

Kundenfrage

Wir sind seit dem 14.06.2008 verheiratet. Die Frau erhält für die zwei Kinder, welche sie in Ehe gebracht hat 1500 Franken Beitrag vom Exmann.
Wir wollen uns trennen, muss ich mit einem Einkommen von 86000 Franken und die Frau hat ein Einkommen von 55000 Franken der Frau Alimenten zahlen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Ihre Frage kann hier nicht abschliessend beantwortet werden, da sich die Berechnung des nachehelichen Unterhalts (Alimente) nicht allein aufgrund der Einkommens bestimmen lässt. Nach Art. 125 ZGB sind dabei diverse Faktoren zu berücksichtigen:
So also die Aufgabenteilung während der Ehe, die Dauer der Ehe, die Lebensstandard während der Ehe, das Alter und die Gesundheit der Ehegatten, Einkommen und Vermögen der Ehegatten, der Umfang und die Dauer der von den Ehegatten noch zu leistenden Betreuung der Kinder, die berufliche Ausbildung und die Erwerbsaussichten der Ehegatten sowie der mutmassliche Aufwand für die berufliche Eingliederung der anspruchsberechtigten Person, die Anwartschaften aus der AHV und aus der beruflichen oder einer anderen privaten oder staatlichen Vorsorge einschliesslich des voraussichtlichen Ergebnisses der Teilung der Austrittsleistungen.

Grundsätzlich können Sie und Ihre Frau sich im Rahmen einer Trennungs- oder später Scheidungskonvention (mehr oder weniger) frei über die Scheidungsfolgen, insbesondere auch den nachehelichen Unterhalt, einigen. Einzig das AHV-Splitting erfolgt nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Allerdings wird der Eheschutzrichter im Trennungsverfahren bzw. der Scheidungsrichter im Scheidungsverfahren darauf hinwirken, dass niemand übervorteilt wird.

Da Sie mehr als Ihre Frau verdienen und sie zudem für die beiden Kinder aus erster Ehe oder Beziehung aufkommen muss, wird ihr Lebensbedarf deutlich höher sein, als Ihrer. Wenn aufgrund der Eheschliessung mit Ihnen Ihre Frau auf Unterhaltszahlungen von ihrem letzten Mann verzichtet hat, ist es denkbar, dass Sie dafür aufkommen müssen.
Aufgrund der relativ kurzen Ehedauer werden sich Ihre nachehelichen Unterhaltsverpflichtungen allerdings in Grenzen halten. Für eine konkreten Beurteilung müssten allerdings aller Unterlagen eingesehen werden.

Vor diesem Hintergrund empfehle ich Ihnen daher sich entweder persönlich von einem Anwalt beraten zu lassen oder - falls Ihre Frau damit einverstanden ist - eine Trennungs-/Scheidungsmediation durchzuführen, in der ein Mediator Sie beide unterstützt, eine aussergerichtliche Lösung zu finden.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -