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Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3825
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
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hallo ich habe eine drei jährige tochter. möchte ein gemeinsames

Kundenfrage

hallo ich habe eine drei jährige tochter. möchte ein gemeinsames sorgerecht beantragen. unverheiratet. komme aber all meinen pflichten nach. zahle pünktlich alimente und sehe meine tochter jedes weekend. wie muss ich vorgehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Ihre Frage mit folgender Rechtsauskunft beantworten:

Nach der aktuellen Rechtslage können Sie das gemeinsame Sorgerecht grundsätzlich nur mit der Zustimmung der Mutter gemeinsam beantragen (Art. 298a ZGB). Zuständig für das Sorgerecht für Kinder unverheirateter Eltern ist die Vormundschaftsbehörde.

Kommt eine einvernehmliche Sorgerechtsvereinbarung mit der Mutter nicht zustande, verbleibt das Sorgerecht grundsätzlich bei der Mutter (Ausnahme: Art. 298 Abs. 2 ZGB). Sie können freilich geltend machen, dass wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse das gemeinsame Sorgerecht zum Wohl des Kindes geboten ist. Die Erfolgsaussichten eines solchen einseitigen Antrags sind allerdings verschwindend gering.

Stimmt die Kindesmutter dem gemeinsamen Sorgerecht zu, sollten Sie bei der Vormundschaftsbehörde Ihrer Gemeinde/Region nachfragen, ob Sie Ihnen eine Vorlage für einen Sorgerechtsvertrag aushändigen können. Das gemeinsame Sorgerecht wird auch nur genehmigt, wenn die mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist. In Ihrem Fall dürfte zumindest das Kindeswohl nicht gegen das gemeinsame Sorgerecht sprechen.

Ohne Zustimmung der erziehungsgeeigneten Mutter haben Sie leider kaum Aussicht auf eine erfolgreiche Durchsetzung des gemeinsamen Sorgerechts. Allerdings ist hier eine Gesetzesänderung geplant, die allerdings erst in ein paar Jahren umgesetzt sein wird, durch welche das primäre Sorgerecht der Mutter (Art. 298 Abs. 1 ZGB) durch das prinzipiell gemeinsame Sorgerecht ablösen soll.

Ist die Mutter ungeeignet, das Kind zu versorgen bzw. wird ihr das Sorgerecht entzogen, haben Sie allerdings die Möglichkeit, das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Gemäss Ihren Angaben spricht aber nichts dafür.

Die einschlägigen Vorschriften finden Sie in Art. 298 und Art. 298a ZGB und lauten:

Art. 298 ZGB
1 Sind die Eltern nicht verheiratet, so steht die elterliche Sorge der Mutter zu.
2 Ist die Mutter unmündig, entmündigt oder gestorben oder ist ihr die elterliche Sorge entzogen, so überträgt die Vormundschaftbehörde die elterliche Sorge dem Vater oder bestellt dem Kind einen Vormund, je nachdem, was das Wohl des Kindes erfordert.

Art. 298a ZGB
1 Haben die Eltern sich in einer genehmigungsfähigen Vereinbarung über ihre Anteile an der Betreuung des Kindes und die Verteilung der Unterhaltskosten verständigt, so überträgt ihnen die Vormundschaftsbehörde auf gemeinsamen Antrag die elterliche Sorge, sofern dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist.
2 Auf Begehren eines Elternteils, des Kindes oder der Vormundschaftsbehörde
ist die Zuteilung der elterlichen Sorge durch die vormundschaftliche Aufsichtsbehörde neu zu regeln, wenn dies wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse zum Wohl des Kindes geboten ist.


Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass Sie das gemeinsame Sorgerecht nach noch geltender Rechtslage nur mit der Zustimmung der Mutter vereinbaren bzw. zugeteilt bekommen können. Zuständig ist die Vormundschaftsbehörde.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie unter meiner Antwort auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken. Ausserdem können Sie in der Rubrik Bewertungen eine Qualitätsbeurteilung abgeben und wenn Sie mit der Behandlung Ihrer Frage besonders zufrieden waren, meine Antwort sogar mit einem Bonus belohnen.

Mit freundlichen Grüssen

lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
- Rechtsanwalt und Mediator -
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

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lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
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Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

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lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.
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